Full text : Zeitschrift für die gesammte Staatswissenschaft. Neunter Band. Jahrgang 1853. (9)

226  ‘Studien  über

von  413  nur  auf  424,  die  Schweine  von  1052  auf  1351,  die
Ziegen  von  433  auf  829,  das  Rindvieh  von  10,745  auf  10,901
St.,  die  Schafe  haben  sich  von  6186  auf  5580  Stücke  vermindert.
Auf  Stücke  Rindvieh  reducirt  kamen  früher  462,  kommen  jetzt
nur  411  Einheiten  auf  tausend  Einwohner.  —  Im  Amt  Weinsberg
stieg  die  Bevölkerung  von  24,613  auf  27,947  Seelen,  die  Pferde
von  550  auf  666,  das  Rindvieh  im  Ganzen  von  11,538  auf
11,544,  die  Schweine  von  2815  auf  3708,  die  Ziegen  von  3i1
auf  1062  Stück;  die  Schafe  minderten  sich  von  6067  auf  3731
Stück.  Also  am  Beginn  der  Periode  haben  wir  auf  tausend  Köpfe
556,  am  Ende  nur  500  Wertheinheiten.  —  Dagegen  nahm  im

Amt  Ellwangen  zu
die  Seelenzahl  von  24,625  auf  29,937.  oder  um  21  Proz.
die  Pferde  von  1,400  „  1,4858.  „  „  3
das  Rindvieh  von  20,791  „  26,38  „—  u»  „
die  Schafe  von  11,519  „  18,454  „  4  „60
die  Schweine  von  2,988  „  4509  „  „  »  90  ,„
die  Ziegen  von  343  „  876  „  nn  154

Auf  tausend  Menschen  kamen  1823  in  Wertheinheiten  von
Rindvieh  ausgedrückt  999,  am  Schluss  des  Jahrs  1849  1065  Stück.
Im  Amt  Künzelsau  kamen  in  gleicher  Weise  berechnet  am  Anfang
der  bezeichneten  Periode  580,  am  Ende  628  Einheiten  auf  tausend
Menschen.  Die  übrigen  Aemiter  des  Jagstkreises  mit  verhällnissmässig
  überwiegendem  Grossbesitz  Mergentheim,  Gerabronn,
Krailsheim  zeigen  ähnlich  gute  Resultate;  nur  haben  sie  verglichen
  mit  dem  Oberland  die  Eigenthümlichkeit,  dass  sich  dort
die  Fortschritte  mehr  in  der  Pferdezucht,  hier  mehr  in  der
Rindviehzucht  zeigen,.  wobei  aber  noch  bemerkt  werden  muss,
dass  der  Rindviehstand  in  den  Aemtern  des  Jagsikreises  überwiegend
  aus  Grossvieh  und  zwar  aus  Mastvieh  besteht.

Ueberblickt  ınan  nun  alle  diese  Angaben  und  Vergleichungen,
so  ist  die  Thatsache  eines  stärkeren  Fortschritts  im  Viehstand
und  eines  grösseren  Reichthums  an  Vieh  in  den  Distrikten,  wo
das  Theilungssystem  nicht  stattfindet,  im  Verhältniss  zu  den  entgegengesetzten
  ganz  ausser  Zweifel.  Keineswegs  wäre  nun  aber
der  Schluss  erlaubt,  dass  diese  Distrikte  in  gleichem  Verhältniss
  ärmer  oder  an  Wohlhabenheit  zurückgegangen  sind,
als  der  Viehstand  an  sich  schwächer  ist  oder  weniger  stark