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Gerichtshöfe Deutschlands auf dem Gebiete des
Urheber-, Muster-, Marken- und Patentrechts. Internationale
Verlagsanstalt. Berlin SW., Wilhelmstr. 10 [III], 38 S.
Finser’s Arbeit gelangt etwas spät zur Ausgabe, noch später zur Besprechung.
Wenngleich sie durch ihren recht wenig übersichtlichen Druck
die Benutzung nicht gerade erleichtert, so kann man ihr, durch eine nähere
Beschäftigung über ihren Werth belehrt, das Zeugniss einer werthvollen
Erläuterung dieses von der Literatur etwas stiefmütterlich behandelten Gesetzes
nicht versagen. Die zur Erklärung benutzte Literatur und Rechtssprechung
ist gut verarbeitet und in geschickter Gestaltung ihrer Ergebnisse
verwerthet. Mag auch das in Aussicht stehende Reichsgesetz über den
Schutz der Warenbezeichnungen ziemlich stark in das bisherige Recht eingreifen,
so werden doch Fıxser’s Erläuterungen bei Auslegung des neuen
Gesetzes, soweit es sich um Erläuterung übernommener Grundbegrifle handelt,
auch künftig beachtet werden.
Die Arbeit von Lass ist der erste, gewiss mühevolle Versuch einer
Zusammenstellung der deutschen Rechtsprechung auf jenem Gebiete, welche
nicht den vollständigen Wortlaut, sondern nur den Kern der wichtigsten
Erkenntnisse in möglichst knapper und scharfer Form wiedergiebt Den
betheiligten Kreisen in der juristischen wie industrieller Praxis wird dies Unternehmen
recht willkommen sein; gewiss wird es sich auch für Lehr- und Lernzwecke
als geeignetes Hülfsmittel erweisen. Leider gehört die Schrift zu denen,
welche in ihrem Titel nicht datirt sind und ausserdem in keiner Weise verrathen,
dass sie nicht selbständige Druckwerke, sondern nur Sonderabdrücke
sind. Die vorliegende Arbeit stammt, wie die meisten Schriften der Internationalen
Verlagsanstalt, aus der „Neuzeit“ den früheren „Immaterialgütern“.
Leipzig. Dr. G. Maas.
R. Beigel, Die Buchführung nach den gesetzlichen Bestimmungen
des deutschen Reiches und des Auslandes.
(v. Biedermann’s Sammlung praktischer Handbücher. IV.)
Leipzig 1891. F. W. v. Biedermann XIV [I] und 972 S.
Ein gutes Glied in der Reihe jener Handbüchersammlung. Der Rechtsstoff
ist, bei aller Kürze der Darstellung, sehr verständlich und anschaulich
behandelt. Die ausländische Gesetzgebung über Buchführungspflicht und
Beweiskraft von Handelsbüchern, sowie über Inventur und Bilanz der Gesellschaften
ist in erfreulicher Vollständigkeit angeführt. Die Rechtssprechung
ist zur Veranschaulichung hier und da herangezogen. Be£isEL’s Arbeit wird
durch ihre Zusammenstellung so vielen zerstreuten Materials nicht nur Kaufleuten,
zu deren Gebrauche sie wohl in erster Linie bestimmt ist, sondern
gewiss auch Rechtspraktikern manchen guten Dienst leisten, wenn ihnen die
grossen handelsrechtlichen Sammlungen nicht zur Hand sind.
Leipzig. Dr. G. Maas.