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mit einem andern kombinirt zu werden, denn das war eigentlich
Geist des Polytheismus, ander Gottesdienste mitzumachen,
um des Segens anderer Goͤtter theilhaftig zu werden. Hingegen
der auf seine väterliche Religion stolze Jude, bei dem
Beobachtung des mosaischen Gesetzes Jugendgewohnheit war,
konnte es unmoͤglich gleichguͤltig ansehen, sich auf einmal mit
dem bisher von ihm verachteten Heiden in eine Linie gesetzt
zu sehen. Seine Religion war fast nichts mehr als ein Hausen
äußerer Gebräuche, in denen selbst aber eine zur Verachtung
leitende Absonderung von den übrigen Nationen war:
und wie schwer verlieren sich solche Gebräuche, besonders Gebräuche
so feierlichen Ursprungs; Gebräuche, deren Vernachläßigung
so oft und so feierlich an ihren Voreltern bestraft
worden war; Strafbeispiele, die sie sich täglich aus ihren
beiligen Schriften vorlasen.
Bei diesen Umständen wäre vielleicht eine christliche Kirche
viel später zu Stande gekommen, wenn ihre Entwicklung nicht
durch Verfolgungen beschleunigt worden wäre, wenn man
nicht in derselben einige auszeichnende neue Gebräuche gehabt
haͤtte, durch welche das Volk, welches erst neuerdings lauter
sinnliche Gottesdienste verließ, mehr firirt wurde. Der eifrigere
Jude stieß seinen an dem neuerschienenen Messsas hängenden
Mitbruder zur Synagoge binaus, wie Dr. Luther mit
Gewalt zur katholischen Kirche hinausgestoßen wurde; den
Verfolgten zwangen auf diese Art seine äußeren Umstände zu
einem vortheilhaften weiteren Nachdenken; was er nie freiwillig
gethan haben würde, mußte er jetzt thun, von seinen
bisherigen Glaubensgenossen abgesonderter zu leben. Und
daß man an einem besondern Tage zusammen kam, daß man
ebei jedesmaligem Zusammenkommen Abendmahl hielt, hier sich
zu dem neuen Bekenntnisse immer gleichsam neu vexrpflichtete,
das beschleunigte die Trennung, das gab den