Full text: Bismarck Die gesammelten Werke. Band 2. (2)

24 Der Personenwechsel im Bundespräsidium. Graf Görtz. 
liche Feld einer Neuerung nicht zu betreten, sondern konnte einfach mit Recreditiven und 
Accredi[ti]ven wechseln; der Bogen Papier zu einer solchen Vollmacht kostet ja nicht 
mehr als ein andrer. Mit der Bitte mich Ihrer Frau Gemalin angelegentlichst zu 
empfehlen verharre ich ... 
24. Bericht vom 1. März 1855 an Minister v. Manteuffel, 
betr. den Personenwechsel in der Bundespräsidialgesandtschaft. — Vgl. Po= 
schinger II Nr. 99. 
25. Bericht vom 2. März 1855 an König Friedrich Wil= 
helm IV., betr. die Haltung der russischen Diplomatie in Deutschland. — 
Vgl. Poschinger II Nr. 100. 
26. Bericht vom 2. März 1855 an Minister v. Manteuffel, 
betr. die Neutralität der Schweiz bei den orientalischen Verwickelungen. — 
Vgl. Poschinger II Nr. 101. Hinter „besonnen“ auf der letzten Zeile S. 183 
fehlt: „und weitsichtig“. 
27. Bericht vom 5. März 1855 an König Friedrich Wil= 
helm IV., betr. die Einführung des Grafen Rechberg in die Bundesver= 
sammlung. Seine Wahl in die Ausschüsse. Erste Unterredung Bismarcks mit 
ihm. — Vgl. Poschinger II Nr. 102. 
28. Vertrauliches Schreiben an Minister v. Manteuffel. 
[Ausfertigung.] 
6. März 1855. 
E. E. erlaube ich mir in der Anlage Abschrift eines Briefes g. zu überreichen, den 
ein mir persönlich befreundeter Landedelmann aus dem Darmstädtischen an mich gerichtet 
hat.¹) In derselben Auffassung, von der der Verfasser ausgeht, sprach mir gestern Herr 
von Dalwigk, der mich auf Befehl Sr. K. H. des Großherzogs besuchte, um mir die end= 
lich vom Grafen Görtz über dessen Heimkehr aus Italien eingegangenen Nachrichten mit= 
zuteilen. Derselbe ist danach durch den leidenden Zustand der Gräfin zu einem längeren 
Aufenthalt in Süditalien, als in seiner Absicht lag, genötigt worden, und wird er nach 
der Meinung der Arzte erst mit Eintritt der wärmeren Jahreszeit nach Deutschland zu= 
rückkehren dürfen, so daß er nicht vor Juni wird in Berlin sein können. 
Herr von Dalwigk sagte mir, wie unangenehm es dem Großherzog sei, daß diese 
nicht vorhergesehene Zögerung in der Rückkehr des Grafen eintrete, und wie S. K. H. 
gern bereit seien, zum Behuf einer früheren Herstellung der regelmäßigen diplomatischen 
Beziehungen jedes Arrangement zu treffen, welches Sr. M. dem König genehm sein werde. 
Ich weiß nicht, ob es den Ah. Intentionen S. M. entspricht, vor der Rückkehr des 
Grafen Görtz zu einem anderweiten Auskunftsmittel zur Herstellung einer geregelten Ver= 
tretung die Hand zu bieten. Wenn es der Fall wäre, so könnte ich bei Herrn von 
¹) Vgl. Auszug daraus bei Poschinger II 185 Anm. 2.