Full text : Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913.

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2.  Hinter  dem  durch  Ziffer  1  geänderten  Absatz  ist  als  neuer  Absatz  einzurücken:
Solange  die  Verlängerung  der  Fristen  des  Wechsel-  und  Scheckrechts  besteht,
kann  die  Post  damit  betraut  werden,  neben  der  Wechselsumme  auch  die  vom  Tage  der
ersten  Vorzeigung  des  Wechsels  an  fälligen  Wechselzinsen  einzuziehen  und  im  Nichtzahlungsfalle
  deswegen  Protest  zu  erheben.  Wird  hiervon  Gebrauch  gemacht,  so  ist
in  den  Vordruck  zum  Postprotestauftrag  hinter  „Betrag  des  beigefügten  Wechsels“  einzutragen
  „nebst  Verzugszinsen  von  6  v.  H.  vom  Tage  der  ersten  Vorzeigung,  nämlich
vom  ........  ab“.  Der  Zeitpunkt,  von  dem  an  die  Zinsen  zu  berechnen  sind,  ist
nicht  anzugeben,  wenn  die  Post  die  erste  Vorzeigung  des  Wechsels  bewirkt.  Hat  der
Auftraggeber  die  Einziehung  der  Zinsen  verlangt,  so  wird  der  Wechsel  nur  gegen  Bezahlung
  der  Wechselsumme  und  der  Zinsen  ausgehändigt,  bei  Nichtzahlung  auch  nur
der  Zinsen  aber  wegen  des  nicht  gezahlten  Betrags  Protest  mangels  Zahlung  erhoben.
3.  Vorstehende  Anderungen  treten  sofort  in  Kraft.

Berlin,  den  26.  Oktober  1914.
Der  Eeichskanzler.

In  Wertretung:
Kraettke.

 

(Nr.  168.)  Ministerialbekanntmachung  über  die  Zusammensetzung  der  Kommission  zur  pharmazeutischen
  Vorprüfung  für  die  Jahre  1915,  1916  und  1917.
Auf  Grund  der  Bestimmung  in  §  3  der  Bekanntmachung  des  Herrn  Reichskanzlers
  vom  18.  Mai  1904,  die  Prüfungsordnung  für  Apotheker  betreffend,  wird
hierdurch  bekannt  gemacht,  daß  die  Kommission  zur  pharmazeutischen  Vorprüfung
auf  die  drei  Jahre  vom  1.  Januar  1915  bis  zum  31.  Dezember  1917  folgendermaßen
  zusammengesetzt  ist:
Vorsitzender:
der  Referent  für  Medizinalangelegenheiten  in  dem  unterzeichneten  Staatsministerium,
  Geheime  Medizinalrat  Professor  Dr.  Gumprecht  hier,
Mitglieder:
der  Hofapotheker  Medizinalassessor  Dr.  Julius  Hoffmann  hier  und
der  Apotheker  Professor  Dr.  Hermann  Matthes  in  Jena,
stellvertretendes  Mitglied:
der  Apotheker  Dr.  Eduard  Stütz  in  Jena.

Weimar,  den  7.  Dezember  1914.

Großherzoglich  Sächfisches  Staatsministerium,
Departement  des  Innern.
Anteutsch.

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