Volltext : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierzehnter Band. (14)

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Alinga.  Und  der  Kaiser  wird  nie  wieder  eine  Gesandtschaft
  schicken,  wenn  er  nicht  vorlaͤufige  Hoffnung  hat.

Cecil.  So  bleibt's  also  dem  lieben  Gott  überlassen.

Alinga.  Sie  koͤnnten  vielleicht  doch  der  Königin  vorstellen,
  wie  vollig  unverfänglich  es  ist,  wenn  sie  geruhen  wollte,
vorläufig  gegen  meinen  Herrn  sich  zu  erklären,  der  es  alsdann
gewiß  am  kaiserlichen  Hofe  so  betreiben  wird,  daß  eine  ansehnliche
  Bewerbungs-Gesandtschaft  kommt.

Cecil.  Dazu  wird  kein  Sterblicher  die  Königin  bewegen.
  Sprechen  Sie  aber  mit  einigen  Lords,  daß  sie  die
Königin  zur  Vermählung  mit  dem  Prinzen  Karl  überreden
sollten.

Alinga.  Leider  kann  ich  dieses  nicht  thun.  Sonst
würde  ich  als  ordentlicher  Heiraths-Nogociateur  erscheinen.

Cecil.  Ich  sehe  aber  doch  in  der  That  nicht  ein,  wie
sich  der  österreichische  Prinz  schämen  darf,  die  Hand  einer  so
hroßen  Konigin  zu  suchen.  Fuͤrwahr,  Philipps  Vermaͤhlung
mit  Maria  waͤre  nie  zu  Stande  gekommen,  wenn  nicht  Philipp
  selbst  gekommen  waͤre.

Wir  wurden  endlich  eins  mit  einander,  die  Sache  von
dieser  Seite  vorzustellen.  Da  die  Erneuerung  der  Traktaten
  von  beiden  Seiten  großen  und  fast  unüberwimdlichen
Schwierigkeiten  ausgesetzt  sey,  so  babe  es  mein  Herr  übernommen,
  dazwischen  zu  treten,  und  deßwegen  müßte  er  der
Gesinnungen  von  beiden  Theilen  versichert  seyn;  er  lasse  also
auch  die  Königin  um  ihre  Erklärung  bitten.

Ich  bat  also  bei  dem  Staatssekretär  um  eine  nochmalige
Audienz  bei  der  Königin,  die  ich  auch  den  nachfolgenden  Tag
Nachmittags  nach  drei  Uhr  erhielt.

In  dieser  Audienz  wiederholte  ich  zum  Theil  mit  noch
mehreren  und  stärkeren  Gründen  die  in  der  vorigen  Audienz
angebrachten  Vorstellungen.  Da  ich  in  meiner  Rede  die  Ehe