französische 3. Armee, die durch beftige Angriffe aue östlicher und südöstlicher
Richtung unsere Armeekorps zum Winschwenben gezwungen hatte.
Statt Revigny zu erreichen, erwehrte sich das VI. A. N. wütender Vorstöße
aus den Wäldern um Oillotte und stand abends etwa in Linie
Villers aur Vents — Dillotte. Das XIII. A. R. erreichte nach heftigem
Tageskampf die Linie VDaubecourt — Evres ohne Anschluß an das VI. A. R.
Am schwierigsten gestalteten sich die Kampfverhältnisse für das Rorpe des
Generale v. Mudra. Es mußte sich schon um Bulainville an der Aire
schlagen, um Raum für selnen Dormarsch in der Richtung auf Bar le Duc
zu gewinnen. Dann wurde seine südliche 34. J. D. bei Beauzée aue
südöstlicher Richtung, und die 33. J. D. aus Gegend Zelppes — Souilly
angegriffen. Sie drehte nach Osten ein und gewann schwer kämpfend
allmählich die Linte St. André—Ippêécourt. Das VI. R. R., auf dem
Marsche in den ihm zugewiesenen neuen Beobachtungsabschnitt gegen
VDerdun durch Tlermont befindlich, wollte dem XVI. A. R. auf Ippécourt
zu Zilfe eilen. Indessen selbst durch Angriff von Derdun her bedroht,
mußte es mit der II. R. D. gegen den Cousance-Abschnitt bei Julvocourt,
mit der I2. R. D. bel Jubeécourt einschwenken. Ich suchte den Kommandierenden
General v. Goßler auf seinem Gefechtsstande bei Rarécourt auf
und fühlte unter dem Windruck der bie dorthin verirrten Granaten den
ganzen Ernst des Tages. Nördlich bei Haroto nahm die Landwehr-Dlvision
den ihr befohlenen Anschluß, war nun aber völlig außerstande,
den ganzen Raum bie zur Maas abzuschließen. urzerhand wurde die
abtive 77. Infanterie-Brigade des V. R. R. vom Cstufer über die Maas
gezogen. Alles kam darauf an, auf der weiten Armeefront den tobenden
Rampf zu nähren, und dazu bedurfte es des unbedingten Schutzes
der einzigen großen Straße östlich der Argonnen. Win aufgefundener
Befehl des Generalissimus Joffre kennzeichnete am besten die Lage: „Im
Augenblick, wo die Schlacht um die Rettung des Vaterlandes anhebt, darf
keiner rückwärts schauen. Alle RKräfte gehören dem Angriff, der Zurückwerfung
des Feindes. Die Truppe, die nicht mehr vorwärts bommt, muß,
boste es, was es wolle, den erstrittenen Boden festhalten und eber sterben als
zurückweichen. Angesichte der Kriegelage ist beine Schwäche zu duldenl!“
Dieser Befehl bestätigte den überall gewonnenen Eindruck, daß der
Feind „zur Rettung dee Vaterlandes"“ sich auf seiner ganzen Front zu
entschlossenem, wohlvorberettetem Gegenangriff aufgerafft hatte. Als die
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