Volltext : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1861. (38)

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Bei  Rücksendungen  findet  eine  Erhebung  von  Porto  und  Gebühr  für  den  Rückwen
nicht  statt.  Für  die  Nachsendung  wird  nur  das  Porto  —  ohne  die  Gebühr  —  noch  ein.
mal  angesetzt.

10)  Wenn  ein  Brief,  auf  welchen  eine  Baareinzahlung  stattgefunden  Gat,  nach  dem
Aufgabeort  zurückkommt,  so  wird  solcher  dem  Absender  zugestellt  und  ihm  der  eingezahlte
Betrag  zurückerstattet.  Der  Absender  muß  darüber  auf  dem  zurückzugebenden  Einzah.
lungs-Schein  quittiren.  Ist  der  Absender  nicht  bekannt,  so  wird  der  Brief  wie  andere
unbestellbare  Werthsendungen  behandelt.

Vierter  Abschnitt.
Estafetten.

K.  73.
Gegenstände  der  Estafetten-Beförderung.

1)  Zur  estafettenmäßigen  Beförderung  im  Inlande  werden  Briefe  und  andere
Gegenstände  angenommen,  welche  sich  nach  Beschaffenheit  und  Form  zur  Verpackung  in
die  Estafettentaschen  eignen.

Das  Gesammtgewicht  einer  Sendung  soll  in  der  Regel  6  Pfund  nicht  übersteigen.
Dienstliche  Sendungen  werden  so  weit  als  thunlich  auch  bei  höherem  Gewicht  befördert.

2)  Die  Sendungen  müssen  gehörig  verpackt,  versiegelt  und  adressirt  seyn.  Die  Aoresse
muß  auch  das  Verlangen  der  estafettenmäßigen  Beförderung  enthalten.

3)  Eine  Werthsbeklaration  ist  nicht  zuläßig.

g.  74.
Aufgabe  und  Frankirung.
1)  Estafetten-Sendungen  können  nur  bei  den  Briefpost-Erpeditionen  an  solchen
Orten  aufgegeben  werden,  an  welchen  sich  entweder  eine  Postbalterei  befindet,  oder  von
wo  ab  die  Beförderung  mittelst  der  Eisenbahn  bewirkt  werden  kann.