Aummer 66
osentelmer Anzeige?
d#enstag, 23. März 7972
nen die gröhte bei einem Pedalumgang 900
Meter Weg zurdcklegt, während e## leinste
2 Meter beschreibt. Sektion ladet besonders
auch ihre usubtigen Mitglieder sowie Gäste
zu diesem Abend ein
Der Kath. Gesellenverein Rosenheim
gab am Sonntag-Abend im Anschluß an
sein 59. Stiltungsfest im Gesellenhaus bei vollbesetztem
Saale das Schauspiel „Schatten der
Schuld“ von Heinrich Houben. Unter anderen
war auch der gesamte Stadtllerus anwesend.
Das. Schauspiel zerfällt in 4 Alte, die alie
feinsinnig ourchgearbeitet sind. In der Besetzung
der Nollen sinden wir wieder lanter bemährte
Leute, wie die Herren Mirowsky (Baron
von Storm), Sedlmeier (Leutnant Mar
von Harlort), Braun (Erich von Worning),
Leonhard Pau!l (Baron von Bodbeim).
Frl. Gradl (Emeline von Schleden) und F#l-Schustetter
(Luzie von Bodheim). Auch die
anderen Teinnehmer entledi gten sich ihrer Aufgaben
mit großem Geschick. Das Stück zeigte
schönes Jusammenspiel, weshalb der Erfolg
nicht aneblieb. Die Träger aller Rollen bekundeten
anse neue Geschick und Talent und
spielten mit anerkennenswerter Hingabe und
nollem Verständnis somwohl in den ernsten wie
auch in den mehr beiteren Szenen. „Bersdurer
verfehlte der letzte! Alt mit seiner Tragik auf
der einen Seite, aber auch mit seinen 1 frendigen
Ueberraschungen auf der andern die gerünschle
Wirkung nicht. Die Aufführung war für Dilettanten
ein gutes Stück Arbeit, die mit proßer
BVravour und Sicherheit durchgeführt wurde.
Das Stiltungsfest fand eine würdige Einleitung
am Vormittag durch die Generalkommunton,
an welcher die Mitglieder, Atwoe wie
bassive, in überaus großer Zahl sich beteiligten.
In festlichem Zuge kabe h. der
Verein unter Vorantritt des Stadtorchesters
und drei Tamboure der Jugendabteilung zur
Kirche. In gleicher Weise bewegte sich der
Zug nach dem Gottesdienst über den Mar
Josefsplatz zum Gesellenhaus. Im nächsten
Jahre kann also der Verein sein sechsigjähriges
Jubiläum feiern.
Schachtlub Rosenheim. Am verganugenen
Frcitag fand im Gasthof Grabichier unter
zahlreicher Beteiligung der Klubmitglieder
ein Scherztombolaturnier statt, wosür eine Reihe
hübscher Preise aus dem Klubvermögen geseiflet
wurden. Nach der Begrüßung der erschienen
Mitglieder durch Herrn Setrelär Klieber
begann das Spiel, das sich in zünf Gängen
abwickelte. Für die ersten zehn Züge waren je
für die solgenden je 30 Sekunden festgesetzt.
Die jeweiligen Sieger schieden aus. Etwasnach
11 Uhr war das Turnier beendet und
nun folgte die Verteilung der ausgesetzten
reise, die allgemeine Befriedigung fanden.
Hossentlich hat diese Veranstaltung das Interesse
am Schach in Rosenheim wieder neu angeregt!
In den Dienst der Wohltätigkeit
stellt sich auch heuer wieder die Tischrunde e
„Emoa Schnobelwoad“ in der Auer-Bierhalle.
Anerlennenswerterweise kleidet sie ein armes
Möchen, das heuer zur ersten bl. Kommunion
geht, vollständig. Es wäre sehr zu begrüßen,
wenn dieses löbliche Vorgehen immer meh:
Nachahmung finden würde.
Der erste Sonntagim ungenFrühling
hat sich wider alles Erwarten voringlich
angelassen. Am Sametag noch NRegen und
Schneetreiben bie in den Abend hinein, am
Sonntag aber prächtiges sonniges Frühlingswetter.
War das eie Lust zum Spazierengehen!
Ganze Schaten pilgerten hinaus, wit
der Babn und zu Juf. überall war es sebentig.
Der Aufenthalt im Freien war sehr angeneb ,
die Sonne schien recht warm, nur hie und da
ließ ein srischer Luftzug merken, daß im Gebirge
bis tief herab Neuschnee gefallen ist.
ege der erste schöne Frühlingotag noch viele
Nachfolger finden! Leider konnte man auch
gestern wieder sehen, wie das junge Grün
gar vielsach förmlich geplündert wurde. Unlere
„liebe Jugend“ mißhandelte 3. B. die Wei—
den ganz unbarmherzig, so daß im Gebiete
der Mangfallauen mancher Baum ein gar
liägliches Aeußere bietet. Alle Verwarnungen
scheinen also unbeachtet zu verhallen, so daß
wohl Strafanzeigen unausbleiblich sein werden.
Gestohlen murde in der Zeit vom 1. bis
8. März 1914 vom Auslagenfenster eines
Schuhmarengeschäftes in der Innstraße dahier
drei Paar Herrenschnürschuhe, ohne dah die
Person des Täters bis heute hätle festgestelll.
nerden können. Da in letzter Zeit mehrere
Auslagendiebstähle vorgekommen sind, wird vermutet,
daß es sich wohl um eine und dieselbe
Persönlichkeit handeln dürfte, welche die gestohlenen
Sachen bei Gelegenheit wieder an
den Mann zu bringen bestrebt sein wird. Des-
halb wird ersucht, bei derlei Kaufangeboten
die Namhastmachung der Verkäufer festzustellen
und hievon der nächsten Polizeibehörde
Mitteilung machen zu wollen.
Ein Freund am häuslichen Herd
will der „Rosenheimer Anzeiger“ allen
sein, die zu ihm halten. Er kennt seit Jahren
die Bedürfnisse der heimischen Bevölkerung und
trug ihnen getreulich Rechnung, Tauzende
treuer Leser haben dies längst erkannt und sich
den „Nosenheimer Anzeiger“ als Heimatblatt
erkoren, weil er keinen Vorgang im eigenen
Lande und in der weiten Welt draußen unbeachtet
läßt. Möchten sich dessen alle zum
lommenden Quartalswechsel erinnern!
—
Cichtbildervorlräge über Bauarbellerschutz
z heimishe Bauwelse.
Rosfenheim, 23. März.
Nach einer Mitteilung in der letzten Magistratssigung
haben wir bereits belannt gegeben,
daß am nächsien Sonntag hier ein Vortrag
über heimische Bauweise stattsindet. Im „Nolenheimer
Amtsblatt“ finden wir nun folgende
Belanntmachung des K. Bezirksamtes bierüber:
In erster Linie für die Baugewerbetreibenden,
aber auch für sonstige Interessenten werden
demnächst in Rosenheim und Prien Lichtbildervorträge
über Bauarbeiterschutz und hei.
mische Bauweise abgehalten werden. Die Vorträge
sind vom K. Bezirksamte (in Nosenheim
in Verbindung mit dem Stadtmagistrate)
veranstaltet. Als Vortragende sind gewonnen:
Für die Vorträge über Bauarbeiterschutz der
Vorstand des K. B. Arbeitermuseums, K. Gewerberat
Karsch in München, für die Vorträge
über heimische Bauwcise K. Professor
Thiersch an der Technischen Hochschule in München.
Ueber letzteres Gebiet wird voraussichtlich
noch ein zweiter Herr sprechen, doch steht
dus. noch nicht fest. Die Vorträge finden
talt
in Rosenheim am Sonntag, den 23. März,
1914, vorm. 1011 Uhr, im großen Snole des
Hotels „Deutscher. Kaiser“,
in Prien am Sonntag, den 5. April 19134,
nachmittags 2 Uhr, im großen Saale des
Hotels „Bayerischer Hof“.
Es ergeht der Auftrag, die im Gemeindebezirke
ansässigen Baugewerbetreibenden sowie
sonstige Interessenten zu diesen Vorträgen einzuladen;
insbesondere in auch das Erscheinen
der Herren Bürgermeister selbst, welche in
erster Linie beim Vollzuge der einschlägigen
Vorschriften mitzuwirken berufen sind, erwünscht.
Auch andere Mitglieder der Gemeindeverwaltungen,
dann die Herren Vorstände und Mitglieder
der Kirchenverwaltungen, die Herren
Lehrer, usw. werden Interesse an den Vorträgen
haben. — Ein Eintrittsgeld wird für die
Vorträge selbstverständlich nicht erhoben.
Das Frhsaheclonger des
Orcheslervereins.
Rosenheim, 23. März.
Das Frühjahrskonzert des Rofenheimer Orchestervereins,
welches am 22. Mär; im Hofbrausaale
stattsand, war ein sel tenes und bedentendes
musikalisches Ereignis in hiesiger Stadt.
Brachte es doch als Hauptmwerk Beethovens
nnvergleichlich, monnmentale C- Moll. Symphonie,
op. 67, die, der mittleren Schaffensperiode
des Meister- entstammend, durch ihren
genialen einheitlichen Aufbau, ihre prägnant:
Rhythmik und ihren großen Melodienreichtum
noch heute, 107 Jabre nach ihrem Entstehen,
dem Künpier wie dem Laien gleiches Entzücken
bereitet. Welche Begeisterung und Arbeitsfreudigkeit
muß in einem Musikdilettan: enverein
herrschen, der ich an die Ausführung eines
solchen Werkes wagt!
Wir wollen es gleich lonstatieren: der Orchesierverein
hat seine Aufgabe in einer für hiesige
Verhälrnisse geradezu glänzenden Weise geleft.
Ein reich besetzter Streicherchor (12 zrste.
10 zweite Violinen, 5 Violen, 3 Celli,
Contrabässe), nur von hiesigen Herren gestellt,
hat sich mit intensiveni Fleii; und bingtben.
der Liebe bemüht, die technischen und rhothmischen
Schwierigleiten zu bezwingen. Aufrichtige
Bewunderung erweckten die Contrabässe,
□
Alle Welt no.7
die ohne jegliche Unterstützung ron Berufsmusikern
ihren sehr schönen Part glänzend
und auch Sie lingen co
CLein: ½, wenin Siceni
ciligen Jalrikanon ist sie lür alle Zweche
erledigen, i
in einpcuiichelien Stüchen mit wertwo-Schwalbenseife
1 eeignet. wo
iix huug hroßtarlig. verbrauch! „ st Were #m und walsche und bleicht zu glelche
c amd Stärge der guten allen Kernsetse in in ihr in gl.#chuch= #er Wrije vereinigt mit den neuesten
Vrribt genschalten ron Missenschaft und Hin Muchh in „15%1½. N.
" A#le Welt runs ihr Lobl Zwel Goldene Staalsmedai#ken!
K. B. Hofseifenfabrin Ph. Benj. Ribot in Schwabach (Bayem.)
— s
Vorrellhasiente Geschenk####n Mtrllebe und n Sochen!
meisterten. Die Bläser waren ergänzt durch
Münchener Mufiker, sowie durch einige Mitglieder
der Kapelle Aibling und Rosenheim.
Kapellmeister Oskar Meyer bekennt sich in
der Auffassung der Tempi zur wagnerischen
Schule. Er nahm die vielumstrittenen Anfangstakte
des ersten Satzes in mitllerem Zeitmaß,
wuchtig, aber nicht zu langsam; ein ruhiges,
nicht überhetztes Allegro lieh uns die
Schönheiten Melodik und Instrumentation
des ersten Satzes voll genießen.
Der 2. Satz (Andante con moto As- Deng.
welchen die Violen und Celli mit anerkennen
werter Reinheit einleiteten, atmet Frieden. Noch
überstandenem Kampfe ein Bewußtsein labender
Ruhe und sonnigen Wohlbehagens. Dazwischen
mischt sich wohl ein wenig Resignation,
aber nur im Widerschein völliger Ueber#endung.
Die prächlige Wiedergabe dieses lang
samen Satzes hinterließ einen tiefen Eindruck;
Halhbläser und Streicher wetteiferten, um allen
Feinheiten gerecht zu werden.
Der 3. Satz läßt den Sonnenschein und die
gute Laune des 2. wieder verschwinden. Ueber
den beiden Hauptthemen liegt! ein düsterer Jug,
aus dem der alte kühne Trotz mit herausfordernder
Miene schaut. Den Celli und Bäs.
sen wird die Hauptausfgabe übertragen, sie wollen
auch den „Humor“ nicht ganz verlieren
und leiten mit einem Fugato den C. ur-Teildieses
Satzes ein. Doch eine Rückkehr in das
düstere C-Moll läßt die Streicher auf lang
ausgesponnene tiese Akkorde sinken, die Pauke
mahnt nochmals an das „Klopfen des Schldsalo“
eine Schwuüle lagert über dem Ganzen
wie vor dem Ausbruch eines Gewitters. Endlich
läht der Aufstieg der 1. Geigen und das
unablässig pochende C der Pause das Ende
des „Kampfes“ ahnen; noch ein kurzes Crescendo
der Streicher, Oboen und Hörner und das
Siegesiinale mit seinem freudigen (-Dur, der
Tonart des „Lichts“ bricht herein.
Beethoocn wendet in diesem Schlußsatz eine
für die damalige Zeit starke Orchesterbesegung
an: drei Posaunen, drei Fagotte (Contrasagott),
drei Flöten (Piccolo). Wir sind dem
Orchesterverein außerordentlich dankbar, daß
er teine Mittel gescheut hat, uns das Werl
restlos in der Originalbesetzung vorzusühren.
Beionderer Dank aber gebührt dem Dirigenten
Herrn Oskar Meyer, der es fertig nebracht
hat, lurz nach der für den allgemeinen Probenbeiuck
so gefährlichen Karnevalszeit, die Sym.
pbonie auszuführen; es ist dies unseres Wissens
die erue Aufführung in Nosenheim.
Eingeleitet wurde das Konzert durch Wagners
Jugendwerk: „Introdurtion und Chor der
Friedensboten aus Rienzi“, welches durch reizvolle
Melodik anregend nirlte auf den Genuß
des Beethovenschen Riesenwerles.
Der zweite Teil des Programms war, wie
üblich, der populären Musik gewidmet. Der
ewig schöne Kaiser- Frieorich- Marsch versetzte
nun das Publilum in eine andere Sphäre der
Tonkunst. Doch war auch in diesem Teil eine
gewisie Vornehmheit in der Auswahl der Slücke
gewahrt; wir hörten einige reizende Nippsachen:
ein amcrilanisches Lied aus Florida
„Olod Folks at home"“, das in seiner hrorialischen
Kontrapunktik außerst interessant llang,
lerner „Was Blumen träumen“, ein allerliebües
Walzerintermeno. Der Solist des Abends,
Herr G. Krug, Solotrompeter und Chorführer
der Regimentsmusik des K. 2. Insanterie-Regiments
in München, trat nunmehr auf den Plan
und brachte eine Fantasie für Piston „Edelweiß
vom Semmering“ mit Orchesterbegleitung
zu Gehör. Herr Krug ist den Roenheimern
lein Fremder mehr; er hat auch diesmal
seinen alten Ruf glänzend berährt Sein
Ansatz ist bis in die höchsten Lagen sicher,
sein Ton rein und ausgeglichen, sein Vortrag
hio in die kleinste Nüance durchdacht; der Beisall,
den der Künstler erntete, war wohlverdient.
Eine Potpourri „Dur und Moll“ von Schreiner
und einige kraftvolle Märsche beendelen
den herrlichen Abend.
Das Konzert sand von seilen unseres ill,
liebenden Publikums die beste Würdigung. Der
Besuch war sehr gut und die künstlerischen!? Vorträge,
namentlich die Schönheiten oer Somphonie,
wurden mit größtem Jlueres aufgeder
Anertennommen.
Das äußere Zeichen
nung dasür war spontaner Beifall, der in
reichstem Maße gerne gezollt wurde. Herr
Kavellmeister Meyer hat sein Wirken un
Schassen abermals im besien Lichte gezeigt.
Er hat mit diesem Konzert den Orchesterverein
auf eine Höhe geführt, die vielen vielleicht
unerreichbar erschien. Das Wagnis ist ihm
vortrefflich gelungen; wir beglückwünschen dazu
ihn und die Kräfte, Die sich ihm zur Serlfügung
stellen.
Zhre Mbeil tun. De Schwalbenfeike
soh n; insolle einer canz eigeninl,
die rortt schne Eil und gut und H#ndiuch- en
er Zeit!
siang“ ũberall zu haben, echt aber nur
nuf dem nsan- »Ur—
Aus dem Gerichkssaale
Eine Jahrmarktsrauferei.
München, 22. März. In der Botenwirtschaft
zu Traunstein, w? am 16. Norember
1913 gelegentlich des Jahrmarktes die übliche
Tanzmusik veranstaltet nurde, kam es
einer Nauferei zwischen den Burschen 53
Traunstein und Hochberg, an der sich der Taglöhner
Franz Glück von Kraunktein, —
knecht Lud#wig Fröschl von Peterslirchen. der
Diensilnecht Ändreas Angerer non Teisendot
der Taglöhner Karl Resch von Traunstein,
der Bauerssohn Joh. Hornauer von Nill (Gem.
Hochberg, der Dienstluccht Johann Eisenbich.
ler von Fraustätt, der Taglöhner Jos. Ham,
mer von Traunstein und der Schmied Joh.
Lindner von dort beteiligten. Gluck wmurde m
die Türe gedrängt, und erlitt Schläge auf den
Kopf mit einem Schlagring, die nicht unbtdingt
tödlich gewesen wären; doch trat in der
Folge eine Lungenentzündung ein, oie der
Tod des Glück herbeiführte. Gegen Eisenbich
ler, der dem Glück Die Schläge versetzt habesoll,
wuroe Anklage wegen Körperverlet#nz
mit Todesfolge erhoben; die übrigen Bin
schen wurden angellagt, in schuldhafter Weise
an einer Schlägerei sich beteiligt zu haber
durch welche der Tod eines Menschen ver#t#
sacht worden ist. Eisenhichler rühmte sich seiner
Tat und Figte seinen noch b'ntih::
Schlagring her. In der Verhandlung gab #rzu,
dem Glück mit diesem Werlzeng einen Sch
versetzt u haben. Die übrigen Angeklaguwollten
glauben machen, lsie hätten sich erst ##
dem Raufhandel beteiligt, als Glück schon sch vt:
verletzt war; der Angeklagte Resch stelite ied:
Beteiligung in Abrede. Eisenbichler erhiell?
Jahre Gefänqnis, Angerer, Hornauer um
Fröschl 3 Monate 15 Tage, Hammer, -b
und Resch wurden ireigesprochen.
Ein ungeratener Sohn.
München, 21. März. Der 19 Jahre alz
Kaufmann Rupert Pichler von Freising, de
duro, Sherlock Holmes- Lektüre auf Abwege gt.
raten war, kam mit seiner Mutter, bei dere
wohnte, öfters in Streit, wenn die Mutter ihn
vorhielt, daß er zuviel Gelo brauche, wobe:
der Nohling seiner eigenen Mutter oft Schä#r
versetzte. Am 23. Januar lam e wieder;
einem Streit. Plöniich ariff der junge inler
zum Messer und stieß es seiner eigene
Mutter in den Unterleid, so daß ese 14.00g2
in Lebensgefahr schwebte. Al= sie im Klar,
lenhause lag. schlich sich Pichler mit seinen
Freunde Nauch in die Wohnung und sar
000 Mék., woraus beide nach Paris fuhrer
mo er und sein Genosse Rauch vas Geld
einigen Nächten verschwe#ndelten Nauch o':
schwand, Pichler, der mitleilos dastand, wat:
sich an den Deutschen Hilsoverein, worauf erc
Deutschland ausgeliesert wurde (i#cier wurn
orm Landgericht Munchen II wen#n Körperve
letzung zu zwei Jahren Gesönmie verurtei-Wegen
des Diebstahls katte d'i'e Mutter ke#-Anzeige
erstattet.
Bücherschau.
„Westermanns Monateheste“ haben stoebe
! —
wi
ihre Aprilnummer erscheinen lassen, die wie #t
Vorgängerinnen wieder einen reichen, mil s
nem Geschmack gebundenen Stcauß unterhalle
der und belehrender Beiträge bringt. do
det man, um nur das Wichtigsie m nennen,
nächsl an belletriftischen Beiträgen die #=haltvollen
Romane „Gottesurtcil“ ven #W.
nes Harder und „Eniil Himmelheber“ ##-Anton
Fendrich, sowie die graziösen „(#beshe
ten aus dem Trödlerladen“ von Eduard #.
pralik. Der bildenden Kunst oient die ?
illustrierte Studie Rudolf Curdts über #
Maler und Nadierer Beinrich Eidmann r
die mit 20 Abbildungen illusirierte Rundsch
„Die bildenden Künsie“, worin Dr. Mar
born die bedeutenderen künstlerischen Ere G
der letzten Monate kritisch würdigt. Dasieleistet
für sein Gebiet Dr. Georg Schünen
in der „Musikalischen Nunoschan“ und für w
des Dramas Dr. Friedrich Düfel in der „d#
Faatischen Nundschau“ „, die gleichfalls beide ##
lustriert sind. In demselben Aprilhe#t :
net Generalmajor z. D. von VobW ein ".
rakterbild des greisen Generalseldmarich--)
Grasen Haeseler, während Prof. Julius
Pflugk-Harttung den Lesern „Napolcons Eed
ror Augen führt. Durch „Klingsors Jaus
schlok“. führt Margarethe ron Schuh-Man##
wicz die Leser in einer reich illustrierten poeempfundenen
Phantasie und Alfred Wien s
sie Wesen uno Wert des slandinavischen i
ters Knut Hamsun kennen. Den künstlersfe
Schmuck geben dem Uprilheft technisch auf b
vollendetste ausgeführte ein= und mehrfar
Einschaltbilder.
Schwalben-Seifel
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