Full text: Der Leumund der Sachsen

Vorwort. 
Den Leumund der Sachsen will nachstehendes Schriftchen 
verkünden, d. h. es will eine Susammenstellung von Urteilen 
darbieten, welche Fremde im weiteren und im engeren Sinne 
über die Eigenart unfres Dolkslebens abgegeben haben. Daß 
es eine solche Eigenart gibt, ist unzweifelhaft. Denn wie ver- 
schiedenartig auch die Urbestandteile gewesen sein mögen, deren 
Dereinigung im TLaufe der Seit den sächsischen Staat bilden 
sollten, sie sind wirklich zu einem in sich abgeschlossenen Ganzen ver- 
schmolzen. Dazu hat natürlich der Umstand, daß ein Fürsten- 
haus acht Jahrhunderte lang über diesen Staat herrscht, wesent- 
lich beigetragen, denn dasselbe hat immer einen festen Kern im 
Leben des Staates gebildet, es hat dem Ganzen seine Eigen- 
tümlichkeit erst aufgeprägt und dann dieselbe erhalten helfen, 
es hat eine heilsame Überlieferung geschaffen, durch welche die 
Anpassung des Meuen an das Alte sehr erleichtert und der 
Stoß gewaltiger Seiterschütterungen aufgefangen ward. 
Das Werden dieses großen Ganzen ist auch von andern 
als von solchen, die unmittelbar davon berührt wurden, beobachtet 
worden. Desgleichen ist zu allen Seiten das Gewordene immer 
bemerkt und besprochen worden; denn Sachsen hat nicht nur als 
einer der wertvollsten Zestandteile des Deutschen Reiches stets 
auf dessen Entwickelung einen großen Einfluß gehabt, sondern 
infolge besonderer Derhältnisse, welche im nachstehenden Werkchen
	        
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