Volltext : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1816. (11)

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Diejenigen  Individuen  nun,  welche  sich
derselben  unterziehen  wollen,  besonders  die
von  der  Universitaͤt  abgehenden  Kandidaten,
welche  sich  irgend  einem  StudienLehramte  zu
widmen  gesonnen  sind,  und  von  welchen  besonders
  diejenigen,  welche  sich  auch  bei  der
theologischen  Pruͤfung  einfinden  muͤssen,  dieß
bei  ihrer  Anmeldung  zu  bemerken  haben,  damit
  sie  bei  dieser  Prüfung  zu  der  Koncurswoche
  einberufen  werden,  auf  welche  unmittelbar
  das  Eramen  der  StudienLehramto  Kandidaten
  folgt,  werden  hiemir  aufgefodert  sich

innerhalb  6  Wochen  mit  der  Angabe  ihres

damaligen  und  künftigen  Aufent
haltsortes,  ihres  Varerlandes,  ihrer
  Studien,  ihres  Alrers,  samt
den  hiezu  gehörigen  Zeugnissen
und  Belegen,  welche,  so  wie  das
Bietgesuch  selbst,  alle  in  duplo  ein
zureichen  sind,  bei  der  unterzeichneten  Scelle#
anzumelden,  sich  aber  übrigens  inzwischem
mie  der  Instruktlon  zur  Prüfung  der  zum
#Lehramte  an  den  Studien  Schulen  oder  Studien
  Instituten  sich  anmeldenden  Kandidaten
(siehe  Regierungsblate  309,  Stück  LXIXI.)
senau  bekanne  zu  machen.

Und  da  auch  in  Folge  einer  allerhöchsten
Verfügung  vom  13.  November  1814  diejenigen
  StudienLehrer,  welche  in  der  Aufnahms-Prüfung
  nur  die  Zte  oder  ##e  Qualifikations=Note
  erhalten  haben,  sich,  wenn  ste  um  eine
kehrstelle  an  einem  Progymnasium,  oder  um

eine  Professur  au  einem  höhern  StudienIn“

Kicur  sich  bewerben  wollen,  einer  auderweiten
Prüfüung  sich  zu  unterziehen  haben,  so  wer-————



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den  diejenigen  Individuen,  welche  sich  in  diesem
  Falle  besinden,  unter  den  naͤmlichen  Bedingungen
  und  in  gleichem  Termin  aufgefodert,
  sich  gehoͤrig  anzumelden,  und  um  nochmalige
  Zulaffung  zum  Examen  zu  bitten.
Diejenigen  Kompetenten,  welche  sich  die
genaue  Erfuͤllung  aller  oben  angegebenen  Reauistte
  zur  Anmeldung  gehörig  werden  angelegen
  seyn  kassen,  haben  sogleich  zu  erwarten,
daß  ihnen  die  Erlauöniß  bei  der  Peüfüung  erscheinen
  zu  dürfen,  wird  ertheilt  werden,  dagegen

  auf  Bittgesuche,  welche  nsche  vorschriftsmäßig

  fubstantilrt  Ind,  gar  keine  Rücksiche
genommen  werden  wird.

Kanvidaten,  welche  sich  lieber  im  Osterkermine
  der  Prüfung  unterwerfen  wollen,  haben

  sich  nach  München  zu  wenden,  zu  welcher

Jeit  alldort  die  Prüfung  abgehalten  wird;
sollten  sich  Kondidaren  auber  jenen  beiden  Terminen
  zur  Studien  behramts  Drüfung  anmelden,
  so  müssen  sie  bis  auf  den  nächsten  allgemeinen
  Termin  verwiesen  werden,  da  eine
Prüfung,  außer  jenen  Teeminen,  nur  dann

vorgenommen  werden  kann  und  darf,  wenn

der  Kandidat  sich  genüglich  auszuweisen  im
Stande  ick,  daß  ihm  seine  Verhälmisse  das
Abwarten  jener  allgemeinen  Prüfungs  Termine

niche  erlauben,  wo  sodann  das  Eramen,  aber

auf  seine  Kosten  mit  ihm  vorgenommen  werden
  wird.  #

Nürnberg  den  20.  Juli  1816.
Königliches  Kommissariat  der
Stadt  Rürnberg.
von  Kracker.

Stürzenbaum

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