a87
Diejenigen Individuen nun, welche sich
derselben unterziehen wollen, besonders die
von der Universitaͤt abgehenden Kandidaten,
welche sich irgend einem StudienLehramte zu
widmen gesonnen sind, und von welchen besonders
diejenigen, welche sich auch bei der
theologischen Pruͤfung einfinden muͤssen, dieß
bei ihrer Anmeldung zu bemerken haben, damit
sie bei dieser Prüfung zu der Koncurswoche
einberufen werden, auf welche unmittelbar
das Eramen der StudienLehramto Kandidaten
folgt, werden hiemir aufgefodert sich
innerhalb 6 Wochen mit der Angabe ihres
damaligen und künftigen Aufent
haltsortes, ihres Varerlandes, ihrer
Studien, ihres Alrers, samt
den hiezu gehörigen Zeugnissen
und Belegen, welche, so wie das
Bietgesuch selbst, alle in duplo ein
zureichen sind, bei der unterzeichneten Scelle#
anzumelden, sich aber übrigens inzwischem
mie der Instruktlon zur Prüfung der zum
#Lehramte an den Studien Schulen oder Studien
Instituten sich anmeldenden Kandidaten
(siehe Regierungsblate 309, Stück LXIXI.)
senau bekanne zu machen.
Und da auch in Folge einer allerhöchsten
Verfügung vom 13. November 1814 diejenigen
StudienLehrer, welche in der Aufnahms-Prüfung
nur die Zte oder ##e Qualifikations=Note
erhalten haben, sich, wenn ste um eine
kehrstelle an einem Progymnasium, oder um
eine Professur au einem höhern StudienIn“
Kicur sich bewerben wollen, einer auderweiten
Prüfüung sich zu unterziehen haben, so wer-————
438
den diejenigen Individuen, welche sich in diesem
Falle besinden, unter den naͤmlichen Bedingungen
und in gleichem Termin aufgefodert,
sich gehoͤrig anzumelden, und um nochmalige
Zulaffung zum Examen zu bitten.
Diejenigen Kompetenten, welche sich die
genaue Erfuͤllung aller oben angegebenen Reauistte
zur Anmeldung gehörig werden angelegen
seyn kassen, haben sogleich zu erwarten,
daß ihnen die Erlauöniß bei der Peüfüung erscheinen
zu dürfen, wird ertheilt werden, dagegen
auf Bittgesuche, welche nsche vorschriftsmäßig
fubstantilrt Ind, gar keine Rücksiche
genommen werden wird.
Kanvidaten, welche sich lieber im Osterkermine
der Prüfung unterwerfen wollen, haben
sich nach München zu wenden, zu welcher
Jeit alldort die Prüfung abgehalten wird;
sollten sich Kondidaren auber jenen beiden Terminen
zur Studien behramts Drüfung anmelden,
so müssen sie bis auf den nächsten allgemeinen
Termin verwiesen werden, da eine
Prüfung, außer jenen Teeminen, nur dann
vorgenommen werden kann und darf, wenn
der Kandidat sich genüglich auszuweisen im
Stande ick, daß ihm seine Verhälmisse das
Abwarten jener allgemeinen Prüfungs Termine
niche erlauben, wo sodann das Eramen, aber
auf seine Kosten mit ihm vorgenommen werden
wird. #
Nürnberg den 20. Juli 1816.
Königliches Kommissariat der
Stadt Rürnberg.
von Kracker.
Stürzenbaum
(31*)