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8. 2.
Die Eintragung der bei der Steuerstelle eingereichten Anmeldungen geschleht
in die drei ersten Spalten des Anmelde-Registers, welches nach dem Musler un- c.
ter c. geführt wird, in einer für jeden Ort fortlaufenden Nummer. —
Für jeden tabackbauenden Ort wird eiln besonderes Heft dleses Reglsters
angelegt. Ende Juli werden diese Hefte geordnet und es wird daraus das
vollständige Anmelde-Register für jede Hebestelle gebildet, in einen Band zusammen-
gebunden und mit einer Generol-Rekapitulation versehen, welche ergibt, wie viel
Tabacke-Land in jedem einzelnen Orte und in dem ganzen Bezirk der Hebestelle
zur Stener gezogen worden ist. Der Ober-Kontroleur prüft und visirt diese
Zusammenstellungen vor der Einreichung zur Register-Revision.
8. 3.
Nach der Eintragung in die drei ersten Spalten des Anmelde-Reglsters
sind die Anmeldungen dem Ober-Kontroleur gegen Bescheinigung zu übergeben.
Derselbe hat sich durch Bereisung seines Bezirks um die Zeil der Tabacks-Pflanzung
zu verschern, ob und wo Tadack gepflanzt worden ist, oder den Bezirko-Steuer-
ausseher für einzelne Tbeile seines Bezirks mit dieser Bereisung zu beauftagen.
Die darüber eingesammelten Notizen hat der Ober-Kontroleur zur Prüsung zu
benuyzen, ob die Tabacks. Pflanzungen vollständig angemeldet und zu Buche
gebracht worden, und demnächst dem General- Juspector des Thüringischen Zoll-
und Handels-Aereins vorzulegen, damit von ihm zu behufigen Anordnungen zu
demselben Zweck gleichfalls davon Gebrauch gemacht werde.
Für die Revision der Anmeldungen selbst, welche in der Regel vom Ober-
Kontrolcur und, wenn tbunlich, unter Zuziehung eines zweiten Steuer-Beamten
vorzunehmen ist, wind von dem erstern für seden einzelnen Ort der Zeitpunkt
bestimmt, wann solche gescheben soll. Derselbe veranlaßt die Steuenstelle, in deren
Bezik die Tabacks, Pflanzungen sich befinden, daß dieselbe den Gemeindevorsteher
des Orts und durch diesen die Inhaber des Tabacks-Landes von dem angesetzten
Termin zeitig vorher benachrichtigt, mit der Aufforderung, der Untersuchung bei-
zuwobnen.
Leisten leptere dieser Aufforderung keine Genüge, so braucht deshalb die
Nevision nicht ausgeschoben zu werden. Wird dabel in Ansehung der Fehlenden
eiwas Anderes, als sie angegeben haben, ermitrelt, so ist solches einstweilen, mit
Zuzichung des Gemeindevorslebers oder dessen Stellvertreters, festzustellen und der
Feblende nöthigenfolls vorzuladen, um sich über seine Einwendungen dagegen
vernehmen zu lassen.