(119)
Xter Abschnit t.
Von der Serdiseinrichtung in den Garnisonstädten und von der Ausgleichung
zwischen diesen Städten im Betreff der Leistungen
für das Militair.
1stes Capitel.
Von der Serdiseinrichtung in den Garnisonorten.
9 220.
In sämmitllchen Garnisonorken soll, mie Einschluß der Städte der Oberlausiq, für die Verwalcung
der Milikairleistungen eine Serviseinrichtung besteben.
. 221.
Eine solche krite auch, nach §. 22, in den Orcen, welche Cavalerie-Verpflegungs-Gelder bezahlen,
ein, wenn selbige mie Standeinquartierung belege werden sollten. Es finden bei deren Einrichtung
sodann gegenwärtige Bestimmungen ebenfalls Anwendung.
6 . 222.
Die oberste Aufsiche über die Serviseinrichtungen der Städte führe die Kriegs-Verwaltungs-Kammer,
und enescheidet in streitigen Fällen.
6. 223.
Die specielle Leitung der Servisgeschäfte ist der Obrigkeit jedes Orts übertragen.
S 224.
Es finden hierbei folgende Geschaͤfte Statt:
die Ausmittelung und Revision der Servistaxen;
die Regulirung der Servisanlagen;
die Einlegung der Militairpersonen in die Quartiere;
die Besorgung aller uͤbrigen, im Betreff der Militairleistungen vorkommenden Geschaͤfte;
die Fuͤhrung der Serviscasse;
die Ablegung der Servisrechnungen.
EEE
A.
Von der Ausmittelung und Revision der Servistaxen.
2 225.
Sämmitliche Grundstücke, welche zum städtischen Communalverbande gehören, haben in den
Garnisonorken, in der Regel, zu den Milikairleistungen beizutragen.