Oberamt Sulz. 399
dann zur Grassch. Hohenberg gehörig, Treffen am 17. April 1298, worin Gr. Albrecht
von Hohenberg für K. Albrecht gegen H. Otto von Niederbeaiern kämpfend
siel (Schmid, Gr. Alb. von Hoh. II, 596 ff.). Das adelige Gut war hohenb. und
öst. Lehen des 1525 erloschenen Ortsadels (W.: 3 Sterne, 2 u. 1 gestellt), seit 1474 der
Bubenhofen, 1791 verkauft an Graf Sponeck, 1824 zerstückelt. Das Schloß mit Zubehör
kam an Frh. v. Batz, später an v. Podewils, Patr. der Pfarr= und Schulstelle.
Ruinen der B. Lichtenfels, deren Herren wohl einen Nebenzweig derer von
Leinstetten bildeten (W.: im Schild Beil und Flügel neben einander).
18. Marschallenzimmerns (so schon 1390 f. u.), ev. Pfd. auf der Hochebene
l. über dem Neckar, 9,5 km sw. v. S., 662 m, 731 E., w. 2 K., 1 J. G.Wald
v. 18 ha. Goth. Ki., im 90 j. Krieg verbrannt, seit 1712 hergestellt. Pfarrbibliothek-Stiftung
der H. Franziska v. 1786. Abg. B. mit vom Staat verpachtetem Gut.
Der Ort gehörte bis 1584 den Gr. v. Lupfen (deren Marschalke vielleicht auf der
B. saßen), dann den Reckenbach. Pappenheim, schließlich Fürstenberg. Lehensträger:
Reckenbach, Graveneck, Württ.; württ. Afterlehensträger: Anweil, Grävenitz. Geb. ist
hier als Pfarrerss. 16. März 1784 Ge. Fried. Griesinger, als Prälat in Stuttg.
1828, Urheber des Gesangbuchs v. 1790 (A. D. B. IX. 667).
19. Möhlheim am Bach (772 Malinbeim), er. Pfd. am Mühlbach, 6,1 km
nõ. v. S., 429 m. mit P. 506 E., w. 12 K. G. Wald v. 23 ha. Neuere Kirche.
M., 772 mit Besitz des Kl. Lorsch gen., gehörte dann den Gr. v. Sulz, seit 1390
mit Holzhausen den Geroldseck. Weiberzeche II. 1, 129. P. Weiherhof, früher
H. des Kl. Kirchberg, jetzt Staatsdom. v. 135 ha.
20. Neufrizha#usen (ca. 1180 Ramfridesh., P.N.), D. am Mühlbach, 7,9 km
5. v. S., 443 m, mit P. 565 E., w. 29 K., 1 J. (o. 508 — 4— 1). G.Wald von
71 ha Keuperwerksteinbrüche (Bildhauersteine.) Fil. v. Mühlheim. Ki. v. 1725,
mit roman. Thurm. Ehm. B., jetzt Bauernhaus. A! Um 1180 ist Kl. Reichenbach
begütert; mit Rosenfeld an Württ. P. Bernstein, Staatsdom. von 70 ha. Gebäude
v. 1729 mit Kirche. Brunnen von 1448. Früher Lehen von Reichenau, kam
B. von den Zimmern 1361 an die Ow, welche es Eremitenlaienbrüdern vom Franziskanerorden
gaben, seit 1445 unter öst. Schutz, da der Ort in der Grafsch. Hohenberg
lag. Kirchberg (1094 Küchb.), Staatsdom. von 169 ha, auf der Keuperund
untern Liasterrasse über dem Stunzbachthal, 571 m. Ehm. Kloster, Borderflügel
und Ki. von ca. 1738, das andere gothisch mit schönen Kreuzgängen und
roman. Resten; in der Ki. prachtvolles Schnitzwerk; Grabmäler der Gemahlin Gr.
Albrechts v. Hohenberg, der selbst auch hier beerdigt ist 2c. (ov. Eye Kunstbl. 1856
S. 318). Im „Herrenhaus“ 2c. seit 1851 Ackerbauschule und Oekonomiegebäude. K.
war eine später gr. hohenbergsche B., von der sich Adelige schon 1094 nannten;
baneben seit ca. 1230 eine hohenbergische Klosterstiftung für Augustinerfrauen, seit
1381 unter öst. Schutzvogtei. Zwei Diplomatare St. A. Birlingers Mittheil. aus
einer Hds.: Keßler, Kurze Beschr. und Erweisung von Herkhommen und Auffnemmen
deß Kl. K. 1691 Alemannia I, 121 ff. XI, 1 ff. Schmid, Gr. Albert v. Hohenberg
I, 401. II, 549 ff. 603 ff.
21. Nosenfeld (1275 Rosvelt von Rossen 7), St. auf der unteren Liagplatte,
14 km sö. v. S., 619 m, mit Fischersmühle, Heiligenm ühle, Neuenburg,
Riedmühle, Schmelzlesmühle, Bogelmühle 2c. 984 E., w. 25 K., Postamt,
T., Amtsnotariat, Revieramt, Lateinschule, appr. Arzt u. Apoth. W.: das redende
einer weißen Rose mit gelbem Samenstand und grünen Deckblättern im rothen
Feld. Ib. 1854 II. 175. G.Wald v. 185 ha. Spar= u. Vorschußbank. Keuperwerksteinbrüche.
Ki. z. h. Anna, verändert, 1868 ren., mit spätgoth. Vorhalle. Altes