398 Schwarzwaldkreis.
thum der Besitzer der Herrschaft Sterneck, Verwandte der Herren von Leinstetten,
mit dem gleichen Dreisternwappen, gr. hohenbergische Vasallen, seit 1412 württemb.
Lehensträger. Hans von Br. kämpfte als Landsknechtführer für Frankreich um 1520
in Italien. 1550 gieng die Herrsch. unter württ. Lehenshoheit durch Heirat an Ow,
1749 durch Kauf ganz an Württ. über. Braunhalden. Oobel Grimm.
Weisth. VI, 923. Gundelshausen (1125 Gundolfish., P.N.), 144 E., w. 2 e. Kf.
Ortsadel 1125 ff. Alpirsbachisch.
11. Dürrenmettflelten (1278 Turremezst., dürr Gegens. zu Grünm., Ol-Horb,
Mez P.N.), D. auf der Muschelkalkhochebene, 11 km nw. v. S., 657 m, 452 E.,
w. 2 K. G. Wald v. 75 ha. Bildhauer. Ki., Filial von Hopfau, von 1745, 1868
und 79 ff verschönert. Gehörte den Gr. von Sulz. Zeitweilig waren Mitbesitzer
die Lichtenfels, später die Neuneck und Kl. Alpirsbach. Der neuneckische Antheil kam
ca. 1700 an Kl. Muri in der Schweiz.
12. Jürn###at (ca. 1110 Virnsul v. virne alt u. sul Hirsch= oder Saulache 7).
ev. Pfd. r. über der Glatt, 12,9 km w. v. S., 606 m, 311 E., w. 3 K. G.= und
Stift. Wald von 40 ha. Ki. (z. h. Nikol.?), von 1836, Thurm 1875 f. Der Ort,
ca. 1110 bei Schenkung an St. Gallen gen., gehörte zur später württ. Herrschaft
Sterneck (s. Dornhan).
13. Holzhausen, ev. Pfd. auf der Hochebene „Mühlbach“, 2,4 km 5. v. S.,
516 m, 401 E., w 1 K. G.Wald von 21 ha. Ki. v. 1780, vom Diak. in Sulz
pastorirt. H. gehörte den Gr. von Sulz, dann den Geroldseck; 1643 durch Lothringer
und Baiern fast ganz zerstört.
14. Hoyfsan-Neunthaufen (1085 Hopfouwa, 1468 Nithussin, P.N.), eo.
Pfd. im Glattthal 2,4 km n. v. S., 516 m, mit P. 766 E., w. 22 K. (o. 529 —5).
Rittergut N. des Frh. v. Linden von 85 ha. Bundsandstein= und Tuffsteinbruch.
Masch. Fabrik. Ki. urspr. romanisch, 1497 gothisirt. Al Ortsadel 1085. Den Ort veräußerten
die Gr. v. Sulz an Kl. Alpirsbach, das Gut rechts der Glatt gehörte im
17. Ih. den H. v. Grünthal, seit 1803 z. Th., seit 1830 ganz den Frh. v. Linden.
N. wurde erst 1849 mit H. politisch vereinigt. Kl. Alpirsbacher Recht: Grimm, Weisth.
VI, 823 ff. P. Brachfeld, 50 E. In der Reinau, 37 E., w. 17 K. Niederdobel,
147 E. (l. Dobel, G. Dornhan.) Nießle.
15. Iflugen (786 Usingon, P.N.), ev. Pfd. auf der untern Liasplatte, 16.9km
sö. v. S., 594 m, mit Häsenbühl, Langenmad, Schieferhalde, Seehof,
Wolfsgrube 531 E., w. 8 K. G. Wald v. 27 ha. Goth. Ki. mit romanischem
Thurm, 1824 erneuert; schöne Holzdecke (Arch. f. chr. Kunst I, 6). J. erscheint 786
durch Schenkung Gr. Gerolds an St. Gallen, kam mit dem Schenkenamt dieses Kl.
an die H. v. Zähringen und die H. v. Teck, sowie deren ortsadelige Lehensleute
(3. B. 1221), schließlich mit Rosenfeld an Württ.
16. Teidringen (1088 Lideri., P. N.), ev. Pfd. auf der unteren Liasplatie,
14,9 km sö. v. S., 652 m, mit Amselreute u. Kopfenhof, Bommlershof,
Brestnecker Mühle, Krempenhof, Schorenhof, Weiherhof 1010 E., w.
1 K. G.Wald von 92 ha. Goth. Kl. z. h. Petrus. L. erscheint 1080 mit Besfitz
des Kl. St. Georgen, dessen Dinghof (jetzt Rathhaus) für alle seine im RNosenfelder
Amt gelegenen Güter hier war.
17. Leinstetten (1085 Linstetin vom Leinbau), k. Pfd. m. M. G. im Glattund
Heimbachthal, 12,5 km nw. v. S., 478 m, mit Kaltenhof 516 E., w. 26 Eo.
G.= u. Stifst. Wald von 74 ba. Buntsandsteinbrüche. Ki. z. h. Stefan von 1558;
Bildwerke und Grabdenkm. von Bubenhofen 2c. Schloß im Rokokostyl mit Rittergur
von 91 ha. Hammerwerk. Bei L., 1085 theilweise im Besitz des Kl. Reichenbach,