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Das Mechanische seines Gewerbes wollte dem Jünglinge
nicht zusagen. Dazu besaß ce zu viel Pbantasse,
und sein Geist war nun schon vielfach angeregt. Um so
mehr sprach ihn die der Architektur so nahe verwandte
Musik an. Er nahm, bei dem damaligen Hofmusikkus
Reusch, Unterricht auf der Flöte, und bebielt immer eine
Vorliebe für dieses Instrument, das ihn auf allen seinen
Reisen begleitete, und von dem er sich, wegen Brußbeschwerden,
zuletzt trennen mußte.
Sein Bruder batte ünterdessen die Wanderjahre angetreten,
und schickte einst eine Parthie perspektivischer
Zeichnungen, die er entworfen, ins elterliche Haus. Für
Weinbrenner war dies ein elektrischer Funke; von der
Perspektive hatte er bis dabin noch keine Kenntnisse gebabt:
er copirte die Zeichnungen, und suchte sich zugleich
mit den Regeln bekannt zu machen.
Der Gang seiner Entwickelung war bis jetzt noch immer
ungeregelte und unzusammenhängend gewesen; das
Genie bricht sich aber oft da eine Bahn, wo das gewöhnliche
Talent keinen Ausweg findet. Es ist, als ob in genialen
Menschen wirklich jene platonische Erinnerungsgabe
wäre, die, wie erwachend aus einem Schlummer,
nach und nach das Vergessene wieder hervorruft, und im
Unbekannten, das sie nun erblickt, ein längst Gekanntes
abnet.
Die Heimkunft seines altern Bruders hatte für
Weinbrenner ersprießliche Folgen. Dieser konnte ihm
nicht nur im Technischen manche Aufschlüsse geben; sie
gingen auch gemeinschaftlich die wichtigsten Lehren der