Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

Bete

gr.  Buchst.,  s.  Alpha.  —  Bete  (frz.  bät):  1)  f.;  —:
Bestle  (s.  d.),  doch  mehr  mit  dem  Begriff  der  Dummheit
  als  der  Roheit  (s.  Bétise):  B.  d’aversion  (s.  d.)
od.:  B.  noire  InoärI,  „schwarzes  Thier“  (z.  B.  Bazar  14,
dob;  Schüching  Vrschl.  Wege  1,  262),  Bez.  für  einen
Ggstd  des  Abscheus  2e.  —  2)  (.  1)  f.;  —8;  n.,
—s;  —6,  uv.  (—en,  z.  B.  L'Hombrt  18  ff.):  im  Kartenspiel:
  Einsatz,  zumal  für  ein  verlornes  Spiel;
auch:  Jemand  b.  (la  b.;  labet,  s.  d.)  machen,  ihn
das  Spiel  verlieren  machen;  Ich  mach  ihn  b.  mit
seinen  eignen  Karten.  Müllner  5,  277;  B.  (labet)  werden
  2rc.  Zsstzgn  z.  B.:  Schreibe-B.,  das  vorläufig
angeschrieben  wird,  um  später,  wenn  die  noch  stehnden
  B.  abgespielt  sind,  gesetzt  zu  werden  2c.  —
Geteigenze  (ar.),  m.,  —s;  0:  ein  Stern  erster
Größe  in  der  Schulter  (wie  Rigel  im  Fuße)  des
Orion  (s.  d.  u.  Elgenze).  —  Betel,  m.,  —;  uv.:
B.,  B.=  (od.  Kau-)  Pfeffer,  ein  ind.  Rankengewächs,
Piper  bötle,  u.  das  hauptsächl,  aus  ihren  Blättern
u.  der  Areka=  (s.  d.)  od.  B.-Nuß  bereitete,  im  Orient
allgm.  angewendete  Kaumittel:  Das  B.-Kauen
Die  B.-Dose.  Oken  3,  604;  2,  318;  Mit  Cigarren
.  .  u.  Betil-Knaben  zu  seinen  Füßen.  Mag.  d.  Ausld.
—  BGẽt(h)  (hebr.),  n.:  Haus,  vgl.  Beir;  Baal  (s.  d.)
Bajith  ie.,  z.  B.:  Die  Juden  nennen  die  Begräbnisstätte
den  „guten  Ort“  ..,  Bet-aulom,  d.  h.  das  Haus  der
Welt  u.  Bet-chajim,  d.  h.  das  Haus  des  Lebens.
frankl  Prim.  72;  Das  Bet-Din,  d.  i.  das  Haus  des
Gerichts.  Drei  Rabbinen  bilden  in  jeder  jüd.  Gemeinde
ein  in  religiösen  u.  rituellen  Dingen  entscheidendes  Gericht;
  sie  zusammen  heißen  Bet-Din.  72;  37,  s.  Besdin;
B.-ha-Medresch,  s.  Bes  2c.;  auch  in  vielen  Ortsnamen,
  z.  B.:  B.-El,  Bethel,  „Gotteshaus",  s.
1.  Kos.  28,  11;  19;  Bethlehem,  „Brothaus“.
mich.  5,1;  Malih.  2,  5  ff.  c.;  auch  in  volksth.  Wortspiel
der  Umdeutschung  (vgl.  Bettle  =  Bettlein  u.  hem
—  heim):  Zetzund  geh  ich  wirklich  nach  „Bettleheem“.
Holiti  Es.  i,  160;  Da  haben  wir  unsern  Wirth  abermals
  gen  „Bethlehem“  abgefertigt  lins  Bett].  Webtr
Anna  234  rc.  Dazu:  Der  bethlemstische  Kindermord
  (s.  Mauh.  2,  16),  in  England  auch  sckerzh.
(wie  Massacre  of  the  Innocents,  s.  d.):  am  Ende
der  Parlamentssession  das  Uberbordwerfen  aller
unerledigten  Bills,  s.  Na#  20,  342.  —  Grtise
(frz.  bät-),  f.;  —m:  Dummheit  (s.  Beie  1).  —
Get-on  (frz.  —töng,  vgl.  Bitumen),  m.,  —6;  —#:
1)  unterm  Wasser  erhartender  (od.  hydraulischer)
Mörtel,  vgl.:  Biton  u.  Bruchsieinmauerwerk.  Gar#enl.
14,  771a.  —  2)  Biestmilch.  -onieren,  tr:  auf
Beton  (s.  d.  1)  gründen.  —  Belönse,  f.;  —n:
eine  Pfl.,  Betönica.  —  Bétting  (engl.),  n.,
—8;  —#:  das  Wetten,  die  Wette,  nam.  bei  Wettrennen.
  Zoller  Renn.  2  2c.:  B.-Fever  füwör],  Wett-Fieber.
  65;  -Man,  ein  Wettender  (s.  Bettor).  16
c.,  Mz.:  -Men.  62;  „Markt.  77;  -Office  läöffißl.
73,  Wettbüreau;  Post,  Pfosten  als  Standort  für
die  Wettenden  (Kurz  3,  704b);  „Ring,  umschloßner
Platz  für  die  Wettenden.  Zoler  34;  -Saloon  lßallũn].
66,  Saal  für  die  Wettenden  2e.  —  Betto,  m.,  —S;
—:  Pferdeknecht  in  Japan.  WHeint  Reis.  2,  17;
18  c.  —  Béttor  (engl.  —Mör),  m.,  —#;  —#:  Bet-Giancone



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ting-Man.  Zoler  63;  70  rc.  —  Getgär  (ungr.),
m.,  —en;  Sen:  berittner  Räuber.  Sartenl.  14,
29b  rc.;  16,  329a;  399a;  B-en-Bande.  ebd.;  3283;
Das  Betharenthum.  400b;  329b  zc.  Auch  als
Name  eines  Hundes.  Salon  2,  61.  —  Behza-Betza,
f.;  O;  ein  mit  bittern  Pflanzensäften  gemischter
Zuckerbranntwein,  ein  Lieblingsgetränk  der  Bewoh-=ner
  Madagaskar's.  Globus  7,  258b.

Geurré  (frz.  böre),  f.;  —:  „Butter-",
Schmalzbirn:  B.  blanc  lblängl,  weiße;  gris  lar#l,
graue.  —  Beurt  (holl.  bört),  f.;  0:  „Reibe“:
B.,  Börde,  eine  Zunft  zw.  2  Orten  fahrender  Frachtschiffer
  (s.  g.  Reihen-  od.  Rangschiffer),  die  —  nur
eine  festgesetzte  Zeit  auf  Ladung  wartend  —  nach
der  Reibenfolge  ihrer  Ankunft  absahren  müssen:
B  od.  Börr-Mann,  -Schiffer;  Schiff.

Gévue  (frz.  bewü),  f.;  —:  Versehen,  Mißgriff.
  —  Gewind  (holl.),  m.:  Verwaltung,  Aufsicht:
  B.-Haber  (vgl.  Befehlsbaber  r2c.),  Vorsteher
einer  Schiffsausrüstung  od.  sonstigen  gemeinschaftl.
Unternehmung  im  Seehandel,  z.  B.:  Von  einigen
Bewindhabern  der  ostindischen  Komranie.  Simplicissimus
  4,  9  8  11  2e.;  Übrtr.:  Einen  Bewindhaber  irgend
eines  Journals.  Musäus  Ph.  1,  139  2c.;  in  ganz  holl.
Form:  Bewindhebber,  vgl.  Bewindheber.
3p.  20,  109.

Béxis  (gr.),  f.  [8  24,  3,  uv.):  Husten  (s.
Begma).  —  GEß:  s.  Bei.

Gczestän:  s.  Besestan.  —  Gezktte  (frz.  bes,
f.;  —,  —:  Tournesol=  (s.  d.)  Läppchen  zum  Rothfärben
  v.  Käse  2c.  (vgl.  Aluminadou).  —  GCeziers
(frz.  besse),  m.,  uv.;  uv.:  Art  Bordeaurwein,
nach  dem  gleichnamigen  Ort.  —  Bezo-ar  (vers.),
m.,  -(e)s;  —e:  „Gegengift“",  nam.  im  Magen
verschiedner  Thiere  sich  findende,  früher  als  bes.
heilkräftig  geschätzte  Kugeln  (B.-Steine,  vgl.  Agagropila):
  Affen-B.;  Gemsen-B.  rc.;  B.-Antilope,
.Gemse,  Thier,  Ziege  2c.;  doch  auch  z.  B.:  B.-Wurz,
eine  Pfl.,  Dorstenia  contrayérva,  als  Mittel  gegen
Schlangenbiß  2c.  rdicus,  a.:  gegen  Gift  dienend:
  Läpis  b.,  Bezrarstein;  Bezodrdicum  (§  24,
2,  n.],  Mittel  gegen  Gift.

Chära#ta:  s.  Maha--B.  —  Bhäüt  (ind.),  m.,
—5;  —#:  Dorfpret.  Grubt  Ch.  2,  125.  —  Ghawäni:
s.  Durga.  —  Ghürga  (skr.),  f.;  —:  Birke.
Hôfer  Urw.  91.

Giaisement  (frz.  biä  mäng),  n.,  —s;  —#:  das
Abweichen  v.  der  graden  Linie,  Winkelzug.  -  ieren,
intr.  (haben):  v.  der  graden  Linie  abweichen.  21.
12,  45;  Biaisierung.  11,  80.  —  Biaͤlsi  (skand.),
f.;  —#s:  ein  der  Olpe  ähnliches,  bes.  den  Hals
deckendes  Schutzkleid.  weiss  Kost.  2,  410.  —
Zialka:  s.  Morrina.  —  Biambönies,  pl.:
ostind.  Gewebe  aus  Baumbast.  —  GBiändr-is
(lat.-gr.),  f.;  —eyn:  das  Verheirathetsein  einer
Frau  mit  2  Männern  zugleich  (vgl.  Bigamie,  Dianrrie).
  isch,  a.;  in  Biandrie  lebend,  ihr  gemäß  rc.
—  Gianc#  (it.),  a.:  weiß,  s.  Blanko;  z.  B.
Biancavilla  („weiße  Stadt“),  Ort  in  Sieilien  u.
danach  (f.;  0):  Bez.  der  sieilischen  Baumwolle.
Karmarsch  M.  2,  504.  -öne,  m.,  —;  0:  Art  Mar-