Bete
gr. Buchst., s. Alpha. — Bete (frz. bät): 1) f.; —:
Bestle (s. d.), doch mehr mit dem Begriff der Dummheit
als der Roheit (s. Bétise): B. d’aversion (s. d.)
od.: B. noire InoärI, „schwarzes Thier“ (z. B. Bazar 14,
dob; Schüching Vrschl. Wege 1, 262), Bez. für einen
Ggstd des Abscheus 2e. — 2) (. 1) f.; —8; n.,
—s; —6, uv. (—en, z. B. L'Hombrt 18 ff.): im Kartenspiel:
Einsatz, zumal für ein verlornes Spiel;
auch: Jemand b. (la b.; labet, s. d.) machen, ihn
das Spiel verlieren machen; Ich mach ihn b. mit
seinen eignen Karten. Müllner 5, 277; B. (labet) werden
2rc. Zsstzgn z. B.: Schreibe-B., das vorläufig
angeschrieben wird, um später, wenn die noch stehnden
B. abgespielt sind, gesetzt zu werden 2c. —
Geteigenze (ar.), m., —s; 0: ein Stern erster
Größe in der Schulter (wie Rigel im Fuße) des
Orion (s. d. u. Elgenze). — Betel, m., —; uv.:
B., B.= (od. Kau-) Pfeffer, ein ind. Rankengewächs,
Piper bötle, u. das hauptsächl, aus ihren Blättern
u. der Areka= (s. d.) od. B.-Nuß bereitete, im Orient
allgm. angewendete Kaumittel: Das B.-Kauen
Die B.-Dose. Oken 3, 604; 2, 318; Mit Cigarren
. . u. Betil-Knaben zu seinen Füßen. Mag. d. Ausld.
— BGẽt(h) (hebr.), n.: Haus, vgl. Beir; Baal (s. d.)
Bajith ie., z. B.: Die Juden nennen die Begräbnisstätte
den „guten Ort“ .., Bet-aulom, d. h. das Haus der
Welt u. Bet-chajim, d. h. das Haus des Lebens.
frankl Prim. 72; Das Bet-Din, d. i. das Haus des
Gerichts. Drei Rabbinen bilden in jeder jüd. Gemeinde
ein in religiösen u. rituellen Dingen entscheidendes Gericht;
sie zusammen heißen Bet-Din. 72; 37, s. Besdin;
B.-ha-Medresch, s. Bes 2c.; auch in vielen Ortsnamen,
z. B.: B.-El, Bethel, „Gotteshaus", s.
1. Kos. 28, 11; 19; Bethlehem, „Brothaus“.
mich. 5,1; Malih. 2, 5 ff. c.; auch in volksth. Wortspiel
der Umdeutschung (vgl. Bettle = Bettlein u. hem
— heim): Zetzund geh ich wirklich nach „Bettleheem“.
Holiti Es. i, 160; Da haben wir unsern Wirth abermals
gen „Bethlehem“ abgefertigt lins Bett]. Webtr
Anna 234 rc. Dazu: Der bethlemstische Kindermord
(s. Mauh. 2, 16), in England auch sckerzh.
(wie Massacre of the Innocents, s. d.): am Ende
der Parlamentssession das Uberbordwerfen aller
unerledigten Bills, s. Na# 20, 342. — Grtise
(frz. bät-), f.; —m: Dummheit (s. Beie 1). —
Get-on (frz. —töng, vgl. Bitumen), m., —6; —#:
1) unterm Wasser erhartender (od. hydraulischer)
Mörtel, vgl.: Biton u. Bruchsieinmauerwerk. Gar#enl.
14, 771a. — 2) Biestmilch. -onieren, tr: auf
Beton (s. d. 1) gründen. — Belönse, f.; —n:
eine Pfl., Betönica. — Bétting (engl.), n.,
—8; —#: das Wetten, die Wette, nam. bei Wettrennen.
Zoller Renn. 2 2c.: B.-Fever füwör], Wett-Fieber.
65; -Man, ein Wettender (s. Bettor). 16
c., Mz.: -Men. 62; „Markt. 77; -Office läöffißl.
73, Wettbüreau; Post, Pfosten als Standort für
die Wettenden (Kurz 3, 704b); „Ring, umschloßner
Platz für die Wettenden. Zoler 34; -Saloon lßallũn].
66, Saal für die Wettenden 2e. — Betto, m., —S;
—: Pferdeknecht in Japan. WHeint Reis. 2, 17;
18 c. — Béttor (engl. —Mör), m., —#; —#: Bet-Giancone
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ting-Man. Zoler 63; 70 rc. — Getgär (ungr.),
m., —en; Sen: berittner Räuber. Sartenl. 14,
29b rc.; 16, 329a; 399a; B-en-Bande. ebd.; 3283;
Das Betharenthum. 400b; 329b zc. Auch als
Name eines Hundes. Salon 2, 61. — Behza-Betza,
f.; O; ein mit bittern Pflanzensäften gemischter
Zuckerbranntwein, ein Lieblingsgetränk der Bewoh-=ner
Madagaskar's. Globus 7, 258b.
Geurré (frz. böre), f.; —: „Butter-",
Schmalzbirn: B. blanc lblängl, weiße; gris lar#l,
graue. — Beurt (holl. bört), f.; 0: „Reibe“:
B., Börde, eine Zunft zw. 2 Orten fahrender Frachtschiffer
(s. g. Reihen- od. Rangschiffer), die — nur
eine festgesetzte Zeit auf Ladung wartend — nach
der Reibenfolge ihrer Ankunft absahren müssen:
B od. Börr-Mann, -Schiffer; Schiff.
Gévue (frz. bewü), f.; —: Versehen, Mißgriff.
— Gewind (holl.), m.: Verwaltung, Aufsicht:
B.-Haber (vgl. Befehlsbaber r2c.), Vorsteher
einer Schiffsausrüstung od. sonstigen gemeinschaftl.
Unternehmung im Seehandel, z. B.: Von einigen
Bewindhabern der ostindischen Komranie. Simplicissimus
4, 9 8 11 2e.; Übrtr.: Einen Bewindhaber irgend
eines Journals. Musäus Ph. 1, 139 2c.; in ganz holl.
Form: Bewindhebber, vgl. Bewindheber.
3p. 20, 109.
Béxis (gr.), f. [8 24, 3, uv.): Husten (s.
Begma). — GEß: s. Bei.
Gczestän: s. Besestan. — Gezktte (frz. bes,
f.; —, —: Tournesol= (s. d.) Läppchen zum Rothfärben
v. Käse 2c. (vgl. Aluminadou). — GCeziers
(frz. besse), m., uv.; uv.: Art Bordeaurwein,
nach dem gleichnamigen Ort. — Bezo-ar (vers.),
m., -(e)s; —e: „Gegengift“", nam. im Magen
verschiedner Thiere sich findende, früher als bes.
heilkräftig geschätzte Kugeln (B.-Steine, vgl. Agagropila):
Affen-B.; Gemsen-B. rc.; B.-Antilope,
.Gemse, Thier, Ziege 2c.; doch auch z. B.: B.-Wurz,
eine Pfl., Dorstenia contrayérva, als Mittel gegen
Schlangenbiß 2c. rdicus, a.: gegen Gift dienend:
Läpis b., Bezrarstein; Bezodrdicum (§ 24,
2, n.], Mittel gegen Gift.
Chära#ta: s. Maha--B. — Bhäüt (ind.), m.,
—5; —#: Dorfpret. Grubt Ch. 2, 125. — Ghawäni:
s. Durga. — Ghürga (skr.), f.; —: Birke.
Hôfer Urw. 91.
Giaisement (frz. biä mäng), n., —s; —#: das
Abweichen v. der graden Linie, Winkelzug. - ieren,
intr. (haben): v. der graden Linie abweichen. 21.
12, 45; Biaisierung. 11, 80. — Biaͤlsi (skand.),
f.; —#s: ein der Olpe ähnliches, bes. den Hals
deckendes Schutzkleid. weiss Kost. 2, 410. —
Zialka: s. Morrina. — Biambönies, pl.:
ostind. Gewebe aus Baumbast. — GBiändr-is
(lat.-gr.), f.; —eyn: das Verheirathetsein einer
Frau mit 2 Männern zugleich (vgl. Bigamie, Dianrrie).
isch, a.; in Biandrie lebend, ihr gemäß rc.
— Gianc# (it.), a.: weiß, s. Blanko; z. B.
Biancavilla („weiße Stadt“), Ort in Sieilien u.
danach (f.; 0): Bez. der sieilischen Baumwolle.
Karmarsch M. 2, 504. -öne, m., —; 0: Art Mar-