Metadata : Volkstümliches aus dem Königreich Sachsen auf der Thomasschule gesammelt. Zweites Heft. (2)

13b.

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Kniereiterlieder.

Fällt  er  in  den  Graben,

Da  fressen  ihn  de  Raben,
Fressen  ihn  de  Müllermücken,
Morgen  müss'mer  Säcke  flicken.

(Siegert  Ia.,  Oderan.)
Schacker,  schacker,  Reiter,
Wenn  er  fällt,  da  leit  er,
Fällt  er  in  den  tiefen  Graben,
Fressen  ihn  die  schwarzen  Raben.
Pautz!  Da  liegt  er  unten.
(Mühlmann  IIIa.,  Roßwein.)
Schacke,  schacke,  Reiterpferd,
's  Pferd  is  keinen  Dreier  wert.
Das  wollen  mir  verkaufen,
's  Geld  wolln  mir  versaufen.

(Krömer  Ib.,  Erzgeb.)
Schacker,  schacker,  Reiter,
Wenn  er  fällt,  da  leit  er.
Wenn  er  bäckt,  da  hat  er  Brot,
Wenn  er  stirbt,  da  is  er  tot.
(Naumann  V.,  Großenhain.)

Wie  reiten  denn  die  Herren?
Trapp,  trapp,  trapp.
Wie  reiten  denn  die  Bürger?
Schlapp,  schlapp,  schlapp.
Wie  reiten  denn  die  Bauern?
Trummel,  rummel,  rummel.
(Krömer  Ib.,  Erzgeb.)
So  fahren,  so  fahren  die  Jüngferlein,
Wenn  sie  noch  kleinwinzig  sein;
Wenn  sie  größer  werden,
Reiten  sie  auf  Pferden;
Wenn  sie  größer  wachsen,
Reiten  sie  nach  Sachsen,
Reiten  sie  auf's  Königs  Schloß,
Schießen  drei  Pistolen  los,
Piff,  paff,  puff!  (Asmus  IIa.,  Lpz.)