eine Umgestalkung der Lage vielleicht bewirkt hätte —
daß sie aber nach seiner Ansicht jetzt zu späl komme, um
gegenüber dem in ganz Deutschland entzündeten Auf—
ruhr, der in jedem Augenblicke weiter um sich greife,
noch von Belang zu sein.
Was sich dann weiter Schlag auf Schlag abgespielt
hatte, war nur geeignet erschienen, um dieser Auffassung
des Generals Gröner Recht zu geben — wenn man es
als die objektive Wahrheit über die Zustände und
Stimmung in der Heimat gelten lassen konnte. Die
Antwort des Chefs des Generalstabes beim Gouverne—
ment Berlin, Oberst von Berge, war eingetroffen und
hatte eine allerdings einschränkende Bestätigung der
vom Reichskanzleramt gegebenen Darstellung gebracht:
Blutige Straßenkämpfe — Überläufe der Truppen zu
den Revolutionären — keinerlei Machtmittel zur Be—
kämpfung der Bewegung in den Händen der Regie—
rung. — Dazu weiter ein Anruf des Prinzen Max von
Baden, daß der Bürgerkrieg unvermeidlich wäre, wenn
Seine Majestät die Abdankung nicht in den nächsten
Minuten bekannkgäbe.
Mit diesen Botschaften waren der Generalfeldmar—
schall, General Gröner und Exzellenz von Hintze in
den Garken zum Kaiser geeilt — und hierüber hielten
sie ihm nun, während Graf von der Schulenburg mich
über den Skand der Dinge informierkte, Vorkrag. —
Mit meinem Chef begab auch ich mich jetzk zum
Kaiser.
In einer Gruppe von Herren stand er im Garten.
Unvergeßlich für alle Zeiten ist mir das Bild dieses
Halbdutzends 9Menschen in ihren grauen Uniformen vor
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