Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1808. (3)

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Wilhelm  Meinel,  welche  sich  mit  vorzüglichem

  Fleiße,  und  beigebrachren  Zeugnissen
gemäß,  nicht  ohne  Erfolg  dem  philologischen
Studium  widmen,  wird  auf  ihr  Ansuchen
m  Dispensation  von  einigen  anderen  Lehr-Gegenständen,
  und  um  Elleichterung  der
überháuften  Privat-Justruktionen,  zu  welchen
sie  sich  genöthiger  sehen,

1)  aus  der  extraordinären  Schuldotations-Rate
  eine  Unterstüzung  von  so  fl.  für  jeden,
in  monarlichen  Zahlungen  auf  die  hächsten
5  Monate,  bewilliget;

2)  die  Freiheit  von  folgenden  Lehrfaͤchern
des  naͤchsten  Sommerkurses  zugestanden,  naͤmlich:
  von  der  Mineralogie,  Pädagogik,
  Staatswissenschaft,  Polirik,
Geschichte  der  Philosophie,  Landwirthschaftz
  nicht  aber  zugleich  auch  von
angewandter  Mathematik  und  mathematischer
  Physik.

Die  königliche  Landesdirektion  erhielt  demnach
  den  Auftrag,  benannten  Kandidaten
durch  das  Rektorat  solches  mit  dem  Bedeuten
eröfnen  zu  lassen:  daß  man  sich  zu  ihnen  versehe,
  sie  werden  diese  auszeichnende  Begünstigung
  sich  einen  um  so  stärkeren  Antrieb  seyn
lassen,  ihre  Zeit  wohl  anzuwenden,  um  sich
dem  ven  ihnen  ergriffenen  Studium  mit  aller
Kraft  und  Anstrengung  zu  widmen,  da  man
von  ihnen  Rechenschaft  und  Zeugnisse  über
die  treue  Anwendung  der  erlangten  Wohlthat
sodern  wird.  München  den  22.  April  1808.
Auf  Seiner  königlichen  Majestät  besonderen  allerhochsten

  Befebl.
Freiherr  von  Montgelas.
von  Krempelbuber.

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Befoͤrderungen.

Bei  der  koͤniglichen  unmittelbaren  Steuer-Vermessungs-Kommission
  wurden  zufolge
allerhoͤchster  Entschliessung  vom  26.  Februar
dieses  Jahres

der  Doktor  Soldner,  von  Ansbach,  als

Trigonometer,

der  Oberlieurenant  Consoni,  vom  Generalstabe,

  als  Archivar,

der  Oberlieutenant  Bertrand,  vom

Ingenieur-Korps,  als  Oberrevisor,  und
von  Kurz,  mambert  und  von  Daumüller
  als  Dessinateurs  angestellt.

Bei  eben  dieser  Steuer-Vermessungs-Kommission
  wurde  ferner  unterm  22.  März
l.  J.  der  vormalige  Fourier  und  Kriegs-Oekonomie:
  Rarhs=  Diurnist  Georg  Höglmaier
  als  Tabellist  und  Kanzellist  ernannt.

Der  Vorsteher  der  Großhändler  in  Ulm,
Johann  Leonhard  Konrad  Nachtrab,  wurde
durch  eine  unterm  18.  März  1806  ergangene
  allerhöchste  Entschliessung,  in  Rücksicht
seiner  besonderen  erworbenen  Verdienste,  für
sich  und  seine  eheliche  Nachkommenschaft  beiderlei
  Geschlechts  in  den  erbländischen  Adelund
  Ritter-Stand,  mit  Erlassung  der  grossen
Tare  und  Siegelgebühre  erhoben.

Gemäß  einer  allerhöchsten  Enrschliessung  vom
10.  März  dieses  Jahres  haben  Seine  Majestdt
  ferner  den  vormal  fürstbischöflich  Freisingenschen
  Hof:  Kammerath  und  Hof-Kastner
  Johann  Baptist  Simon  Bäumker  für
ssch  und  seine  eheliche  Nachkommenschaft  bei-50