Full text : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1816. (11)

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Koͤniglich-Baierisches

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Regierungsblat  t.

 

XXxI0Stück.  München,  Mittwoch  den  z.  Oktober  2816.

 

 

 

Veror  dnungen.

(Die  Natural  Eindienung  der  krarialischen  Gilt-Getreider
  im  Finang  Jahre  181;  betreffend.)
Wir  Marimilian  Joseph,

don  Gottes  Gnaden  König  von  Batern.

W..  haben  auf  den  Antrag  Unseres  geheimen
Finans  Ministeriums,  um  Unseren  getreuen
Unterthanen  inen  neuen  Beweis  Unserer  landesv###erlichen
  Fürsorge  zu  geben,  die  Verfügung
  treffen  lassen,  daß  die  demnächst  für
das  Verwaltungs  Jahr  187F.  fällig  werdenden
  sehr  beträchtlichen  Gilt  Getreider  Unserer
Grundholden  an  Weizen,  Korn,  Gerste,  Haber
und  diesen  gleich  geachteten  Getreid  Gattungen
nicht  nach  dem  Normal  Preise  in  Geld  abgelöst,
  oder  in  größeren  Parthien  versteigert,
sondern  zu  ganz  in  natura  auf  den  rentämt"
lichen  Getreid  Speichern  eingedient,  und  neben
den  Bedürfnissen  Unseres.  Militärs  verzugsweise
  für  jene  Unserer  Grund  Unterthanen
verwendet  werden,  welche  durch  Hagelschlag,
Ueberschwemmungen  und  andere  Unfälle  dieser
Art  gelitten,  und  auf  eine  Unterstüzung  an
Saam=  und  Speise  Getrreide  Ansrruch  haben,
  wobei  es  sich  von  selbst  versteht,  daß
diese  lezteren,  so  weit  sse  nach  den  bestehenden
Verorduungen  mit  Nachläßen  bedacht  werden,

von  der  Natural  Eindienung  ihrer  Giltreichnisse
  in  eben  dem  Maße  verschont  sind.
München  den  28.  September  1816.
Mar  Joseph.
Graf  von  Montgelas.
Auf  königlichen  allerhochsten  Befehl.
der  General  Sekret#
von  Geiger.

 

CAllerhochste  Erklärung  des  S.  J.  der  allgemeinen
Verordnung  vom  16.  August  1310.  wegen  Umwandlung
  der  After=  und  Privatlehen  in  Erbrecht
  oder  bodenzinsiges  Eigenthum.  )

Wir  Maximiltan  Joseph,
von  Gottes  Gnaden  König  von  Baiern.

Zur  Beseitigung  aller  Zweifel  und  Anstände
über  die  Frage:  ob  die  Geseze  und  deren  Leuterationen
  über  die  Verwandlung  der  After=  und

Privarlehen  in  Erbrecht  auch  auf  gleiche  Weise

bei  Verwandlung  der  Asterlehen  in  bodenzinsiges

  Eigenthum  angewendet  werden  können?
finden  Wir  Uns  bewogen,  den  F.  4.  Unserer
allgemeinen  Verordnung  über  diesen  Gegenstand
  dd.  16.  August  1810.  nach  Vernehmung

Unsers  geheimen  Raths  dahin  zu  erklären:

„tdaß  zwar  bei  der  Umwandlung  der  Privat=„und

  Afterlehen  in  bodenzinsiges  Eigenthum

„für  den  Zeitraum  von  20  Jahren  ein  Harpt-„und

  ein  Nebenfall  anzunehmen,  in  jenen

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