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nicht nothwendig gewesen 9): so verwies man ihn auf die
ersteren Stellen der Bulle, und wenn siegreich der Roͤmische
Genius wieder empor kam, wenn kuͤnftig noch Zeiten einer
ungestoͤrteren einseitigen Interpretation eintraten, so verwies
man bloß auf die letzteren Stellen derselben, und den letzteren
Stellen kounte man den Sinn nicht streitig machen, den der
Bischof von Rom zu seinem Vortheil zu nützen suchte.
Noch ehe ein Legat ankam, noch ehe auch nur zu Rom
ein Legate nach Deutschland besiimmt werden konnte, so waren
gleich auf die Nachricht vom Tode Eugens und auf
die so schnell folgende Nachricht vom neugewählten Pabste
Nikolaus V. neue große Bewegungen in Deurschland entstanden,
die alte Freibeits-Partie lebte auf's Neue auf, von
dem neuen Pabst, ehe man ihm Gehorsam leistete, schien eine
unbedingte Anerkennung der Basler Decrete gefordert werden
zu können, die Churfürsten von Trier und von Cdln blieben
ihrem alten Systeme getreu, auch der Churfürst von Sachsen
und der Herzog von Baiern hatten noch standhaft den Beitritt
zur päbstlichen Faction verweigert 9).
Kaiser Friedrich, dem sein Secretär Aeneas Piccolomini
noch gerade zu rechter Zeit von Rom zurück kam, rief
bald nach Aschaffenburg 790) einen großen Convent von
*) Gudeni Cod. dipl. T. IV. p. 304, wo der Pabst selbst sagk,
daß schon unter Eugen die Concordate mit dem Remischen
Stuhle geschlossen worden seyen, es sey nur noch übrig, unter
den Deutschen selbst durch Hülfe eines Legaten einige Anordnungen
zu machen.
oo) Dieses erbellt aus der Urk. vom 23. Juni 1447 bei Homheim
hist. Trevir. dipl. Tom. II. p. 409.
%a) 13. Juli 1447. Dieses Convents gedenkt der Kaiser in der
Urk. bei Rainald ad a. 1147 n. 17. und Aeneas Piccolomini
in seiner Erzählung in conc. nat. germ. integr. T. II. p. 45.