Volltext : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1843. (27)

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g.  4.

„Kein  Studirender,  der  durch  einen  von  dem  Regierungsbevollmaͤchtigten
bestaͤtigten  oder  auf  dessen  Antrag  erfolgten  Beschluß  eines  akademischen
Senats  von  einer  Universitaͤt  verwiesen  worden  ist,  oder  der,  um  einem
solchen  Beschlusse  zu  entgehen,  sich  von  der  Universitaͤt  entfernt  hat,  soll
auf  einer  andern  Universitaͤt  zugelassen,  auch  uͤberhaupt  kein  Studirender
ohne  ein  befriedigendes  Zeugniß  seines  Wohlverhaltens  auf  der  von  ihm
verlassenen  Universitaͤt  von  irgend  einer  andern  Universitaͤt  zugelassen  werden.“

Und  es  bestimmen  zur  Ausfuͤhrung  dieses  am  12.  Juni  1834  erneuerten
und  erweiterten  Beschlusses  die  Gesetze  der  Universitaͤt  Jena  noch  besonders

(§..  78  und  79.)

A.

„Vereinigungen  der  Studirenden  zu  wissenschaftlichen  oder  geselligen
Zwecken  sind  unter  den  von  den  akademischen  Behörden  festzusetzenden  Bedingungen
  mit  Zustimmung  des  außerordentlichen  Regierungsbevollmächtigten
in  jedem  einzelnen  Falle  erlaubt.  Alle  andere  nicht  auödrücklich  autorisirte
Verbindungen  der  Studirenden  sowohl  unter  sich,  als  mit  sonstigen  geheimen
Gesellschaften,  Landsmannschaften,  Kränzchen  u.  s.  w.  sind  als  verboten
zu  betrachten.“

b.
„Die  Theilnahme  an  verbotenen  Verbindungen  soll  nach  folgenden  Abstufungen
  bestraft  werden:
1)  die  Stifter  einer  verbotenen  Verbindung,  die  Vorsteher,  Senioren  und  sogenannten
  Chargirten,  diejenigen,  welche  Andere  zum  Beitritte  verleitet
oder  zu  verleiten  gesucht  haben,  sowie  diejenigen,  welche  durch  Empfehlungekarten
  oder  Einquartierungs=  Billets  für  die  Verbindung  thätig  gewesen
  sind,  haben  das  Consilium  abcundi  oder  nach  Befinden  die  Relegation
  selbst  mit  Schärfung  verwirkt.  Relegation  mit  dem  hbchsten
Grade  der  Schärfung  (F.  61  der  Gesetze)  soll  erkannt  werden,  wenn  die
Verbindung  eine  burschenschaftliche  oder  eine  auf  politische  Zwecke  unter
irgend  einem  Namen  gerichtere  Verbindung  warz
die  übrigen  Mitglieder  verbotener  Verbindungen,  ingleichen  diejenigen,
welche,  ohne  Mitglieder  derselben  zu  seyn,  dennoch  für  die  Verbindung
khätig  gewesen  sind,  trifft  geschärfte  Carcer  =  Strafe  von  acht  bis  vierzehen
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