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es mit regnen aufhörte Quelle v. 1747 bei Freytag
Bild. 4, 101); in der Bibelspr. authören von — wie ablassen
von —: der grimmige zorn des berrn wil nieht
aufbören von uns Jer. 1, 8; böre auf vom bösen Sir.
17,22; anders, und mit Auslassung, in der heutigen
gewöhnlichen Spr. höre davon auf (zu reden); er hörte
von seinem unglueke gar nicht mehr auf (zu erzählen).
Als Ausruf der Verwunderung da hört doch alles auf!,
#oberdentsch da hört sieh alles aul. wie auch schon mhd.
ü hœren bisweilen refl. stand; Inf. als Subst.: sein
zorn uber die gettlosen bat kein aufhören Sir. 5,7;
die gemeine betet on aufbören Ap. Gesch. 12, 5.
Aufjagen, jagend empor bringen, basen, vögel
Stieler; der wind jagd den stuub auf (Goethe Div.
8, 39); frei: Amalia wie aus einem todessehlummer aufgejagt
Schiller Ränb. 2, 2; einen tyrannen in seinem
nest aufzujagen Fiesko 2, 19; geht in allem ernste darauf
um, eine reiebe frau dort aufzujagen Lefsing Brief 1772.
— aufjauchzen, in die Höbe janchzen: wenn sie (Knaben)
. ungeberdig auljauchzien Freytag Ahnen 5, 242.
Auflauf, m. Handlung des Aufkaufens. — auflaufen,
wegkaufen, in einer Gesamtbeit kaufen: allerlei geträidig
vor den thoren aufzukauten Leipziger Mandat v. 1641;
lässest alles fleiseb aufkaufen in ganz L. Schiller
Ränb. 1, 2; sehon kaufte er (der röm. Händler) deutsche
mohren auf Freytag Bild.1, 668. — Anfläufer, m, der
den Aufkauf gewerbsmäßig betreibt.
Aufkehren, auf einen Hanfen, zufammenkehren: dasz
man die gesetze mit dem besen aufkebren kann Schiller
Ränb. 3, 4.— aufkeimen, in die Höhe keimen, same keimt.
auf; bildl. schon mhd. af kimen von Begierde, im Reinfrid
v. Braunschweig): antkeumende freundschaft Zesen
Ros. A2b; den mordgesinnten ein aufkeimender rächer
Goethe 57, 58; wie aueb in ihm eine stille neigung
gegen eie aufzukeimen anfng W. Meister 3, 8; mitten
in der aufkeimenden eivilisatien Heyse Par. 2, 327.
Aufklappen, in die Höhe klappen, einen but, den
mutzensehirm; kiste deren deckel aufgeklappt war
Immermann Münchh. 4, 31; klappend öffnen, ein
taschenmesser; intrans. klappend sich össnen: thuren
klappen auf und wieder zu. — aufllären, zur Klarheit
bringen: 1) sinnlich, tranf. und refl.: was trude ist,
aufklären; das wetter klürct sich auf Stieler, batte
sich aufgeklärt Heyse Par. 3, 128; wieder aufgeklärter
himmel Goethe 51, 221; bildlich, von Mienen: sein
gesicht klärte sich auf; von der getrübten Sehlraft:
klüren eich Gangolfs augen auf, verschwunden ist der
staar Wieland Ob. 6, 90. 2) übertragen auf Verständnis,
einem etwas; er klärte ihn uber das verhältnis
auf; rätsel, dunkle stelle auf klären; wer könnte sieb
verwebren, se einen zweifel wie diesen, sich sclber aufzuklären?
Wieland n. Amad. 12, 25; wo er uber sich
selbst aufgeklüxt werden soll Goethe W. Meister S. 1
in Bezug auf Ubersicht, eine gegend aut klüren, in der
Kriegsspr., dem franz. Celairer nachgebildet. 3) in Bezug
anf die ganze Denkart: weisbeit klär es (das Volk) aut
und mache jede rauhe scele sankt Ramler 2, 58; gern
im Part. aufgeklärt: in unsern aufgeklärten zeiten
Wieland Klelia 4, 52; das resultat eines aufgeklärten.
denkens Schiller 2, 364; aueh im gemuth de aufgeklärtesten
nistet immer ein kleines alräuneben des
alten aberglaubens H Heine 10, 180. — Aufllärung, .
nach auf klären 1, des himmels, wassers, der mienen;
nach 2, aufklärung verlangen, er gab die nötigen aufklärungen;
von der inzwisehen zu gewinnenden aufklärung
uber das eigene interesse Preußen i. B. 1, 106;
aufjagen — Aufklärung.
in der Kriegsfpr.: füllt die aufklürung den kavallerie
divisionen zu Feldd. 36; nach 3: aufklärung und glaubenslreibeit
Wieland Gebrauch d. Vernunft 38; vo die
gluekliche resignation der unwissenheit einer halben aufklärung
platz zu machen anfüngt Schiller 1, 31; zur
aufklärung der Deutschen bast du .. mitgewirkt 11,
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156. — aufkleben, intrauf. über etwas kleben: das pflaster
klebt auf; tranf. über etwas klebend befestigen: marken
auf den brief aufkleben. — aufllinken, klinkend öffnen,
eine thur; auch nur da klinkt er auf Goethe das Alter.
— anusklopfcn, auf etwas tlopfen: der musikdirektor
klopfte auf, als Zeichen des Beginns; bis der kampfrichter
mit seinem stoeke aufklopte Freytag Soll 1, 100.
Aufknacken, knackend öffnen: nusse aufzuknacken
Wieland gold. Sp. 1, 1; auch bildlich, vom Nätsellöfen;
einem eine hurte nusz aufzuknaeken geben. —
aufknöpfen, Zugeknöpftes öffnen, rock, weste; begrifftauschend
sieb, sein Kleid aufmachen; den beutel (Geld
hervorlangen); in derber Rede: knöpf die augen, die
ohren auf öffne sie zum Sehen, Hören. Ubertragen
auf freies Benehmen, sich gehen lassen: ledbafte jugend,
die sieb gegen einander aufknopste Goethe DuW. 18;
ein ton (herrscht in der Gesellschaft), etwas stark aufgeknöpft
und deeolletirt Heyfe Par. 1, 203; wir haben
Zut uns aufknöpfen, weil wir uns damit doch noch
niebt zeigen. wie wir sind 2, 129. — aufknüpfen, 1) in
die Höhe knüpfen; namentlich vom Hängen eines Verbrechers:
was verbrach denn der arme teufel, den ibr
am Jesuiterdom aufknupftet? Schiller Fiesko 5, 16.
2 Zugeknüpftes lösen: einen knoten wieder anfkuupfen
Stieler.
Anfkochen, 1) tranf. schon Gekochtes von neuem
kochen: aufgekochtes fleiseh, gemuse; bildlich: er hat
uns den alten kohl von neuem aulgekocht. 2) intrauf.
in die * lochen: das wasser hat noch nicht autgekocht;
die suppe mit den kräutern aufkochen lassen;
bildlich: wut kocht in ihm auf; die roben kraftbruhen
der natur . in der böllisehen pestilenzkuche der belletristcu
kunstlich aufkoeben lassen Schiller Kab. 1, 1.
— auflommen, in die Höhe kommen, sich erheben, in
eigentlicher und übertragener Bed.: er füc hin und konnte
nieht wieder auskommen; von aufwachsenden Pflanzen:
jr saat sol niebt aufkomen Hofs. 8, 7; einen lustigen
bosch, der in verwiehenem langwurigen kricg aufkommen
war Simpl. 4, 325; von Kranken, die sich von
ihrem Lager wieder erheben, gesund werden: der kranke
ist aufkommen Steinbach; komm ieb vom lager auf
Leffing; man zweifelt an seinem auftemmen; von
heranwachsenden Kindern, anfblühendem Geschlecht, sich
mehrendem Volk: und wie das su dieke wurdent erslagen
und vertrihen, so sties doch ie ander höse volg
zu in, das sü wider ufkoment D. Städtechr. 8, 375; ire
söne komen auf Spr. Sal. 31, 28; kam vach jnen ein
ander geschleebt auf Richt. 2, 10; unter allen die von
weibern geborn sind, ist nieht aufkomen der gröszer
sei denn Johannes Math. 11, 11; uralter häuser enkel
wandern aus, ganz neue wappen kommen auf und
namen Schiller Picc. 4, 4: von Menschen in Bezug auf
Macht, Einsluß, Stellung: da kam ein newer könig
auf in Egypten 2. Mos. 1, 8; das gar selten ein keiserthum
ist aufkemen on raub Luther 4, 437; wenn die
gottlosen aufkomen, so verbergen sich die leute Spr.
Sal. 28, 28; er kann gegen seine wettbewerber nieht
aufkemmen; ich kam mit meinen grunden gegen ihn
nicht auf; er läszt niemand neben sieb aufkommen;
er kommt in der nahrung auf Steinbach; von Gebräuchen,
Moden, Sitten u. ähnl.: vil neuer siten sein
auf kumen Fastn. Sp. 107; so würe die mode längst
aufgekommen, die mäuler unterm sechlossc zu tragen
Lesfing Minna 2, 1; auch: das geld für ein denkmal
kommt auf, wird aufgebracht; schadenfeuer kam in
einer scheunc auf Zeitungsbericht 1887; von Gedanken,
Ausichten, Wünschen, Zweisel, Stimmung u. a.; misztrauen
konnte gar nieht in seiner seche aufkommen;
eine bedenklichkeit die in Kerims gegenwart nicht
hatte auskommen können Wieland Danifchm. 46; kur
etwas aufkommen, Gewähr leisten: fur allen entstehenden
schaden komme ich auf.
aufkleben — aufkommen.