Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

 

osenheime

 

 

Phemnis  ·

 

 

Der  „Rosenhelmer  Anjelger“  erschelns  fgllch  nachmags  4  Uhr  emtl  Auenahme  der  Sormund
  Eclerlage).  —  Der  Abonnemenlspreis  beträgl  viertellähriich  2
Nesaftich  Fuͤr  Pollabonnenten:  Zuslellgebũhr  frel  ino  Haus  11  Psenug  monallich.

Fernsprecher:  Verlag  und  Redakllon  Nr.  72,  Inleraten-Abtelumg  Nr.  23.

Mark  70  Vlsennia,

 

 

Nuamuer  49
Das  Rededuell  Hertling-Wilson.

*Rosenheim,  26.  Febr.
s  sieht  latsächlich  so  aus,  als  sollten  Zene
bekommen,  die  bei  Bekanntwerden  der
ngiten  W  Lilson-Botschaft  die  Meinung  ver
#-raten,  dat  wir  bereils  mitten  in  der  Frie  -
1c.sdtslu-n.)nnulderGesamthetkimckcr
,u«denelie.1ancuckqelrnenJedetm
-ici(h-taql)atdechtchskachlckchquil,enek
sien  Teil  seiner  groß  angelegten  und  von  holem
  staatemännischen  Geist  getragenen  Rede  da-¼
  benußt.  Herrn  Wilson  eine  Antwort  auf
ire  vier  Grundsähe  zu  geben,  die  der  amerika.
ücche  Präsident  als  Balis  für  die  Herbeiuhrung
  des  Friedenszustand  es  aufzustelien  Für
t  hiel:  hwar  verspricht  sich  der  Kanzler
ton  dieser  Meihode  des  Srrechens  über  den
Kanal  und  den  Ozean  hinmeg  nicht  viel,  er
nite  es  viel  lieber  gesehen,  wenn  sich  die  veritwortlichen
  Leiter  der  kriegführenden  1###
*  einem  Vorschlag  des  liberalen  engliten
  Un  terhauomitglieoes  Runciman  zufolae,
i  hih  zu  einer  praktischen  Bewrrechung  an  einen
cemeinsamen  Tisch  gesent  hätiten.  Die  Stelkungnahme
  Hertlings  zu  den  vier  Wilsonschen

I  Kath.:  Leauder

4

 

 

er  An

2  —  Beftshelle  im  Anzeigenteil  koßft  15  Olg.,  die  Petikzelle  im  Reklamesel  60  71.
Die  Armahme  von  Andeigen,  Reklamen  und  Dellagen  erfolgt  dureh  die  Annons#n-Expchttlo
H###  &  Vogler,  A-—G.,  Nosenheim,  M#chen,  Nürnderg,  Berlin,  Breslau=  Coßel  u#

Schlub  der  Anzelgen-Ammohme  12  Uhr  millags.

  

zeiger

 

 

 

r%

 

 

 

Rosenheimer  Tagblatt

Amtsliches  Publikafions-Orgas
Mittwoch,  27.  Februar  1918

Die  neue  kanzierrede.

Rußlankd  hat  die  Friedensbedingungen  des  VBierbundes  angenommen.

Krylenko  bittet  um  Erneuerung  des  Waffenstillstandes.  —

Beginn

der  Verhandlungen  mit  Rumänien.  —  Reval  und  Psktow  besetzt.

undsätzen  ist  positio.  Nach  dem  Westen
len  gibt  er  die  Zusicherung,  daß  an  eine
Winverleitung  belgicchen  Gelietes  oder  eine
Elushebung  der  Selbftändigleit  Belgiens  auf
rulicher  Seile  nicht  gedacht  werde;  allerenss
  müßten  Garantien  dafür  gebozen  werden,

  daß  Belgien  nicht  zum  Tummelplatz  englucher
  Machtgelüste  wird.  Im  Hinblick  auf  den
iegreichen  Vormarsch  im  Oslen  betonte  der
oinz  er,h  daß  cs  uns  serne  liege,  Livland  und

Süland  zu  annelstieren,  und  daß  umer  Vorbehen
  dort  lediglich  deshalb  erfolgt  sei,  um  die
Küher  und  Sicherheit  an  uns  eten  Grenzen  herzueilen.


Nicht  minder  wichtig  war“  der  zweile  Teil  der
lanzler-Rede.  Er  wird  den  stärkiten  Wider-D’ail
  finden.  denn  er  begrundet  sich  auf  höchst
neale  Tatsachen.  Graf  Herttlins  lonnte  dai
  die  Mitleilung  machen,  daß  die  Lenin-Regieung
  sich.  nunmehr  bereiterklärt  hat,  die  deulchhen
  Fricoecns  bedingungen  an
w(ehmen  und  nach  Breft-Litowel  zum  nid
aes  Friedens  zu  lommen.  Aufsfallend  war  die
Huversicht,  mit  der  Graf  Heriling  von  den  Ausslen
  des  Friedens  im  Citen  sprach.  Eindring-1
  klang  durch  den  Schluß  seiner  Ausführundie
  Mahnung,  unsere  westlichen  Feinde
*  lochten  vor  dem  Ausbruch  des  groß  en  Unwetlers
  im  Westen  sich  doch  noch  das  Beispiel  der
einichen  Bundesgenossen  zu  Herzen  nehmen
nd  ein  Ende  des  grausamen  Spiels  eintreen
  lassen.  Fruchtlen  wird  dieser  Appell  an  die
Menschlichten  herzlich  wenig!

Der  Verhandlungsbericht.
WIB.  Berlin,  25.  2.  (Drahtb.)
Die  heutige  Reichstagssitzung  trug  das  Gepräge
  eines  großen  Tages.  Bundesratstisch  u.
inen  sind  überfüllt,  auch  die  Hofloge  ist
vicht  besetzt.  Sämtliche  Staatssekretäre  sind  anlesend.

Vizepräsident  Dr.
Sitzung  um  3.20  Uhr  und  gedenkt  des  Ableleus
  des  Grohherzogs  von  Mecklenburg-Strelitz.
  Der  Vizepräsident  erbittet  und  erhalt  die
Smächtigung,  dem  König  von  Württemberg
zum  20.  Geburtstag  die  Glüdwünsche  des
Neichstags  übermitleln  zu  oursen.  (Lebh.  Bravo.)
  Mit  freudig-bewegten  Worten  gedenkt  er
sodann  der  glüdllichen  Heimkehr  unseres  Hilfs
kreuzers  „Wolf“  (wiederholter  Beifall),  dem  es
gelang,  nach  15  monatiger  Fahrt  in  fernen  Gemässern
  mit  Besatzung  und  reicher  Beute  in

  

 

den  Heimathafen  zurückzulehren.  (Lebhafter
Feisall.)

Auf  der  Tagesordnung  steht  die  erite
Etatles

u
Reich-länzler  Graf  v.  Bertling
erklärt  zunochst,  daß  er  sich  wenig  Rutzen  von  einer
Vortsetzung  der  Friedensbesprechungen  in  der  Oesfsfent
lichkeit  verspreche.  Ein  liberales  Milglied  des  enalileden
  Unterhauses  und  stüherer  Mininer,  M.  Waller

 

Paasche  eköffnete  die

 

 

Runciman,  hal  karglich  der  Meinung  Au-druck  gegeben,

daß  man  dem  Frieden  weit  näher  kame,  wenn  fiatt  der
öffentlichen  Aussprache  berufene  und  veramwortliche  Vertireter
  der  kriegfuhrenden  Mäckne  sich  in  engerem  Kreife
zu  einer  gegenseitigen  Aussprache  vereinigen
wollen.  Ich  kann  dem  nur  zuslimmen.  Es  wäre  das  der
We9.  di:  vielen  gewollien  u.  ungewoliten  Mißverlländnisse
aufzuräumen  und  unfere  Gegner  zu  nötigen,  unsere:
Worte  so  zu  nehmen,  wie  sie  gemein:  sind  und  auch  selbt
mil  der  Farbe  herauszurücken.  Ich  kann  wenigstens  nicht
finden,  daß  die  Worte,  die  ich  bei  zrei  Geiegenheiten  hier
gesprochen  habe.  im  seindlichen  Auelunde  eine  objeltive
und  vorurteilslose  Wurdigung  gefunden  halle.  #Zu
Mimmung.)  Eine  Auseinandertetzung  in  engem  Kreise
wurde  zudem  cliein  zu  einer  Vernandigung  uber  die  die
lien  Einzelstagen  fuhren  können,  die  bei  einem  Ausgleich
beitehender  Gegensate  in  Belracht  kommen  und  derer  Er
iedigeng  erit  den  Ausgleich  wirklich  herbeifuhren  kann.
J&  denke  hierbei  ganz  desonders  an  unsere  Siellung  ge
genüber  Zelgien.  Zu  wiederholten  Malsen  ist  von  die
dzer  Slelle  aus  gesagt  worden,  daß  wir  nicht  daran  denken,
Belgien  in  behalten,  den  belgischen  Staat  zu  einem  Be
standteil  des  Deulscten  Reiches  zu  machen.  dak  wir  aber.
wie  mi:  d.#s  ja  auch  in  der  Paerfl.  Note  vom  1.
vorigen  Jahres  auegefubrt  haden,  von  der  Gesahr  be
lutet  bleiben  musien.  deßz  das  Land,  mit  dem  wir  nach
dem  Kiiege  wieder  in  Frieden  und  Frecundschaft  leben
wollen.  zum  Gegen'land  oder  zum  Auimarichgebiet
feindlicher  Machenichaften  or  nre.
Mittel.  dieses  Ziel  iu  czteichen,  und  da  .
nen«!lskl.t.edcn,.1dkncn.m’1emen»-N-r..:i...
Kreisemkhandcltwctdem

 

   

iIILeDenke.iowsndcnnvårnnknicknableh

nendoeklnhcmwennguchbieVeiokechungZum-Oftnur
eine  unverbindliche  jein  kann.  Einweilen  aber
schein!  es  nicht,  als  ob  die  erwahnte  Anregung  des  cnn
lischen  Parlamentariers  Aussicht  bine,  greifllare  Genal#

anzunehmen,  und  so  muh  ich  die  biöberige  Methode  de

Dialogs  uber  den  Kanal  und  den  O  zean  binweg  deibe
balten.  gden  ich  mich  Lierzu  anschicke.  gebe  ich  gerne
zu,  dab  d

Wu  des
vom  11.  dse.  Mts.  vielleid.  einen  kleinen  Schritt  zur  ge
genjeitigen  Annaberung  bedeuten  durste.  Ich  uberaehe
daber  an  die  vorauegeschikten  uberlangen  Aus
fuhrungen,  um  mich  gleich  zu  den  vier  Grundsaucn
zu  wenden,  welche  nach  Ansicht  des  Heirn  Wilson  bei  e:
nem  gegenseititen  Meinungsauetausch  Verwendung  #in
den  mußten.

Dererste  Say  belagt,  daß  ieder  Teil  einer  enden:
aen  Vercinbarung  im  wesentlichen  auf  der  Gerechtis
keit  in  dem  bestebenden  Falle  und  auf  einem
solchen  Ausgleich  ausgebaut  sein  musie.  von  dem  eam
  wahricheinlichlten  ist,  daßz  er  einen  Frieden,  der  daui#t,
  herbeiluhren  wird.  Wet  wollte  hier  underiyre

(Zustimmung.)  Der  Sanu.  den  der  große  Ki#-chenv#at#eAugustinus
  vor  eineinhalb  Jahrtausenden  geprägt
  hat:  Justiciam  sundamemum  tegnorum,  hat  auch
heute  noch  Geltung,  und  gewih  ist,  daßh  nur  ein  in  cilen
Teilen  von  den  Grundsaten  der  Gerechtigkeit  geltagener
Friede  Aussicht  auf  Vestand  bat.

Der  zweite  Satz  verlangt,  daß  Volker  und  Provinzen
  nicht  von  der  Staatsoberhen  in  einc  andere  herumgeschoben
  werden.  als  ob  es  sich  lediglich  um  Gegen
stände  oder  Steinc  in  einem  Spicle  handell,  wenn  auch
in  dem  großen  Spich  des  Gleichgewichts  der  Kraste.  des
nun  fur  alle  Zeiren  diekreditiert  ül.  Auch  dieiem  Satz
kann  unbedingt  beigesiimmt  werden,  ja  man
wundert  sich  daruber,  daß  der  Prasident  der  Vereinigten
Staaten  cse  fur  notwendig  gehallen  hat,  ibn  neuerlich
einzuschärsen.  Der  Satz  enthalt  eine  Poleniuk  gegen
langst  verschwundenec  Zuslände  und  Anschauungen,  8c3c#
Kabinettspolilik  und  Kabinettekri:ge,  gegen  Vermischung
von  Stoalsgebiet  und  furkkliches  Prwateigentum,  was
alles  einer  weit  binter  uns  liegeüden  Bergangenhen  angehört.
  Ich  moc  te  nichl  unlöhflich  sein,  aber  wenn  mun

Prasidenten  Wilson

August  |

Wenn  asso  ein  Vorschlon  ½
die  er  Richtung  lärte,  eiwa  vron  der  Regierun

 

sich  ftuherer  Aeußerungen  Wilsons  erinnert,  so  kann
man  ihn  in  dem  Wahn  befangen  glauben,  als  bellche
in  Teutschland  cin  Gegensatz  der  autokratischen  Regie
k#ung  und  der  rechllosen  Masse  des  Volkes,  und  doch
kernt  de:  Pr'ident  der  Vereinigten  Staaten,  wie  wemnigiens
  di:  deuitsche  Ausgabe  feines  Buches  uber  den
Staal  beweist,  die  deuliche  siaatsrechtliche  Literatur,  und
weih  somn,  das  cs  bei  uns  keine  Autok#rarie  gidt  und
de  ahß  bei  uns  F##en  und  Regierungen  nur  die  ober

ten  LOrganc  eines  im  S  jfammen
mßês  ten  BZolkoro:garis:

Der  deitte  Say  W  B%„  wonach  jede  Lö

sung  einel  Gebiele  frage,  die  durch  diesen  Krieg  auf.
geworsen  uird.  im  Intereise  und  zumanen  der  darin
#olreden  Bevolkcezung  octroffen  werden  muh.
in  doch  nar  eine  weitere  Aus  fubrung  des  zuver  erwähn
ie  z#eSaßes  und  kann  alio  ome  weitercs  in  die
I  büam  erleiilen  unmung  miit  eingeschlossen  werden.

Endich  der  viecr!  SZas:  Er  verlangt,  daß  alle
ar  umgesch  naliongalen  Ansprüche  die  weitest
gebende  Befriedigung  finden  jollen.
stirume  ich  grundsatzuch  en.

—  erklare  allo  dem  Presidenten
ein  veritanden  bin.  dah  die  don
en  Sabe  die  („zundlagen  eine:

   

ieben

 

Wiison,  daß  ich
ihm  aulgenell
AUereinba- 



 

ung  über  den  Welti:-:ieden  biiden  kön
nen  Tsi  Beifall  Nur  ein  Vorbehelt  n#
zu  machen:  diese  vier  G-  zce  mu  ubten  nicht  nut  von

  

dn  Prafiden:en
sondern  i#
u.  Ratio
ron  dieien

tacten  vor  geschlagen
muhten  auch  von  allen  Stazien

tat#iachlich  chlagen  werden.  Aber
Zieien  iind  wirt  leider  noch  sehr  ###t  ent.

-

nen

 
 
   
 

felnt.  Wenn  daher  He::  Wilfon  an  ciner  Stelle  jagt.
Der  deuriche  itebe  vo:  dem  Gerichte  de:
ganzen  Weilt.  wic  die  Dinze  beute  lieqen.

 
 

 

 

 

 

 

*!  Namen  des  Dieiu:  5,  und  i#n  Namen  unse.
ter  Verbundeten  dieien  Gerichtehoi  al-  befarngen
  ableunne  n.  (Lebhafte  Zurmitwung  Die
Kricgeziele  Englande,  wic  iic  in  den  letzten  Reden  Llond
’  res  befondere  wirder  getteten  iind.  ver
lungen  noch  immoe:.  daßz  de:  vas  nich  dert
Wilen  Enalande  geflate:  werden  und  menn
Ensland  von  dem  Selb#tbellimmungetecht  der  Voiker
urichl,  so  denl:  er  nich:  da:  an,  diese  Grundsae  elma
auf  Irland.  Acgpten  s

  

klusere  Kricne
elusanz  an  die  neerin  ung  delande
  *.
Unier  Nommarsch  in  der  Uk:raine  war  deimm.
  die  Fuchte  des  Ftiedensmit  der  Uktaine  zu
sichern,  die  durh  di=  Machinanonen  der  Volschewiki  #ge.
lahrdet  wurden  und  der  Erfolg  int  bereits  eingetreten.
Lai2  Vormarich  fand  ceine  wertere  Unterunung  dadurch.

dab  von  seilen  der  Ukraine  dringende  Hilseruse  an  uns

tamen,  lie  in  der  Ordnung  und  Sicherung  ihres  neuen!.
widkelten  Staatswesens  zu  unterstugnen.  Wenn  auch  in
anderen  Gehbielen  militarische  Operationen  sich  angeschloi.
len  haben,  so  liegen  auch  diesen  Eroberungsadsichten
schlechterdings  sern.  Ich  beione,  dag  wir  gar  nicht
daraon  denken.  ume  in  Lvioland  oder  Enland
  je  festzusenzen.  (Bravo!)  Was  wirt  wun;
schen  il  nur.  mit  den  sich  dom  entwickelnden  unadban.
a#igen  Staatsgebilden  demnachst  in  Frieden  und  Freund.
schaft  zu  leben.
Bevolkerung  hin  haben  wir  unsere  militariichen  Opera##
oncn  begonnen.  Aber,  meinc  Herren
Operationcn,  welche  wir  in  friedlichen  Adsichten  unternommen
  hatien.  daden  doch  einen  weit  uber  das  ur.
Iprunglich  geseate  Ziel  hinausgehenden  Erfolg  davongelragen.
  Die  Herren  wissen  ja  bercils  durch  die  Mit.
leilungen  des  Herri#  Staatssekretars  von  Kuhlmann  von
dem  Funlioruch  Trotky.  der  demnächst  cuch
itbriflliche  Bestatigung  fand  und  die  Milteilung  brachte.

die  rufsische  Delegation  wolle  die  abgebrochenen  Frie.

densverhandlungen  wieder  aufnehmen.  Unsere  Antwort
war,  daß  wir  dazm  bereit  seien.  Wir  lhaben  die  Friedenebedingungen
  in  Form  eines  Ulsima-Auch

  diesem  Satze
«

chisjlichaufdeaWunschderdonmtn"

,dtcimlnatnchen»

III-:  Lande-M  64.  Jahrgaug

tums  dorthin  gescich.  Die  ruffischen  Delegierten  sind
auch  bereils  abgerei.  Urichte  Friedensbedingungen  sind
im  Prinzipo  vonder  russtichen  Regierung
angenommen  worden.  (Hört!  Hört!  und  Bravo’)
Unsere  Dele  gierten  lird  genezn  abend  nach  Bren.  Litowek

abgeteist.  Tas  ist  die  neue  Zrche  reudige  Mitteilung,
die  ich  Ihren  zu  mhen  in  der  Lagze  bin.  (Lebhaftes

Bravo!)  U#  uns  die  Früchte  des  Friedens  mit  der

Ukraine  zu  icchern,  hat  unsere  Heeresberwaltung  nochmmals

  das  Schwert  gogen,  und  der  Friecde  mu  Rußland

V##ird  demnächi  das  zluckliche  Ergebnis  sein.  (Beifall.)

Die  Friedcer#verbandlungen  mit
Rumanicn

 

hohen  am  23.  Feblicbegonnen.  Die  Nerhandlungen

 

 

iind  schwiciz,  wetl  ###:  hiet  nicht  allein  stehen,  sondern
die  Pilicht  bater.  #i  dte  berechnig:en  Anterenen  unserer
Verbündeten,  hien  ich  Ungarn,  Bulgat  en  und  die
Turkei  eirzulnteren.

Ron  Polen
ein  kurzes  Wort  und  zwar  deswegen,  weil  sich  neuerdinge
  die  Entente  und  auch  Herr  Wilso  garz  belenders
fu:  Polen  zu  intertiteren  scheinen.  Auch  jetzt  im  die
ãrage,  die  wit  anderin  *ms.  Fragen  wirtschoftlicher
Art  verbunden  ist,  nicht:  uber  das  Stadium  eingehender
Unterdandlungen  inrerh#ald  der  drei  beteiligten  Mächte
Teulschland,  OCenerteit  Ungarn  und  Polen  binausgekom-’en.
  Zu  den  Scheligleiten,  die  schon  vorhanden  wain
  durch  den  Zusommendruch  des  alten  Rußland
eine  neue  Schwicziakeit  binzugetrezen,  die  Frage  der
A  5#n  #:enzung  dez  neuen  delnischen  Ztaates  gegen
(Gbchietsteile.  Es  in  daher
ch  Belennimerden  des  Itiedens
«  Besen  Zuksspeirsekrksgroßch

  
 

TCII

 

 

 

    
 

  
 

 

.11d..
untudi  ing  bres  dat.  Ich  darf  mich  wobl  der
à  bingeber,  dißz  a#ch  untct  billiger  Berücklsich:i- 



au  *  de:  volkiche##  ##  zednitte  ein  Ausgleich  lich  errcichen
laiie#d.  und  die  Abf#ich:  dazu  bat  eine  gemisse
VBerrhigung  in  Pe###n  hervo

 

 

"1  Sie  woerden  aus  meinen  Dariegungen  ennommen  baben,
  dat  wir  jent  r#e#n  de:  Aue  scht  üchen,  auf  der  gesamten
  Oüfront  br#  bet  suc  bis  zurt  Schwarzen  Mter

Ertod#  baden  sich

Frieden  zu  bekortt#r.  ::  Molb

 

die  Ftage  votgelen.
de  d.  #uid,  de  „m
eden

b  wirt  allaemcinen  Weltm
  hber:kommen.

En:en:  telandern  hören,  laßz:
Zustimmung)
.  die  rein  desenimo
d.  Uund  die  Kriegsziele  der  Entente  nach  wie

EEI  gerichre.

den

 
 
 
  
 
   
    
  
  
  
 

aagreiiiven  Polin#k  wa-Errente
  immer  noch,  von
.  chcnundcutokkctischen
fest,dc.sbc:thtcnfriedinEukcpa
Drtnkmvekwnkcmvcnnnicht
:.:di!:g:-ankbh1niugcss.sg1.
die  Neutralitat  der  neutralen
Gegenuder  eilein  neuerdings  in
In#riger'viel  dieser  Art
:beit,  rüt  allem  Nachdruck  u  ereinen
  Augendlick  daran  gedacht  ha-  



begonnenen

tattile  ich

 

  

lasen,  dan  :
ben.  und  #  '  denken,  die  schweiszerische
  Neu  ite:  anzutasten.

####ll  fehnt  ich  na#)  Frieden.  (Sehr  richna?)
Aber  er  scheint  miche  daß  dicies  Sebnen  irgendwie  der
der  Enter:  e  (hö:  findet.  Krieg  bis  zum  Aeuseinen:
  Da#  war  und  so  lautere  auch  die  Parole
bei  den  Konferenzen  in  Versailles,  und  diese  Parole  bot
wiederum  in  der  Nede  Llond  (Goges  lautes  Echo  gefunden.
  (Schr  wahr:)  Ich  bhabe  zwer  auch  von  anderen
  Summen  gebort,  die  in  Enaland  laut  geworden
lind.  Wir  kô#n  nur  wunschen,  daß  diese  Stimmen  sich
Prebren.  Abe:  dazu  ist  es  die  boch'te  Zeil.  Denn  de
Wel  lchi  zurzen  vo:  der  grobßten  schicksals.-schwerücn
  Enticheidun  .  Cniweder  die  Feinde
cnlichließen  sich,  det  Stimme  de:  Menschlichkeit  und  Ver.

nunft  Gehor  u  geden  und  Frieden  zu  machen,  oder  sie

meinen,  den  vcrocherichen  Wahn  des  Eroberungekrieges
noch  sorlsetzen  zu  msten.  Dann  werden  unsere  her#r.

lichen  Truprca  unter  ihren  genialen  Fühiern

  weilckampien.  Daß#  und  in  welchem  Um.
Jjange  wir  bierim  gerusich  sind,  wissen  auch  die  Feinde
zur  Genuge.  Und  #mer  braves  bewunderungswürdiges
Velk  wird  wener  cueharren.  Aber  das  Blut  der  Gesallenen,
  di:  Ouclen  der  Derstümmelten  und  all  das
Leid  und  die  Nol  der  V#lker,  sie  werden  über  die
Houpter  deier  kommen,  die  der  Stimme  der  Menschlichkru
  bir  zum  lenten  Augenblick  wederstanden  haben.  (Leb-Die