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Seine Königlichen Majestät das Geld dazu geben, daß der Plan sodann
um so besser ausgeführet werden kann. 14) Nach einem gemachten Ueberschlage
können in beiden Departements von West-Preußen noch 14000
neue Familien angesetzt werden. Dieserwegen muß sich der v. Domhardt
mit der Marienwerderschen Kammer näher einverstehen, wieviel
davon in jedem Departement zu etabliren, sodann muß der Anfang davon
bei den Aemtern und bei den städtischen Gütern gemacht werden, dagegen
bei den Edelleuten darunter noch nichts geschehen, so lange sie ihre wilde
Wirthschaft noch so fortführen und nicht ordentlicher werden. 15) Hienächst
muß er auch ein Auge haben auf die Pächter der adlichen Güter solcher
Besitzer, die in Polen wohnen, daß sie den Edel-Leuten die Revenües
nicht avanciren, denn diese sind gewöhnt, ihre Pächte gleich auf einige
Jahre im Voraus zu nehmen, und solche in Polen zu verzehren, dadurch
wird das Land immer ärmer, das muß also durchaus nicht gestattet werden,
weshalben auch die Westpreußische Regierung bereits Ordre hat, solches
zu verhüten und müssen dergleichen adliche Pächter die Revenües nicht
anders als guartaliter bezahlen. Dieses ist eine Ursache mit, weshalben
Seine Königliche Majestät gern sehen werden, wenn gute Leute
bürgerlichen Standes auszumitteln, die diesen polnischen Edelleuten ihre
Güter abkaufen. Denn obwohl in andern Provinzen es wider die Gesetze
läuft, Majestät doch in Westpreußen solches accordiren, um nur die Polen
loß zu werden, weil ihnen dorten ein guter Bürger lieber ist, wie alles
das volnische Volk. 16) Auf die Anpflanzung des Holzes und Verbesserung
der Forsten muß der v. Domhardt ebenfalls alle Attention
haben, es ist solches zwar die Pflicht und Schuldigkeit der Forstbedienten,
allein er muß doch darnach sehen, daß das alles so geschiehet und befolget
wird wie es befohlen worden. So muß er auch 17) mit denen Polen
keine Complimente machen, denn dadurch werden sie nur noch mehr
verdorben, sondern er muß scharf darauf halten, daß sie denen Ordres
gehörig nachleben, ihre Praestanda zur gesetzlichen Zeit richtig und prompt
abführen und ihnen nicht die geringste Nachsicht gestatten, sonsten wenn
er nicht mit der Execution gleich dahinter ist, hilft alles nichts. Hiernächst
18) gibt es auch dorten einige Wiesen hin und wieder, die Torfgrund
haben, da muß er nun untersuchen was besser ist, ob Pferde oder Schafe
darauf zu ziehen: sind es Pferde, so muß er dann sehen, die Zucht ordentlich
einzurichten, und wenn es auch nur solche Pferde sind für die Bauern
oder die bei Kriegeszeiten zu Proviant= und Artilleriepferden zu gebrauchen.
19) Gehet Seiner Königlichen Majestät Intention auch dahin, daß die
Bauern freie Leute sein sollen und keine Selaven. Einige deutsche Kolonien
dorten sind schon frei, aber das mehreste polnische Volk sind noch wie die
Sclaven und haben auch nicht mal rechte Lust, frei zu werden, das muß
er nun sehen nach und nach zu bringen. Es können zur Beförderung
dieser Absicht auch einige Kammer-Vorwerker, wo keine Brauereien dabei
sind und wo es sonsten auch convenable ist, abgebauet und dergleichen
freie Leute darauf angesetzt werden. Das muß nun aber alles zuvor