Full text : Blätter für Rechtsanwendung. Alphabetisches und systematisches Register über die ersten zehn Bände. (10)

heitsgetreue  Angaben  über  ihren  Viehbestand  zu  machen.  Wissentlich  un—
richtige  Angaben  sind  bis  zu  30  Mark  oder  verhültnimäßiger  Haft  strafbar.
Ob.-Präs.  Verord.  v.  11.  November  1877,  Ges.  v.  25.  Juni  1875,  §  60  und  Reglements

  vom  3.  März  1876,  8  10.

Statt  Nr.  15.  Getreide-,  Heu-,  Stroh=  und  Stoppel-Schober  dürfen  nur  z.  S.
in  einer  Entfernung  von  mindestens  50  Metern  von  steinernen  mit  93.
Ziegeln,  Schiefer,  Cementplatten,  Metallblech,  als  feuersicher  nach  den
bestehenden  Verordnungen  anerkannten  Dachpappe  oder  Holzcement
gedeckten  Gebäuden,

aufgestellt  werden.  »  ,

Jede  Uebertretung  dieser  Verordnung  wird  mit  Geldstrafe  bis  zu  30  Mark,
an  deren  Stelle  im  Falle  der  Unbeitreiblichkeit  verhältnißmäßige  Haft  tritt;
bestraft.  Ob.-Präs.  Verord.  v.  21.  Juni  1878.

Für  Erweiterung  und  Verlegung  von  Straßen  ist  durch  den  Bauplan  Anl.
die  Fluchtlinie,  Begrenzung,  nach  dem  Gesetz  vom  2.  Juli  1876  und  der  In-  G.
struction  dazu  vom  28.  Mai  1876  festzustellen  und  inne  zu  halten,  laut  Anl.  45.

Ueber  Verwaltung  der  Bau=  und  Schiffahrtspolizei-Angelegenheiten  an  z.  S.
der  Oder  von  der  Landesgrenze  bei  Oderberg  bis  Schwedt,  ist  unter  Auf-  N108  2
hebung  des  Reglement  vom  29.  Mai  1874,  des  Reglement  vom  14.  Juni  1879
ergangen  und  in  allen  Amtsblättern  publicirt.

Beresl.  S.  185,  Lieg.  173,  Oppeln.  S.  177.  ..  »

An  Stelle  der  Anlage  Nr.  19  ist  die  Ober-Präsidial-Verordnung  vom  z.  S.
21.  Juni  1878  in  der  Anlage  Nr.  46  getreten.  ·  Ausze-AnStellederAnlaeNr.20d1eOb«e-r-·Präsidial-Verordnungvom-«n'


7.  März  1878  in  der  Anlage  Nr.  47  beigedruckt.  Anl.  47

Zur  Errichtug  eines  Wohnhauses  oder  Einrichtung  eines  schon  vor=  z.  S.
handenen  Gebcudes  zum  Wohnhause,  außerhalb  einer  im  Zusammenhange
gebauten  Ortschaft  —  Gründung  neuer  Ansiedelung  —  ist  das  Gesetz  vom
25.  August  1876  maßgebend.  »

Zu  der  Anlage  Nr.  26  ist  die  Ober-Präsidial-Verordnung  vom  21.  Juni  z.  S.
1878  Anlage  Nr.  46  zu  beachten.  120.
19  Ueber  die  Genehmigung  von  Gemeindebeschlüssen  wegen  Benutzung  z.  S.
öffentlicher  Schlachthäuser  und  wegen  Untersuchung  des  in  solche  ge=  125.
langenden  Schlachtviehes,  sowie  über  Bestätigung  von  Verträgen  zwischen
Gemeinden  und  dem  Errichtungs-Unternehmer,  (Ges  vom  18.  März  1868)

2)  über  Entschädigung  der  Eigenthümer  und  Nutzungsberechtigten  von  Privatschlachtanstalten

  wegen  zugefügten  Schadens  beschließt  der  Provinzialrath.

aad  1  findet  Beschwerde  an  den  Handelsminister,  ad  2  nur  der  ordentliche
  Rechtsweg  statt.  §  145  d.  Ges.  v.  26.  Juli  1876,  Comp.  Ges.

Aunf  Klagen  gegen  Verfügungen  der  Ortspolizeibehörden,  durch  welche  z.  S.
ein  Baukonsens  versagt  oder  nur  unter  Bedingungen  ertheilt  ist,  oder  solche  126
nachträglich  auferlegt  sind,  entscheidet  der  Kreis-Ausschuß  in  Stadtkreisen,  Nr.  48
Und  in  den  zu  einem  Landkreise  gehörigen  Städten  mit  mehr  als  10,000  Einwohnern
  das  Bezirksverwaltungsgericht.

Ueber  Anträge  auf  Dispenfation  von  baupolizeilichen  Bestimmungen
beschließt  der  Bezirks-Rath  an  Stelle  der  Bezirksregierung.

§  156,  Ges.  v.  26.  Juli  1876.
Nur.  49  ist  die  Abänderung  eingetreten,  daß:  «  z.  S.
1.  über  Genehmigung  zur  Errichtung  oder  Veränderung  der  bis  zu  Dampf=  130.
kessel-Fabriken  genannten  Anlagen,  der  Kreis=  (Stadt-)  Ausschuß,  und
in  Städten  mit  einem  Landkreise  und  mehr  als  10,000  Einwohnern
der  Magistrat;