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Num̃mer 166
tianazzi. Bei der Mai- Offensive 1916 wurde
die alte Mutter von unseren Soldaten mit ihrem
Sohn, der trantl war, in einem lleinen
NRest in Afsiago in einer armseligen Hütte angetroffen.
Aus Mitleid wurde die alte Mutter
mit ihrem kranken Sohn, der auch schon ein gebrechlicher
Mann mit 77 Jahren war, nach rückwärls
abgeschoben. Zuerit wurden beide von der
Militärbehörde im Sanatorium der Barmher--zigen
Schwestern an der Kettenbrücke untergebracht,
wo der Sohn bald darauf verschied, alsdann
die 103 jährige Mutter dem Siechenhause
zur Pflege. übergeben, wo sic ihrem Sohne im
Tode ackhfol-. te. Die 103 jahrige Wra war nur
zwei Tage krank und erfreute sich bis zuletzt einer
großen geistigen und körperlichen Rüstigkeit.
Oberland.
Juli. Unser Bauern-Jahre
auf ein 3000 jäh-
Miefersfelben, 20.
theater kann im nächsien
riges Besiehen zurückblicken. Die ersic Anregung
zur Gründung eines solcken Theaters gaben
Schmiede, die in dem an den Ufern der
Kieserer Acke im Jahre 1611 errichtelen öslerreichischen
Hammerweri beschäftigt waren. Sieben
Jahre späler, im Jahre 1618, verlündeten
sie den Bewohnern von Kiefersselden und Umgebung,
daß sie eine „Komödie“ vom Sape
lassen werden. Als Bühne diente die Laube des
Veitenbauern, wolei die Zuschauer an dem anitoßenden
Friedhofberg sitzend Platz nehmen
mußten. Später wurde auf dem sog. H#arberg
am Wege zum Hechtsee eine eigene hölzerne
„Komödienhutte“ gebant. Der Spielpian
beiland schon damals in der Aufführung
von romantiften Ritterschauspielen in denen
Mord, Gist, Dollh und Schwert eine hervorragende
Rolie spiellen. Aber auck Begebenheiten
aus der biblischen Geschichte, aus der Hiiligen-#egende
und aus der Leidenszeit der Märtyrer
gaben den Stoff zu den Theaterstücken ab. Den
Text hiezu schrieben in der eren Zeit wohl die
biederen Schmiede sellu; in *“ Zeit, zu
Ende des 18. und Anfang des Jahlh., versaßte
sie in groß zr Zahl ein *J¾ dir Kohlitatt
beschäftigt gemesener Kohlenbrenner namens Joseph
Schmaz aus Brirlegg, wo er 1846 starb.
Gespielt wurde seit älteuer Feit im Sommer
an den Nachmittagen der Som- u. Feier-=lage.
1836 hatte man auf dem schönnen Punkt
des Haar- bzw. Buckberges, an der sog. Kirchleilen,
eine neue, praltische „K
etrichtet, die 350 Personen faßte. JIm Laufe der
Jahre hat sich das Kieserefeldner Bauerntheater
einen bedeutenden Ruf erworben, sodaß es von
Reisehandbüchern und —chriftitellern vielsach lobend
erwähnt wurde. Der heutige Kieferer Musentempel
slammt aus dem Jahre 1847. Mit der
Zeit erfuhren die zur Aufführung erwählten
Rittersck auspiele und Schauerdramen eine Verbesserung
und Modernisierung, befonder#o ourch
flädt. Kapellmeister Silvester Greiderer in Kufslein,
einem geburtigen Kiesersfeldner, der ein
großer Förderer des Kieferer Bauerntheaters
war, viele Stüke selb rerfaßte und auch eine
überaus ansprechende Musik dazu schrieb. Vielleickt
gelingt co, im nächsten Jahre, zur Friedenszeit,
das dreihundertjährige Jubiläum des
Theaters in würdiger und festlicher Weise zu
begehen.
Kolbermoor, 20. Juli. Obwohl die Kartossel
auf den Feldern noch nicht reif sind, werden
sie doch schon gestohlen. Der Gendarmerie
ih s gelungen, einige Kartoffelfreuler seilzunehmen;
es sind meist noch schulpflichtige Juncen.
Kielfack sind Kartoffel auch mutwillerveise
ausgerissen worden, sodaß der Schaden besonders
empfindiick ilt.
Heufelds, 20. Juli. Der Dienubube Rupert
Gliebl von Henfeldmühle in schwer verunglült.
Er sland in Dieniten der Bäuerin Pritzt in Högling
und geriet in das Triebwert des Göpels.
Dabei wurde ihm das rechte Bein so zerquetscht,
daß es abgenommen werden mußte.
Polskihen, 20. Juli. Die beim Käser
Klein dahier in Dienu siehende Magd Maria
Bichlmeier von Großeglsee, BA. Wolfratehausen,
wurde wegen Verdachtes des Kindsmordes
ins Amtsgericktsgefängnis eingeliefert. Sie leugnete
anfangs, enlbunden zu haben, bequemte sich
aber dann zu dem Eingeständnis, ein toles
Kind zur Welt gebracht zu haben, das von ihr
dann verbrannt wurde. Die gerichtliche Untersuckung
wird Klärung in diese Sache bringen.
Bausham, 20. Juli. Auf bedauerliche Weise
ums Leben gekommen ist der bisher im Heeresdienste
gestandene und zum hiesigen Bergwerle
beurlaubte verheiratete Lohnkutscher Otto
Schreyer von Schliersee. Als er auf der !—
sohle des Ludwig-Schachtes, einem Motorz
begegnete, wählte er, die drohende Gefahr ant
nicht erkennend, den engeren Weg und kam so
zwischen den Motor und Zimmerung, wobei ihm
der Brustkorb eingedrückt murde und er alsbald
seinen Geist aushauchte. .
Tretlaffing, 20. Juli. Die Gemeindeverwaltung
gibt bekt daß in Zukunft alle, die
hich Feldschäden anns Felodiebstäbse zu Schulden
kommen kassen, mit Namen in der Jeitung verös-sentlicht
werden.
Ba Reichenhall, 20. Juli. Beim Ehgasserbauern
Eg. Aschauer in Holzhausen wurde
eingebrochen und ekwa 200 Mark Bargeld entwendet.
Ter Täter, von dem man bis jetzt keine
— kur haj, jderni in seinem unsauberen Band-
e- Rosenheimer Anzelgen
werl geslört worden zu sein, denn er lieb einen
zurechtgelegten Laib Brot und ein Quantum
Mehl liegen und verschwand.
muoles.
Sitzung des Stadtmagistrates
R heim. l
.- 13. Juli 1917.
Die etatsmäßig für das Jahr 1917 zur Versügung
llehende Stipendienslumme aus dem
Gymnasialstipendienfonds im Betrage von 400
arl wird nach Einvernahme des K. Gymnasieneltors
und des Institulsdirektorals unter
Bewerber gleichmäßig verteilt.
Dem Magistratsoffizianten Michael Braun
wird das Bürgerrecht als Kampfteilnehmer des
gegenwärligen Krieges gebührenfrei verliehen.
Dem Antrage des Kunstmühlbesitzers Oswald
auf Aussck neiden der Alleebäume an der Rathaus#ffraße
zwischen Hummervach und Mangsall
wird stattgegeben.
Einer Näherin aus Rosenheim wird aus der
Gg. Huberschen Wohjtätigleitsstistung ein Aus-##euerbeitrag
von 200 Mark bewilligt.
Eotaimachrichten.
Rosenheim, 21. Juli.
Auszeichnungen im Felde. Dem seit
Kriegsbeginn bei einer Kraftfahrabteilung im
Westen slehenden Unleroffizier Georg Vodermaner,
Fahrradgeschäftsinhaber in der Münchnerstraße
in Rosenheim, wurde das Bayer. Mililärverdiensttreuz
3. Klasse mit der Krone
und mit Schwertern verliehen. Der Landwehrmann
Alois Loipersberger in einem Landwehr-
Inf. Reg. wurde mit dem Eisernen Krenz
2. Klasse ausgezeichnet; er ist Fuhrmam bei der
Firma J. N. Hubers Söhne in Nosenheim.
Der Sägewerksbesitzer Hermann Wielel aus
Endorf, der in seinem 55. Lebensjahre mit seinen
drei Söhnen bis vor jurzem im Felde stand
und jetzt zur Aufnahme seines Betriebes beurlaubt
ist, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Kl.
ausgezeichnet; sein ältester Sohn Hermann Wiebel
hal die gleiche Anzzeichnung früher schon erhalten.
Beförderung. Der Boots-Maat Adolf
Mittertreiner, Sohn des Gerbers Alois Karrer
(Weißgerberei Andr. Bauer) in Nosenheim,
wurde zum Ober-Boots-Maat auf S. M
„Nassau“ befördert. Mittertreiner feeht t
eiwa 13 Jahren in Diemten der laiserlichen
Marine und machte seinerzeit mehrere Fahrten
in die deutsct en Kosonien mit; außerdem war er
auch Teilnehmer an der großen Seeschlacht vor
dem Slagerral im Mai vorigen
Jahres. Herr
Karrer hat noch zwei Söhne in diesem Krieg
in den Dienst des Vatersandes gestellt: Toni
Karrer, Masch.-Maat auf S S. „Stettin“,
und Alois Karrer, zurzeit im Feidhect
Ferienturs für Realschüler. Für
bieiige Realschüler, denen es während der Ferien
an der münschenswerten Aussicht und Anleitung
zu nüglicher Beschäftigung sehlt, wird auch heuer
ein Ferienlurs unter Leilung von Lehrlräften
der Amitalt eingerichlet. Die Beteiligung in unentgeltlich.
Anmeldungen werden von Hru. Proseisor
Grünschneder bis spätestens 1. August entccgengenommen.
Städtischer Bohnenverkauf. Heute
hat in der Schrannenhalle städtischer Bohnen--verkauf
begonnen. Insgesamt stehen 30 Ztr.
frische Bohnen zur Verfügung, welche um 45
Psg. das Pfund abgegeben werden. Der Verlauf
sindet bis 78 Uhr abends statt.
Zur Einschränkung des Gasverbrauches
hat das Kollegium der Gemeindebevollmächligten
in seiner letzten Siugung Siellung
genommen. Es wünscht eine andere Regelung,
als sie jelzt mit der Herabsetzung auf die
Hälfte des früheren Gasverbrauches bestimmt
wurde. In München soll eine Herabsetzung des
Gasverbrauches nur auf 70 % des Verbrauchs
im Jahre 1916 in Frage kommen, sodaß also die
Gasverbraucher in Rosenheim jetzt wesentlich
schlechter daran sind. In München denkt
man aber auch an die kleinen Gasverbraucher;
die „M. N.“ betonen, daß folgende Erwägung
nicht übersehen werden dürfe: Viele Teinere Abnehniet
haben sich schon in früheren Jahren aus
wirtschaf nichen Gründen mit möglichst sparsamem
Gasoverbrauch begnügt. Gerade ihnen wird
also eine weitere Einschränkung besonders schwer
fallen. Die Verwaltung der Gaswerke erwartet
auch in erster Linie von den größeren Gasabnehmern
die am meisten fühlbare Wirkung in
der Einsparung. Es würde daher vielleicht mögsein,
die prozentuale Emschränlung nach
in hin progressiv etwas abzuschwächen, so daß
die wirtschaftlich schwächeren Kreise doch noch die
Möglichkeit haben, mit der ihmen zugestandenen
Gasverbrauchömenge die allernotwendigsten Ersordernisse
einer einfachen HDaushaltung zu erfüllen.
Verdächtige Kriegs Oefangenenbriese.
Aus dem seindlichen Ausland kommen
noch immer Briese von angeblichen deutschen
Kriegs- oder Zivilgefangenen, die zum Teil ge-8
zum Teil vom Furlicen nheichen:
dieull beeinsußt sind. Es wird auf oiese Weise
versucht, Auslunft über die Stimmung und die
Debensmitielverhälstnisse, über Preise der Lebensmittel
und aller Arten Waren, Kataloge
pon Industriewerken, Ubbildungen peusscher
Städte, lechnische Bücher und Fachzeitschristen
oder deutsche Ausweispapiere zu erlangen. Wie
bieher isl Vorsickt und Anzeige bei den zuständigen
slellv. Generastommandos notwendig.
Abgängig. Der Postaushelser Int Ober--lanner,
geboren am 25. Sept. 1900 in Reit
im Winll, zuletzt am unteren Gries len wohnhaft,
ist seit 16. Juli abgängig. Obertanner ist
1.00 Meter groh und hat blonde Haare. Der
MWermißte trug zuletzt grauen Anzug, grauen
Hrt oder blaue Postmütze. «
RockexnmiinslekbxiiDekslkumctiii
lniiokasteniniiferoonPtiillingwnrdcii12
Pfund«Lsfekdewiirsleiiiid191s Pfund Pferdeprehsack,
welche sie ohne Erlan#nis ausführen
wolite, abgenommen.
Musik und Thealer.
Große Militärlonzerte. Wie wir ersahren,
sinden am Sonntag, den 5. August, im
Pernlohnerieller hier zwei Wohltäligteits
ionzerle flatt, deren Neinerirag den Witwen u.
Waisen des Baner. Res.-Ins. Regts. Nr. 16
zugedacht ist. Die Feldmusik dieses W-m-Rats,
lommt auf Urlaub in die Hiimat und verantaitet
auch in Rosenheim zwei Wohltätigleitelonzerte.
Die Kapelie sleht unter der Leiung
des Musitjeilers Hen. Gullau Bungr, der
bereite seil. Veginn des Krieges im Feldr sieht.
Hetr Bunge i#l mit der altiven Musil des 1.
Ins.-Regts. unter Musilmeister Mar Himpel
auemarschiert. Auch wird vielen aus dem Manö--ver
1911 in Roscnheim erinnerlick sein, daß bei
den vielen Abendlonzerlen im Kaiserbad vom 1.
Jus. Reg. unter Musikt neister Mar Heinpel G.
. unge als Pülon- Sliil des öfleren ausirat.
Die Brun Vunges fü unut be reits dar Silberne
Bayer Verdienitirenz. Die Kapelle ist 334 Mann
iiarl, darunter mehrete Sol: iten.
Aus dem Berichtssont.
Am Toddeseigenen Kindes schulolig.
Bad Aibling, 20. Juli. Das zei#ährige
Sonnden der Fabrilarbeiterssran Franziska
Thi#e in Bad Aibling siel im Mai in den am
Marmorwerk vorbeifuyrenden Werllanal und
ermant. Die Leicke wurde päter bei der Kunstmuhle
Nosenheimn geborgen. Frau Thaler war
beiculdiet, den Tod des Kindes aus grober
Fahrsässigieit verschuidet zu haben, und wurde
unter Annahme mildernder Umstände zu orei
Lagen Gesängnis verurteilt.
Beltugerische Hausierer.
vad rlibling, 20. Juli. Der Hausfierer Joham
Sdiser aus Holjleiten und sjeine Tochter,
die Taglöhnerin und Hausiererin Kath. Winhkaben
sich eine: Vergehens gegen das
Kriehs uiland-gesen sc uldig gemacht. Sie aingen
in Derudori mit Tonseise und Kassee- -Ersah
hausieren und übersch Tritten dabei die Höchitpreis
sestsetzunz gen. Für den Kaffee-Ersatz wurde
1 Marl für das halbe Pfund verlangt. Schäfer
wurde zu 40 Marf bzw. acht Tagen (besängnie,
Wingen zu 10 Marl bzw. zwei Tagen Gelangnis
verurteilt. 2
Treibriemendiebstähle.
münchen, 18. Juli. Dem Fabrikarbeiler
Geoig Enders aus Regens burg glüdte es trotz
ieineir schweren Vorsirafen in München, zuletzt
EIIILL
einem Wochenverdienste von 40 Mari und teilweiier
Verpflegung zu sinden. Trotzdem siahl
er wicderum am 9. Februar aur dem Lager eines
Händsers in der Vayerstraße vier neue
Tieibriemen. Am anderen Tage, irüh 4# Uhr,
verschaffte er sich Eingang in die Schrammsche
Vranerei, stahl! vie Treibriemen, verschiedene
Welsingteile und etwa vierzig Meter Kupferdrahl.
Bei dem Verbringen der Metallteile an
tie Abnahmestelle war ihm seine Gelicble, die
abrikarbei iterin Maria Neumaier von hier, behbilsuch.
Der Wert der gestohlenen Tieibriemen
oie wieder beigeschafit wurden, beträat eiwa
1000 Mark. Enders wurde zu drei Jahren
uno sechs Monaten Zuchthaus unb zehn Jahren
Ehrenrochtsverlust verurteilt, die Neumaier erbhielt
wegen Begünftigung vier Monnte Gesängnis.
— Der Oekonomiehandwerler Marlin Gruber
von Ingesstadt und der Kutscher u. Kriegeinvaside
Johann Pitschi von Rosenheim verabtedelen
am 15. Mai bei einem Bauern in Dachau
einen Treibriemen zu stehlen. Auesgerüstet mit
einem Brecheisen uno einer Taschenlaterne mackten
sie sich ans Werk, zerschmiten den auf 150
Markt gewerteten Treibriemen und trugen ihn
fori. Balo darauf wurden sie ermittelt u. festgenommen.
Gruber, der bereits vorbestraft iit,
ethiell ein Jahr, Pitschi sechs Monate Cesängnis.
Der Weltkrieg.
□——
Neue U-Boot-Beute.
WTB. Berlin, 21. Juli. (Amtlich.) Neue
U-Boot-Erfolge im Mittelmeer: 30000 Bruttoregisterionnen.
Unter den versenkten' Schiffen
befanden sich der bewaffnete tief bekadene englische
Tampfer „Haig Hall (4809 To.), der aus
einem gesicherten Geieitlzug herausgeschossen wurein
italienischer Dampfer von elwa 3000
Sonntag, 22. Juli 28
(8191 To.), der japanische Dampfer „Shm
Mar#“ (3312 ½), und der ftan- Damp#
„Courbie“ (2388 To
krrcno Lage in Rußland.
Amsterdam, 21. Juli. Der „Daily
wird aus Petersburg berichtet: Die Laze
Rußland ist, wenn Kerenski es nicht retien kan
verzweifelt. Der „Morningpost“ wird von ihre
Berichterstatter aus Peteroburg gemeldet, #
in Rußland aufs neue chaolische Zustände herrst
ten. In Petersburg gebe es keine anerkam
Autorität mehr. Die Regierung protest! erte
gen Kundgebungen und verbot sie, aber sie so
den trohdem statt. Die Folge davon sei die al
gemeine Verwirrung. Tausende von Versam
lungen würden auf den Straßen abgehalten ur
es sei soweit gelommen, daß die Vorgänge
Petersburg schlieblich nur mehr dieienigen im
ressterten, die das Unglück hätten, in diei
Stadt wolmnen zu müssen. Die Alliierten Bütt
jenl nur melr mit dem übrigen Rußland:
rechnen, dessen Stimme in Petereburg fast u#
mehr gehört würde. Petersburg verlor mit de
Sturz der Dnnastie seine bisherige Bedeutun
Das Voll sehe mit immer gröherem Vertraunach
Moolau und warte auf den Angenblick, #
die vorläusige Regierung die versluchte Sn
Petersburg verlassen und nach Moskau übe
siedeln werde.
Eine sinnische zeilung meldet über die jüngiu
Creignisse in Pelersburg: Am Montag begain
den Fabrilen und Arbeitervierteln die Agittion
für den Slm der provisorischen *
rung. Um 6 Uhr wurde die Arbeit eingeit.
und die Arbeiter und Solonten ilrömten in d.
innere der Sladt unter den düusen- „Nieder i
Kerensli!“ „Nieder mil dem Krieg!“. 2.
Menge Nürmie zum Taurischen Palafl. Die V,
satzungen einiger Panzerautomobile versucht
Kereneli gesangen zu nehmen. Kerenski w.
aber eine 11 Stunde vorbher mit Ertrazug #r
gereist.
In Finuland.
Petersburg, 21. Juli. Peiersburger 2
legraphenagentur: Einer Nack. riccht aus Helsinors
zufolge wird der sinnische Senal wegen de
Landlagabschlusses uber die Antonomie Fim
lands insgesamt ein Abschiedsgesuch einreiche-Anläsllich
der Unabhängigleitserilärung war cr
dem Senats- und Landtagsgebaude und auf oderen
bssentlichen Gebänden von Helsingsors d
finnisce Nationalflagge gehißt.
s Attentate.
Peiersburg, 21. Juli. (Petersburger ,
legraphenagentur). Sarder Raschid, der frühen
Generaigouverneur ron Aserbeidschen, wurdei
Sendschan aus der Reise nach Telheran durch dr
Sc üsse in dem Augenblick getötet, als er de
Haus verließ.
Petersburg, 21. Juli. (Reuter.) J
Pleok murden auf Kriegeminister Kerens
Sc nise algegeben, die ihn aber nicht trafen.
Itasicus „Reckt“.
Lugano, 21. Juli. Das Organ Somino
„Giornale d'Ilaila“ beschäftigt sich mit de
versleckten und offenen Angriffen von verschi
denen Seiten gegen Italiens Sonderstellung i
diesem Kriege. Das Blatt ertlärt, von einer
italienisäken Imperialiemu## tomne keine Ret
sein. Italiens Reck auf Trien und Trient was
allerdinge niemand anzugreisen, dafür werd
umso mehr intriguiert auf das Necht ZItalien
auf Jierien und Dalmatien und doch hälten l-'·losieii
und Serbien über diese Gebiele länz
geeinigt. Albanien wünsche Ilalien selbitandt
au sehen und verlange für sid. nur Valona al
ftrategziscken Punkt, um zu verhindern, daß Gi
chemland die Korfu-#aße seinerseils trate
gisch ausbant. Im Mittelmeer verfolge Ile
lien die gleiche Taktik wie seine Bundesgenost
Frantireich und England, die sich in Kleinasie
festsetzen. Es handle sich also bei Italicn nic
um Imperialiomus, sondern um den Wim
der gleichen Kräfteverteiulng, damit Jualie
nicht benachteiligt werde.
Zu den Unruhen in Lissabon.
Gens. 21. Juli. Die Zahl der Personen, d
nad den bluingen Lissak oner Zusammensoft
verhasiet worden sind, übersteigt 10000. Die Ge
sängnisse, namentlich die Monte-Santo- Fem
sind überfüllt.
i Unruhen in Spanien.
Madrid, 21. Juli. (Havas.) Der spam
sche Minister des Innern e daß in ##
lencia einige Gruppen von Kundgebenden ein
drohende Hastung annahmen, die Gendarmeli
scharf vorging und die Ordnung wieder herslellt
Barcesona, 21. Juli. An der Ede de
Straßen Conde und Asalito wurde eine Bar
rilade errictet. Die Ausrührer wurden infob
Eingreisens bewaffneter Kräfte #een zerstreul
Andere Kreise versuchten gleichzeillg Unruhe;
stisften, wurden aber verjagt.
(etzte ##e##ris#n.
Die deutschen Volksvertreter bein
aiser.
Berlin, 21. Juli. Der „Lolal-Anzeiger
schreibt: Die Aussprache betraf, mie uns os
—.
.
Tonnen, ein griechischer liesbezadener Dampfer
unterrichteter Siett astheiellt Gird, in uf-