Passant
der Tanz als die Musik dazu, s. Sulzer 3, 652b.
Faͤnt: 1) En p. (ang passäng), im Vorbeigehn, beiläufig,
nebenbei (bemerkt), gelegentlich 2c., s. Parodos
1. — 2) m., en, (-); —en: ein Vorübergehender.
Spielhagen Hammer 2, 175 2c.; Einer, der
— u. sofern er — einen Ort passiert: Die v. allen
P-en zu entrichtende Manth. Crenzb. 26, 4, 7;
Sschmid Mein Ed. 74 rvrc.; bes.: ein Durchreisender.
Ausld. 39, 735b; Die Pen in Badeörtern; P-en-Liste
2c. äre (it.): passseren: Da er einen Lascja
(lascha) p. bei sich hatte. ploten 7, 312, s. Laissez.
arille (frz. ilj'), f.; —, —n: Art großer Rosinen
(s. passa 1), auch (span.): Die eingelaugten Rosinen,
span.: Passarillas lilsas de lexia Tlecha
Lauge] werden in der Gegend v. Alikante bereitet.
Enchkl. f. Kaufl. 66 9a; Pik-Rosinen od. Pik-Cibeben,
span.: Passarillos I-iljos!) da Sol I5öl = Sonnes.
ebd. rc. ät, m., —(eys; -e: P., P.-Wind, ein in
einer Gegend beständig — od. regelmäßig (s. Monsun)
— wehender Wind. pouillet 2, 522 ff.; Wo der
Nordost-P. der nörrlichen u. der Südost-P. der
sürl. Hemisphäre zusammentreffen. ebd. 2c.; P.= od.
Handelswinde. Monatbl. 1, 66b; In der Mitte des P.=Gürtels.
.. Dieser Gürtel der Kalmen ss. d.J.
ebd.; Bald hatten wir vollkommenes P.-Wetter.
Volksz. 17, 144 2c.; Anti-= od. Gegen-P.
Gortenl. 15, 731a; 730b 2c. Täto (ital.), a.:
vergangen: P. fl pericolo, gabbäto il Sänto (z. B.
w. 32, 31 2c.), ist die Gefahr vergangen (vorüber),
so wird der Heilige geprellt, das, Gelübde vergessen
(ogl. Waldie Es. 3, 517 ff.); II msse p., der vergangne
Monat, z. B. auch: Am 1 2ten p. (od.
scorso), vergangnen Monats; Doch Das sind Témpi
passäti! (vergangne Zeiten]. Spirlhagen Pr. 3, 182 rc.
— Pässau: Stadt in Niederbaiern. Dazu: Per
Tiegel, Art Schmelztiegel, Graphittiegel. Karmarsch
M. 2, 912; Peer Kunst, die Zauberei des Schußfestmachens,
s. Ereyiag Bild. 2, 72; Schmeller 1, 297;
Schmid Schwäb. 46; vglI.: Die teufelischen also genannten
Per Zettel. Herrig 40, 342. — Passavant
(frz. —awäng), m., —#; —: 1) (seem.) die — Back
u. Schanze mit einander verbindenden — Laufplanken
(auf Schmacken u. Tsalken Wanderingen
genannt). — 2) Passierzettel, Durchgangs-, Zollschein.
— Vasse: 1) s. passa 1. — 2) (frz. päs)
f.; —#, —: a) Zuschuß, den man zu Etwas giebt,
z. B. Main (s. d. 2b) de p. 2c. — b) bei mehrern
Spielen eine kleine Bogenstellung, die der Ball
od. die Kugel nach den Regeln des Sxpiels zu passieren
hat. — c) an Frauenhüten der vordre das
Gesicht schirmende Theil. Dazar 13, 161a. — 4)
(Fechtk.) das Vorrücken auf den Gegner mit Vorsetzen
des linken Fußes 2c. -balle (paß-bäl), m.,
—6; —: Kugel-Lehr zur Messung u. Bestimmung
des Kalibers. Scheval (schwal), m., —6#;„ chevaur
lschwöl: Art Fähre, Prahm, zum Ubersetzen von
Pferden. dir (□#i. m., uv.; 0: Spiel mit 3
Würfeln „ wobei es darauf ankommt, einen Pasch
werfend, „die Zehn (dix) zu passieren“ (s. d. 2d),
d. h. über 10 Augen zu werfen (elfern, — vgl. in
Aachen 2c. das Zeitw. paschendiseln). Küler-Weitz
Vassetto- 195
176). „sin Cseng), m., —s; —: eine Sorte Taftband.
prechn 1, 421 2c. Tcaille (—Mäli), m., S;
—s: s. Passacaille. — Dässel: s. Pastel 2. —
Passement (frz.; selten in der Ausspr. passmäng),
n., —(e)s; -e, -en, (—): gewirkte Borte, Schnur:
Mit güldenen P-en verbrämt. Zinkgräf 2, 15; Die
P.-Arbeit! u. das Gestickte: G. 9, 192 re.; it. passamäno;
span. pasamäno; vgl.: Mit golrnem Pasament
verbrämt. Weber Anna 168 2c.; heute zumeist:
Posament (s. d.). -ier, m., —#§; -#e: Verfertiger
v. Passement-Arbeit, Bortenwirker, s. Posamentier.
Tren, intr. (haben), tr.: Passement machen;
damit besetzen 2c., s. posamentieren. — Dasse-parole
(frz. paß paröl), f. (m., —s); —, -n: eine „Parole“,
ein Befehl, der in einer Truppe v. Mund
zu Mund weiter geht. partout C□i, m., —#;
—# : 1) Partont= (s. d. 1) od. Hauptschlüssel, eig.
u. übrtr.: Geld ist ein P., verschafft überall Eingang
2c. — 2) eine Einfassung, die so eingerichtet
ist, daß sie für verschiednes Hineinzuschiebendes dienen
kann, z. B. bei Kupferstechern, Buchdruckern
2c.; auch: Die Gläser der französ. s. g. P—s (für
Stereoskopxen J. Uar3. 21, 123 ꝛc. -passe, m., n.,
uv.; —s: eig. „geh hinüber! geh hinüber !“ —
Ruf der mit Kugeln u. Bechern (gobelets) zaubernden
Taschensrieler; dann: P. od. Tour ltur]
dep. — Taschenspielerstück, Zauberei, schlaue Täuschung
re. pied (pfe, m., —6; -s: ein rascher
Rund-Tanz (Man tanzte die Ps der Niererbretagne
u. die Bourrée's der Auvergne — Beires in den Straßen
v. Paris 1587 zuerst aufgeführte Tänze. Westermonn
3, 547a) — u.: die zugehörige Tonweise, s. Sulzer
3, 655a. poil (poäl), m., —s;#—s: Schnur zum
Einfassen u. Besetzen v. Kleidungsstücken, Säumen
2c.: Ob Ps an den Nähbten od. kelne? Schücking
Bronckh. 1, 222 2c.; Einen schwarzweißen „Pasbuel“.
publicist 12, 52 r2c.; häufig: Päspel, m., —; uv.
Dazu: Bepaspeln od. passepoilferen, vaspoklieren,
tr.: mit P. besetzen, vgl.: Hauskollet
mit einer leichten Paspoilierung v. Rosaschnüren.
Gutzkom 3. 7, 192. port C□pör), m., —8; —:
Paß (s. d. I 4 u. 12: Paß-Port). — Hässer: 1)
(frz. passe): passseren, s. d. u. Laissez; Pour lpur
p. le temps slõ tängl, um die Zeit zu verbringen,
zum (bloßen) Zeitvertreib, vgl. Passe-temps. —
2) (engl. 2c.) m., —; —, uv.: Zirkel, bes. seem.;
Proportional (s. d.) P. 2c. — 3) (lat.) m. s8 24,
3, is): a) Sperling, Spatz, — in Mz:. auch die
sperlingartigen Vögel. Oken 7, 274. — b) als
Name v. Fischen, Zungenscholle. 6, 165 ff. a
(it.), f.; ze: Sperling 2c.: P. montanina, Ringelsratz.
7, 275; P. scopajõla, Brunelle. 52; P.
solitäria, Blauamsel. 62 2c. Terina, f. [824, 11:
eine Gatt. Pflanzen (Spatzenzunge). 3, 1191.
-erinus, a.: zu den Spatzen gehörig 2e. —
Vasse-rose (frz. passröf), f.; —s: eine Pfl.,
Althsa rösea (Stockrose, die gleichsam noch über die
Rose hinausgeht). Oken 3, 1211. -temps (—ting),
m., uv.; uv. (mit lautendem s§): Zeitvertreib,
vgl. passer 1. — Hafsstt-o (it.), m., —#; -:
Zwei Braccia [s. d.] machen lin Florenz] einen P. od.
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