Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

Passant

der  Tanz  als  die  Musik  dazu,  s.  Sulzer  3,  652b.
Faͤnt:  1)  En  p.  (ang  passäng),  im  Vorbeigehn,  beiläufig,
  nebenbei  (bemerkt),  gelegentlich  2c.,  s.  Parodos
  1.  —  2)  m.,  en,  (-);  —en:  ein  Vorübergehender.
  Spielhagen  Hammer  2,  175  2c.;  Einer,  der
—  u.  sofern  er  —  einen  Ort  passiert:  Die  v.  allen
P-en  zu  entrichtende  Manth.  Crenzb.  26,  4,  7;
Sschmid  Mein  Ed.  74  rvrc.;  bes.:  ein  Durchreisender.
Ausld.  39,  735b;  Die  Pen  in  Badeörtern;  P-en-Liste
  2c.  äre  (it.):  passseren:  Da  er  einen  Lascja
(lascha)  p.  bei  sich  hatte.  ploten  7,  312,  s.  Laissez.
arille  (frz.  ilj'),  f.;  —,  —n:  Art  großer  Rosinen
(s.  passa  1),  auch  (span.):  Die  eingelaugten  Rosinen,
span.:  Passarillas  lilsas  de  lexia  Tlecha
Lauge]  werden  in  der  Gegend  v.  Alikante  bereitet.
Enchkl.  f.  Kaufl.  66  9a;  Pik-Rosinen  od.  Pik-Cibeben,
span.:  Passarillos  I-iljos!)  da  Sol  I5öl  =  Sonnes.
ebd.  rc.  ät,  m.,  —(eys;  -e:  P.,  P.-Wind,  ein  in
einer  Gegend  beständig  —  od.  regelmäßig  (s.  Monsun)
  —  wehender  Wind.  pouillet  2,  522  ff.;  Wo  der
Nordost-P.  der  nörrlichen  u.  der  Südost-P.  der
sürl.  Hemisphäre  zusammentreffen.  ebd.  2c.;  P.=  od.
Handelswinde.  Monatbl.  1,  66b;  In  der  Mitte  des  P.=Gürtels.
  ..  Dieser  Gürtel  der  Kalmen  ss.  d.J.
ebd.;  Bald  hatten  wir  vollkommenes  P.-Wetter.
Volksz.  17,  144  2c.;  Anti-=  od.  Gegen-P.
Gortenl.  15,  731a;  730b  2c.  Täto  (ital.),  a.:
vergangen:  P.  fl  pericolo,  gabbäto  il  Sänto  (z.  B.
w.  32,  31  2c.),  ist  die  Gefahr  vergangen  (vorüber),
so  wird  der  Heilige  geprellt,  das,  Gelübde  vergessen
(ogl.  Waldie  Es.  3,  517  ff.);  II  msse  p.,  der  vergangne
  Monat,  z.  B.  auch:  Am  1  2ten  p.  (od.
scorso),  vergangnen  Monats;  Doch  Das  sind  Témpi
passäti!  (vergangne  Zeiten].  Spirlhagen  Pr.  3,  182  rc.
—  Pässau:  Stadt  in  Niederbaiern.  Dazu:  Per
Tiegel,  Art  Schmelztiegel,  Graphittiegel.  Karmarsch
M.  2,  912;  Peer  Kunst,  die  Zauberei  des  Schußfestmachens,
  s.  Ereyiag  Bild.  2,  72;  Schmeller  1,  297;
Schmid  Schwäb.  46;  vglI.:  Die  teufelischen  also  genannten
  Per  Zettel.  Herrig  40,  342.  —  Passavant
(frz.  —awäng),  m.,  —#;  —:  1)  (seem.)  die  —  Back
u.  Schanze  mit  einander  verbindenden  —  Laufplanken
  (auf  Schmacken  u.  Tsalken  Wanderingen
genannt).  —  2)  Passierzettel,  Durchgangs-,  Zollschein.
  —  Vasse:  1)  s.  passa  1.  —  2)  (frz.  päs)
f.;  —#,  —:  a)  Zuschuß,  den  man  zu  Etwas  giebt,
z.  B.  Main  (s.  d.  2b)  de  p.  2c.  —  b)  bei  mehrern
Spielen  eine  kleine  Bogenstellung,  die  der  Ball
od.  die  Kugel  nach  den  Regeln  des  Sxpiels  zu  passieren
  hat.  —  c)  an  Frauenhüten  der  vordre  das
Gesicht  schirmende  Theil.  Dazar  13,  161a.  —  4)
(Fechtk.)  das  Vorrücken  auf  den  Gegner  mit  Vorsetzen
  des  linken  Fußes  2c.  -balle  (paß-bäl),  m.,
—6;  —:  Kugel-Lehr  zur  Messung  u.  Bestimmung
des  Kalibers.  Scheval  (schwal),  m.,  —6#;„  chevaur
lschwöl:  Art  Fähre,  Prahm,  zum  Ubersetzen  von
Pferden.  dir  (□#i.  m.,  uv.;  0:  Spiel  mit  3
Würfeln  „  wobei  es  darauf  ankommt,  einen  Pasch
werfend,  „die  Zehn  (dix)  zu  passieren“  (s.  d.  2d),
d.  h.  über  10  Augen  zu  werfen  (elfern,  —  vgl.  in
Aachen  2c.  das  Zeitw.  paschendiseln).  Küler-Weitz

Vassetto-  195

176).  „sin  Cseng),  m.,  —s;  —:  eine  Sorte  Taftband.
  prechn  1,  421  2c.  Tcaille  (—Mäli),  m.,  S;
—s:  s.  Passacaille.  —  Dässel:  s.  Pastel  2.  —
Passement  (frz.;  selten  in  der  Ausspr.  passmäng),
n.,  —(e)s;  -e,  -en,  (—):  gewirkte  Borte,  Schnur:
Mit  güldenen  P-en  verbrämt.  Zinkgräf  2,  15;  Die
P.-Arbeit!  u.  das  Gestickte:  G.  9,  192  re.;  it.  passamäno;
  span.  pasamäno;  vgl.:  Mit  golrnem  Pasament
  verbrämt.  Weber  Anna  168  2c.;  heute  zumeist:
Posament  (s.  d.).  -ier,  m.,  —#§;  -#e:  Verfertiger
v.  Passement-Arbeit,  Bortenwirker,  s.  Posamentier.
Tren,  intr.  (haben),  tr.:  Passement  machen;
damit  besetzen  2c.,  s.  posamentieren.  —  Dasse-parole
(frz.  paß  paröl),  f.  (m.,  —s);  —,  -n:  eine  „Parole“,
  ein  Befehl,  der  in  einer  Truppe  v.  Mund
zu  Mund  weiter  geht.  partout  C□i,  m.,  —#;
—#  :  1)  Partont=  (s.  d.  1)  od.  Hauptschlüssel,  eig.
u.  übrtr.:  Geld  ist  ein  P.,  verschafft  überall  Eingang
  2c.  —  2)  eine  Einfassung,  die  so  eingerichtet
ist,  daß  sie  für  verschiednes  Hineinzuschiebendes  dienen
  kann,  z.  B.  bei  Kupferstechern,  Buchdruckern
2c.;  auch:  Die  Gläser  der  französ.  s.  g.  P—s  (für
Stereoskopxen  J.  Uar3.  21,  123  ꝛc.  -passe,  m.,  n.,
uv.;  —s:  eig.  „geh  hinüber!  geh  hinüber  !“  —
Ruf  der  mit  Kugeln  u.  Bechern  (gobelets)  zaubernden
  Taschensrieler;  dann:  P.  od.  Tour  ltur]
dep.  —  Taschenspielerstück,  Zauberei,  schlaue  Täuschung
  re.  pied  (pfe,  m.,  —6;  -s:  ein  rascher
Rund-Tanz  (Man  tanzte  die  Ps  der  Niererbretagne
u.  die  Bourrée's  der  Auvergne  —  Beires  in  den  Straßen
  v.  Paris  1587  zuerst  aufgeführte  Tänze.  Westermonn
3,  547a)  —  u.:  die  zugehörige  Tonweise,  s.  Sulzer
3,  655a.  poil  (poäl),  m.,  —s;#—s:  Schnur  zum
Einfassen  u.  Besetzen  v.  Kleidungsstücken,  Säumen
  2c.:  Ob  Ps  an  den  Nähbten  od.  kelne?  Schücking
Bronckh.  1,  222  2c.;  Einen  schwarzweißen  „Pasbuel“.
publicist  12,  52  r2c.;  häufig:  Päspel,  m.,  —;  uv.
Dazu:  Bepaspeln  od.  passepoilferen,  vaspoklieren,
  tr.:  mit  P.  besetzen,  vgl.:  Hauskollet
mit  einer  leichten  Paspoilierung  v.  Rosaschnüren.
Gutzkom  3.  7,  192.  port  C□pör),  m.,  —8;  —:
Paß  (s.  d.  I  4  u.  12:  Paß-Port).  —  Hässer:  1)
(frz.  passe):  passseren,  s.  d.  u.  Laissez;  Pour  lpur
p.  le  temps  slõ  tängl,  um  die  Zeit  zu  verbringen,
zum  (bloßen)  Zeitvertreib,  vgl.  Passe-temps.  —
2)  (engl.  2c.)  m.,  —;  —,  uv.:  Zirkel,  bes.  seem.;
Proportional  (s.  d.)  P.  2c.  —  3)  (lat.)  m.  s8  24,
3,  is):  a)  Sperling,  Spatz,  —  in  Mz:.  auch  die
sperlingartigen  Vögel.  Oken  7,  274.  —  b)  als
Name  v.  Fischen,  Zungenscholle.  6,  165  ff.  a
(it.),  f.;  ze:  Sperling  2c.:  P.  montanina,  Ringelsratz.
  7,  275;  P.  scopajõla,  Brunelle.  52;  P.
solitäria,  Blauamsel.  62  2c.  Terina,  f.  [824,  11:
eine  Gatt.  Pflanzen  (Spatzenzunge).  3,  1191.
-erinus,  a.:  zu  den  Spatzen  gehörig  2e.  —
Vasse-rose  (frz.  passröf),  f.;  —s:  eine  Pfl.,
Althsa  rösea  (Stockrose,  die  gleichsam  noch  über  die
Rose  hinausgeht).  Oken  3,  1211.  -temps  (—ting),
m.,  uv.;  uv.  (mit  lautendem  s§):  Zeitvertreib,
vgl.  passer  1.  —  Hafsstt-o  (it.),  m.,  —#;  -:
Zwei  Braccia  [s.  d.]  machen  lin  Florenz]  einen  P.  od.
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