114 Unser Kaiser.
denn der einzige Weg dazu der, daß man sie beraubt und
dadurch aufs äußerste erbittert? Man trete ihnen freundlich
entgegen, wie das unser Christenglaube von uns fordert. Man
helfe ihnen, gebe ihnen Rat, wie sie es anfangen müssen, man
erwerbe Konzessionen, ihre Bodenschätze zu heben, Maschinen
einzuführen. Und das alles nicht, um ihnen das Ihre abzunehmen,
den Hauptsegen von ihrem Lande sollen sie selbst
haben. Dann wird alles andere, Schulen, Bildung, Handel
und Gewerbe, sittlicher Fortschritt allmählich ganz von selbst
kommen. Aber laßt ihnen das Land und die Bodenschätze, die
ihnen Gott gegeben hat. Sehen Sie, das ist meine ganze
viel angefochtene Türkenpolitik. Wir müssen uns auch den
Muhammedanern als wahre Christen beweisen, so wie es
uns unser Heiland gelehrt hat. Dann haben wir auch in
religiöser Beziehung den größten Einfluß, haben eine überragende
geistige Grundlage und kbönnen ein gegenseitiges Verstehen
erreichen. So würde durch unsere deutsche Zusammenarbeit
mit ihnen nicht nur der europäischen Kultur eine neue
Bahn eröffnet, sondern allmählich auch durch unseren christlichen
Wandel unser Herr Jesus den Sieg gewinnen auch über
den Islam.
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Man nimmt im christlichen Europa meistens eine ganz
falsche Stellung zu den Muhammedanern ein.
Es ist doch eine kompakte Masse von 230 Millionen, die
im Gegensatz zur Heidenwelt wie wir an einen Gott glauben.
Wie viel ferner stehen uns da die Heiden mit ihrem Götzendienst,
auch in Ländern mit alter Kultur wie in Ostasien.