Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1815. (10)

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Ungeachtet  die  Einsendung  der  Verzeichnisse  und  Tarations=  Urkunden  über  die  zu
dem  ins  Feld  abgeschikten  Munitions.  Reserve,  Park  auf  dem  Lande  von  Königl.  Commissarien
  erkauften  Pferden  gleichbalden  hätte  geschehen  sollen;  so  sind  doch  die  meisten
der  Königl.  Landvogteien  bis  sezt  noch  damit  im  Rükstande  geblieben,  wodurch  die  Bezahlung
  der  Prätendenten  bisher  aufgehalten  worden  ist.  ,

DamitnundieVerkckuferderAllethöchstenIntentionSk.Kdnigl.Majestckt
gemaͤs  befriediget  werden  können;  so  werden  die  betreffenden  Königl.  Landvogteien  an  die
schleunige  Einsendung  der  vollständig  genauen  Tarations.  Urkunden  an  die  unterzeichnete
Behörde  andurch  erinnert.

Wobei  zur  Nachachtung  angefügt  wird)  daß  die  Taration  von  den  Königl.  Kaufs-Commissarien
  mitbeurkundet  seyn  muß.  Stuttgart,  den  29.  Mai  1815.

Kdnigl.  Kriegs=  Departement.  v.  Phull.

 

Anordnung  einer  Feld-Post.

Nachdem  Se.  Königl.  Maj.  allergnädigst  geruht  haben)  zur  schnelleren  und  sicheren
  Beförderung  der  aus  dem  Königreich  Württemberg  an  das  Königliche  im  Felde  stehende
  Armee,  Corps  und  von  diesem  in  das  Königrecch  gerichtete  Briefe,  eine  eigene
Feld-  Post  anzuordnen,  und  das  Königl.  Feld-  Postamt  in  dem  Königl.  Hauptauartien
aufzustellen;  so  wird  solches  dem  Yublikum  mit  dem  Anfügen  bekannt  gemacht,  daß  von
jezt  an  und  künftig  die  zur  Armee  bestimmten  Briefe  bei  den  Königl.  Ober-Post“  und
Post-Aemtern  aufgegeben  werden  können,  die  sodann  die  weitere  Spedition  gehörig  besorgen
  werden.  Stuttgart,  den  2z.  Mai  1815.

Konigl.  Reichs=  General  Ober,-  Post-  Direction.

Rechts-Erkenntuisse  des  Khunigl.  Ob.  Appellations  =  Tribunals.

1)  In  der  Revissons,  Sache  zwischen  dem  Herrn  Fürsten  von  Waldburg,  eil,  Trauchburg,
  Königl.  Reichs-Erb-Oberhofmeister,  als  Erben  der  Anne)  geb.  von  Jeil,  Witwe
des  Grafen  Wolfgang  H#urich  von  Manderscheid-Kayl,  Bekl.  Imploranten,  Revidenten,
und  dem  Herrn  Grafen  von  Salm-Dyck-Reifferschein,  Königl.  Kammerherrn,  und  Ersten
  Srallmeister  Ihrer  Masestät  der  Königin,  Kl.  Imploraten)  Revisen,  Rüberstat,
lung  der  als  Wittum  bezogenen  Früchten  betreffend,  wird  die  von  dem  Königl.  Ober-Dibunal
  ais  Richter  in  Restuutorio  den  11.  Merz  1813.  eröffnete  Urthel  bestätigt.  Tubingen,
  den  20.  Mai  1815.

a)  In  der  vormaligen  reichskammergerichtlichen  von  dem  Königl.  Ober-  Tribunal
durch  partrorisches  Erkenneniß  vom  lo.  Jul.  13.73.  entschiedenen  Rechtssache  zwischen
dem  Herru  Fürsten  von  Hohenlohe,  Barkenstein  und  der  Stadt=  Gemeinde  Oehringen
En  an  ##rtei  betressend,  wird  der  im  Punkte  der  Liquidation  unter  richterlicher  Vermittlund
  eb#erhlossene  Vergleich  bekräftigt,  1b.  eod.