Volltext : Sächsische Staatszeitung. Jahrgang 1914. (207)

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üblichen  Bedingungen  die  Konzession  zum  Bau  und  Betriebe  der  Bahn  für  die
in  ihrem  Gebiete  gelegenen  Strecken  an  die  unter  der  Firma  „Harzgürtelbahngeschschaft.
  gebildete,  in  Berlin  oder  an  einem  anderen  im  Königlich  Preußischen
Staatsgebiete  gelegenen  Orte  domizilirende  Aktiengesellschaft  ertheilen,  sobald  dieser
für  die  in  Preußen  gelegenen  Strecken  die  Konzession  seitens  der  Königlich  Preußischen
  Regierung  ertheilt  ist.  "·  «

Artikel  2.

Die  Bahn  soll  in  der  Station  Wernigerode  an  die  Harzauerbahn  (Nordhausen—Ilfeld—Wernigerode
  mit  Abzweigung  nach  dem  Brocken)  angeschlossen  und
in  der  Station  Blankenburg  an  die  Halberstadt-Blankenburger  Eisenbahn,  in  der
Station  Quedlinburg  an  die  Preußische  Staatseisenbahn  herangeführt  werden.
Ihre  Spurweite  soll  1  Meter  betragen.  Für  ihren  Bau  und  ihren  Betrieb  sind  die
Teo  für  die  Nebeneisenbahnen  Deutschlands  vom  5.  Juli  1892  (Reichs-Gesetzbl.
  S.  764)  und  vom  24.  März  1897  Reichs-Gesetzbl.  S.  166)  nebst  den
dazu  ergangenen  oder  noch  ergehenden  ergänzenden  und  abändernden  Bestimmungen
(bergleiche  §.  55  der  Bahnordnung)  maßgebend.

Artikel  3.

Die  Vollendung  und  Inbetriebnahme  der  Eisenbahn  von  Wernigerode  über
Blankenburg  nach  Quedlinburg  mit  einer  Abzweigung  von  Blankenburg  nach
Thale  muß  längstens  binnen  zwei  Jahren,  von  dem  Tage  an  gerechnet,  an  welcheim
die  Eisenbahngesellschaft  im  den  Besitz  auch  der  Konzession  der  Herzoglich  Braunschweigischen
  Regierung  gelangt  sein  wird,  bewirkt  werden.  Solite  sich  die
Vollendung  des  Baues  über  diese  Frist  hinaus  durch  Verhältnisse  verzögern,  für
welche  die  Eisenbahngesellschaft  nach  dem  in  dieser  Beziehung  entscheidenden  Ermessen
  der  zuständigen  Eisenbahnaufsichtsbehörden  ein  chulden  nicht  trifft,  so
wird  der  Gesellschaft  durch  die  bezeichneten  Behörden  eine  entsprechende  Frist.
verlängerung  gewährt  werden.

Artikel  4.

Die  Feststellung  der  Bauentwürfe  sowie  die  Prüfung  der  Fahrzeuge  bleibt
jeder  der  beiden  Regierungen  innerhalb  ihres  Staatsgebiets  vorbehalten.  Die
von  einer  der  vertragschließenden  Regierungen  geprüften  Betriebsmittel  werden
ohne  weitere  Prüfung  auch  im  Gebiete  der  anderen  Regierung  zugelassen.

,  Artikel  5.
Zum  Znwecke  des  Erwerbes  des  zur  Anlage  der  Bahn  erforderlichen  Grund
und  Bodens  wird  jede  der  vertragschließenden  Regierungen  für  ihr  Gebiet  der
Eisenbahngesellschaft  das  Enteignungsrecht  verleihen.

Artikel  6.  .-Unbeschadet
  des  Hoheits-  und  Aufsichtsrechts  der  Herzoglich  Braunschweigischen
  Regierung  über  die  in  ihrem  Gebiete  gelegenen  Bahnstrecken  und  über  den