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dicenischen Väter in Ansehung der Theopneustie der Apokalppse
mit Gewißheit schließen lasse. Die Entscheidung mag zwar ausfallen,
wie sie will, so ist ein Zeugniß aus der letztern Hälfte des
vierten Jahrhunderts viel zu jung: doch wächst ihm durch
manche Umstände wieder auf der andern Secite ein solches
Ansehen zu, daß es nicht ganz ohne Gewicht zu seyn scheint.
S. 3.
Gleich das erste Concilium, von dem wir ein Verzeichniß
der kanonischen Bücher haben, entscheidet also gegen die
Apokalppse. Sollte man je irgendwo den wahren Werth
dieses Buchs gekannt haben, so war's in Kleinasien. Selbst
für die Kirche zu Laodicea war es, auch bloß als historisches
Deukmal betrachtet, äußerst wichtig. Und gerade aus
denen Gegenden, wo man das Buch am besten sollte gekannt
haben, versammeln sich Bischdfe, und setzen es mit
andern apokryphischen Psalmen, deren Verfasser nichts weniger
als von Gottes Geist belebt waren, völlsg in eine
Classe. Wenn man auch zugiebt, daß dieses Kirchengesetz
durch chiliastische Irrthümer, die noch dazumal herrschten,
veranlaßt worden, ungeachtet sich freilich diese Voraussetzung
nicht leicht bistorisch beweisen ließe: so konute doch wohl
das, was hier bloß für eine einzige Provinz beschlossen
wurde, nicht aus gleicher Ursache ein ganzes Fahrhundert
hernach zum allgemeinen Kirchengesetz gemacht werden. 31
Das Concilium zu Chalcedon hat die Laodicemschen
Schlüsse bestätigt: hatte man denn auch noch in der Mirke
des fünften Jahrhunderts so sehr Ursache, vor Chiliastischen
Ausschweifungen sich zu fürchten, daß man ubthig fand, itzt
nicht nur aus den Kirchen einer Prooinz, sondern aus allen
Kirchen des roͤmischen Reichs die Apokalppse zu verbannen?