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Illustriertes Realienbuch.

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Bibliographic data

fullscreen: Illustriertes Realienbuch.

Monograph

Persistent identifier:
polack_realien_1902
Title:
Illustriertes Realienbuch.
Author:
Polack, Friedrich
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Theodor Hofmann
Document type:
Monograph
Collection:
sachsen
Publication year:
1902
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Bilder aus der Naturbeschreibung und Naturlehre.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Dritter Teil. Chemie.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
8. Organische Chemie.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Illustriertes Realienbuch.
  • Title page
  • Bilder aus der alten vaterländischen Geschichte.
  • Title page
  • Inhalt.
  • A. Bilder aus der alten Geschichte.
  • B. Bilder aus der vaterländischen Geschichte.
  • Gedenktage.
  • Zeittafel.
  • Bilder aus der Heimat- und Erdkunde.
  • Title page
  • Inhalt.
  • I. Lehrgang in der Heimatkunde.
  • II. Lehrgang in der Geographie oder Erdkunde.
  • Bilder aus der Naturbeschreibung und Naturlehre.
  • Title page
  • Inhalt.
  • Erster Teil. Naturbeschreibung in Gruppenbildern.
  • Zweiter Teil. Naturlehre oder Physik.
  • Dritter Teil. Chemie.
  • 1. Sauerstoff.
  • 2. Wasserstoff.
  • 3. Stickstoff.
  • 4. Die Feuererzeuger: Kohlenstoff, Schwefel und Phosphor.
  • 5. Die Salzbildner: Chlor, Jod, Brom und Fluor.
  • 6. Die Säuren, Basen und Salze.
  • 7. Die Leicht- und Schwermetalle.
  • 8. Organische Chemie.
  • Das Großherzogtum Hessen.
  • I. Geschichtlicher Überblick.
  • II. Geographischer Überblick.
  • Erdkarte.
  • Deutsches Reich.
  • Europa.

Full text

— 142 — III 
öle (Feigen-, Olivenöl), die mehr in südlichen Gegenden zu Speisezwecken ver- 
wendet werden. Wir brauchen auch Kohlenstoff und entnehmen ihn der 
Stärke und dem Zucker, die in unsern Nahrungsmitteln enthalten sind. 
Deshalb genießen wir Kartoffeln, Roggen= und Weizenbrot, Erbsen u. a. 
Hülsenfrüchte. Wir trinken auch die gegorenen Getränke (Wein, Bier, 
Branntwein), in denen Stärke und Zucker durch Gärung zu Alkohol oder 
Spiritus geworden sind. Das führt uns auf die Stätten, an denen unsere 
Nahrung hergestellt wird, zunächst in die Küche. Wie in diesem wichtigen 
Raume die Hausfrau wirtschaftet, so sieht es mit dem Wohlstande der Familie 
aus. Alle Tage Gesottenes und Gebratenes, leert den Beutel und führt ab- 
wärts; einfache Hausmannskost erhält gesund und mehrt den Wohlstand. Doch 
muß eine tüchtige Hausfrau für Abwechselung sorgen. Unsere meisten Speisen 
müssen gekocht sein, sonst können wir sie nicht genießen. Je nachdem nun das 
Fleisch zur Suppe oder zum Braten verwendet werden soll, muß es verschieden 
behandelt werden. Kommt es auf eine gute Suppe an, wird das Fleisch mit 
kaltem Wasser aufgesetzt. Das Wasser erwärmt sich nach und nach, dringt ins 
Fleisch und zieht die lösbaren Stoffe heraus. Diese „Extraktiostoffe“ geben 
der Suppe einen angenehmen, ihr Fehlen dem ausgekochten Fleische aber einen 
faden Geschmack. Kommt man dem Suppenfleische mit etwas Salz, Senf oder 
Pfeffer zuhilfe, so ist es genießbar und nahrhaft. Soll das Fleisch seinen eigen- 
artigen Geschmack behalten, so muß es gebraten werden. Die Hausfrau 
übergießt es mit heißem Wasser. Davon werden wie im Hühnerei die Eiweiß- 
stoffe über den Fleischporen fest, und die Extraktivstoffe, die dem Braten seinen 
einladenden Geruch geben, können nicht heraus. — Nun zum Backen, der 
wichtigen Kunst jeder Hausfrau! Es bezieht sich hauptsächlich auf die Nahrungs- 
mittel, die dem Pflanzenreiche entstammen. Getreide muß zu Mehl vermahlen 
und zu Brot gebacken sein, sonst würde es fast ungenutzt durch unsern Körper 
gehen; denn unsere Magensäfte sind nicht stark genug, um rohes Mehl zu zer- 
setzen. Werden die Stärkekörnchen des Mehles aber mit heißem Wasser über- 
gossen, so platzen sie, und ihr Stärkegehalt wird bloß gesegt. Bäckt man sofort 
daraus Brot, so giebt's den harten Schiffszwieback. Bleibt der mit heißem 
Wasser angerührte Teig aber stehen, so schmeckt er sehr bald etwas süßlich, 
denn aus der Stärke ist Zucker geworden. Allerlei Bazillen fallen aus der 
Luft hinein und bringen den Teig in Gärung. Dadurch säuert er. Von 
solchem gesäuerten Teige wird nun etwas aufbewahrt und neuem Teige jedes- 
mal zugesetzt, dann geht die Gärung um so schneller vor sich. Außer den 
Säurebazillen sind es auch Hefepilze, die ebenfals zur Lockerung des 
Teiges beitragen. Solche Hefe, wie sie sich in Wein und Bier absetzt, wird 
ebenfalls zur Brotlockerung benutzt und ist als Preßhefe käuflich. In Weizen- 
brot und Kuchen kommt nur Hefe. Sauerteig wie Hefe veranlassen eine 
Zersetzung des Teiges, derart, daß Kohlensäure entweicht wie aus einer 
Selterflasche. Sie reißt den Teich auf und macht ihn locker. Dieselbe Wirkung 
haben Backpulver und Hirschhornsalz (kohlensaures Ammoniak), das in 
der Hitze des Backofens zerfällt und Kohlensäure entweichen läßt. „Essen und 
Trinken hält Leib und Seel'’' zusammen“, sagt das Sprichwort. Aber mit 
manchen Getränken, so mit Branntwein, wird so großer Mißbrauch ge- 
trieben, daß sie das Unglück vieler Familien werden. Der Branntwein gehört 
wie Bier und Wein zu den gegorenen Getränken. Am einfachsten ist die 
Weinbereitung. Sind die Weintrauben reif, so beginnt die frohe Zeit der 
Weinlese. Man preßt den köstlichen Saft in der Kelter aus den Trauben 
und füllt ihn als dicken und trüben Most in Fässer. Diese bleiben offen, und 
die aus der Luft einfallenden Hefepilze erzeugen die Girung. Mehrfach wird
	        

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