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Das Deutsche Reich in gesundheitlicher und demographischer Beziehung.

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Bibliographic data

fullscreen: Das Deutsche Reich in gesundheitlicher und demographischer Beziehung.

Multivolume work

Persistent identifier:
akten_dreissigjaehriger_krieg
Title:
Briefe und Akten zur Geschichte des Dreissigjährigen Krieges.
Document type:
Multivolume work
Collection:
bayern
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
akten_dreissigjaehriger_krieg_9_1908
Title:
Briefe und Akten zur Geschichte des Dreissigjährigen Krieges. Neunter Band.
Volume count:
9
Place of publication:
München
Publisher:
M. Rieger'sche Universitätsbuchhandlung
Document type:
Volume
Collection:
bayern
Publication year:
1908
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Das Deutsche Reich in gesundheitlicher und demographischer Beziehung.
  • Title page
  • Druck von Julius Beltz, Hofbuchdrucker, Langensalza.
  • Vorwort.
  • Inhaltsübersicht.
  • Verzeichnis der Abkürzungen.
  • Einleitung.
  • I. Stand der Bevölkerung.
  • 1. Grösse der Bevölkerung im Reiche und in den Bundesstaaten.
  • 2. Wachstum der Bevölkerung auf dem heutigen Reichsgebiete.
  • 3. Bevölkerung in Stadt und Land.
  • 4. Geschlecht, Alter und Familienstand.
  • II. Bewegung der Bevölkerung.
  • Vorbemerkungen.
  • 1. Eheschliessungen, Geburten, Todesfälle, Wanderungen.
  • 2. Todesfälle nach dem Alter, insbesondere unter den Säuglingen.
  • 3. Todesursachen.
  • 4. Erkrankungen.
  • 5. Blinde und Taubstumme.
  • 6. Bekämpfung der Krankheiten.
  • A. Übertragbare Krankheiten.
  • a) Bekämpfung im allgemeinen und der sogenannten gemeingefährlichen Krankheiten im besonderen.
  • b) Bekämpfung sonstiger übertragbarer Krankheiten.
  • A. Unterleibstyphus.
  • B. Diphtherie.
  • C. Influenza.
  • D. Tuberkulose.
  • E. Malaria.
  • F. Schlafkrankheit.
  • G. Venerische Krankheiten.
  • H. Milzbrand.
  • I. Tollwut.
  • K. Trichinose.
  • L. Wurmkrankheit.
  • B. Andere Krankheiten.
  • III. Wasserversorgung und Flussverunreinigung.
  • 1. Wasserversorgung.
  • 2. Flussverunreinigung.
  • IV. Verkehr mit Nahrungsmitteln, Genussmitteln und Gebrauchsgegenständen.
  • 1. Allgemeines.
  • 2. Fleisch.
  • 3. Milch, Butter, Käse, Speisefette und Speiseöle.
  • 4. Wein und andere geistige Getränke.
  • 5. Andere Nahrungs- und Genussmittel.
  • 6. Konservierungsmittel.
  • 7. Gebrauchsgegenstände.
  • V. Verkehr mit Heilmitteln und Giften.
  • 1. Arzneimittel.
  • 2. Gifte.
  • 3. Geheimmittel und ähnliche Arzneimittel.
  • 4. Natürliche und künstliche Mineralwässer.
  • 5. Künstliche Süssstoffe.
  • VI. Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und sonstige Heil- und Krankenpflegepersonal.
  • 1. Ärzte und Zahnärzte.
  • Tafel 26. Durchschnittlicher Wirkungskreis des Heilpersonals und der Apotheken im Deutschen Reiche.
  • 2. Tierärzte.
  • 3. Niederes Heilpersonal.
  • 4. Krankenpfleger.
  • 5. Kurpfuscher.
  • 6. Apotheker.
  • VII. Heil- und Pflegeanstalten.
  • 1. Heilanstalten.
  • 2. Anstalten für Blinde und Taubstumme.
  • 3. Apotheken.
  • VIII. Berufstätigkeit.
  • 1. Berufszählungen.
  • 2. Die Gewerbeordnung und Ihre gesundheitlichen Bestimmungen im allgemeinen.
  • 3. Anlagen, welche einer besonderen Genehmigung bedürfen.
  • 4. Schutz der Arbeiter.
  • 5. Massnahmen zur Besserung von Arbeiterwohnungen.
  • 6. Arbeiterversicherung.
  • 7. Seeleute.
  • IX. Veterinärwesen.
  • 1. Viehstand.
  • 2. Viehseuchen.
  • Anhang.
  • Verzeichnis der bisherigen Publikationen des Kaiserlichen Gesundheitsamtes.
  • Verzeichnis der Veröffentlichungen des Kaiserlichen Statistischen Amtes.
  • Alphabetisches Inhaltsverzeichnis.

Full text

132 ır. 6. Bekämpfung der Krankheiten. 
Hier arbeitete die Expedition, unterstützt durch das weitgehendste Entgegenkom- 
men der niederländischen Behörden und Ärzte, zuerst in Batavia, dann in Am- 
barawa, Tosani und andern Ortschaften Mittel-Javas. Im Dezember verliess die 
Expedition Java und begab sich nach Neu-Guinea. Als Standquartier wurde 
Stephansort gewählt, von wo aus grössere Exkursionen ins Innere des Landes 
unternommen wurden. Die Forschungen ergaben Resultate von weittragender Be- 
deutung für die gesamte Epidemiologie der Malaria, Die Expedition konnte ın 
Gebieten arbeiten, in denen, wie das in den Tropen so oft der Fall ist, die ein- 
gewanderten Europäer fast ausnahmslos an Malaria erkranken, während die Ein- 
geborenen scheinbar gänzlich verschont bleiben. Koch fand nun, dass nur die 
erwachsenen Mitglieder der einheimischen Bevölkerung sich als malariafest er- 
weisen. Dagegen sind in solchen durchseuchten Gebieten die Kinder der Einge- 
borenen in grosser Zahl, mitunter bis zu 100%, mit Malaria infiziert. An dem 
Prozentsatz der infizierten Kinder lässt sich so geradezu die Intensität der Durch- 
seuchung eines Gebiets erkennen („Index endemicus“ der englischen Autoren). 
Durch das Überstehen der Krankheit im Kindesalter erlangt die erwachsene Be- 
völkerung allmählich eine vollständige Immunität gegen die Malarıa. Diese 
ist also in jedem Falle eineerworbene und nicht cine Rassencigentümlich- 
keit farbiger Völker, wie man früher annahm. In Neu-Guinea hat Koch auch 
zum ersten Male seine Methode zur Bekämpfung der Malarıa ın 
grösserem Massstabe in Anwendung gebracht. Er ging von der Ansicht aus, 
dass der Malaria in ähnlicher Weise entgegengetreten werden müsste, wie andern 
Seuchen, z. B. Pest oder Cholera. Im Gegensatz zu der sonst üblichen, auf 
möglichst alle Bewohner des durchseuchten Gebiets ausgedehnten Chininprophy- 
laxe beschränkte sich Koch auf die Behandlung der bereits Erkrankten. Denn 
gelingt es, in diesen die Parasiten durch energische Chininkuren zu vernichten, 
so fällt damit auch für die Moskitos die Infektionsmöglichkeit weg, und die 
Krankheit muss in verhältnismässig kurzer Zeit verschwinden. 
Noch nach einer andern Richtung konnte die Expedition die Kenntnis von 
der Malaria wesentlich bereichern. In Java angestellte Versuche mit Menschen- 
affen, Orangs und Gibbons, ergaben, dass diese gegen die Infektion vollkommen 
unempfänglich sind. Damit schwand der letzte Zweifel daran, dass von allen 
Säugetieren nur der Mensch von Malaria befallen werden kann, 
Die für den Menschen infektiösen Plasmodien zirkulieren nur zwischen Mensch 
und Moskito, Andere Tiere kommen als Parasitenträger oder Zwischenwirte 
nicht in Betracht. Durch diesen glücklichen Umstand wird die Bekämpfung der 
Seuche wesentlich erleichtert. Auf der Heimreise, die am 6. August Igoo von 
Herbertshöhe aus angetreten wurde, besuchte die Expedition noch. die Marianen 
und Karolinen,. Beide Inselgruppen erwiesen sich als malariafrei. Ferner wurde 
in. Ägypten zur Erforschung der dortigen Malaria Station gemacht. 
Nach Deutschland zurückgekehrt, hoffte Koch, einen Sanierungsversuch nach 
der in Neu-Guinea erprobten Methode im Reichsgebiete selbst ausführen und die 
Resultate durch längere Zeit in Ruhe beobachten zu können. Ein geeigneter 
Malariaherd konnte aber nicht aufgefunden werden. Dagegen besitzt unser Nach- 
barstaat Österreich in einigen seiner Kronländer, z. B. in Dalmatien und Istrien, 
noch stark verseuchte Gebiete. Es erhielt daher der an der biologischen Station 
des Berliner Aquarıums zu Rovigno für das Kaiserliche Gesundheitsamt arbeitende 
Dr. Fritz Schaudinn vom Reichsamte des Innern den Auftrag;--in Istrien einen 
Sanierungsversuch vorzunehmen, Als geeignete Lokalität erwies sich das Dorf 
St. Michele di Leme, eine aus nur elf Wohnstätten bestehende, isoliert ge- 
legene Ansiedlung, die stark verseucht und bis dahin ohne ärztliche Versorgung 
geblieben war. Nachdem der Verlauf der Epidemie für die Jahre 1901 und 1902 
genau festgestellt worden war, wurde im Januar 1903 mit Genehmigung der öster- 
reichischen Regierung und weitgehender Unterstützung der örtlichen Behörden die
	        

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