Full text : der Weltkrieg 1914. Band 2. (1)

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Mannschaftsbestände  als  für  die  ersten  Kriegsbedürfnisse  notwendig,  untätig
  in  den  Garnisonen  liegen  zu  lassen.  Die  größten  Verluste  aller
Waffengattungen  habe  zweifellos  die  Infanterie  erlitten.  Man  sei
augenblicklich  dabei,  die  überzähligen  Infanteristen  einzuberufen  und
angesichts  der  großen  Infanterieverluste  die  überzähligen  Soldaten
anderer  Waffengattungen  der  Infanterie  einzuverleiben,  um  die  Lücken
ausfüllen  zu  können.

                          Der  Vormarsch  der  Türken.

                                                          Konstantinopel,  30.  November.

Amtlicher  Bericht  aus  dem  Hauptquartier.  Die  Russen,  die  wir
am  22.  November  in  der  Umgegend  von  Toutak  geschlagen  und  in
nördlicher  Richtung  zurückgeworfen  hatten,  haben,  nachdem  Verstärkungen
  bei  ihnen  eingetroffen  waren,  gegenwärtig  eine  Stellung  in
der  Nähe  von  Kilitschgendegi  besetzt.  Unsere  Truppen  haben  eine
Stellung  vor  den  feindlichen  Linien  eingenommen.  (W.T.B.)


                         Der  Wiener  Generalstabsbericht.

Wien,  30.  November.  Amtlich  wird  verlautbart:  Im  Norden
hat  sich  gestern  an  unserer  Front  nichts  Wesentliches  ereignet.        (W.T.  B.)

                 Mitteilungen  des  russischen  Generalstabes.
                               Eine  englische  Schilderung.
                                                              Mailand,  30.  November.

Aus  Petersburg  wird  telegraphiert:  Der  gestrige  Bericht  des
russischen  Generalstabes  lautet:  „Jenseits  der  Weichsel  und  Warthe
behält  der  Feind  seine  Stellungen,  die  auf  der  Linie  Strykow—
Igierz—Szadek—Zdonska  Wolja  befestigt  worden  sind.  Hartnäckige
Kämpfe  fanden  um  Strykow  und  Zgierz  statt.  Wir  nahmen  Kanonen,
Mitrailleusen  und  mehrere  hundert  Gefangene.  Auf  der  Front  Glowno
—Bielawy—Sobota  finden  Kämpfe  statt.  Nordöstlich  Lodz  längs  des
linken  Weichselufers  machten  die  Deutschen  einen  Gegenangriff.“

Heute  wurde  in  Petersburg  folgender  Bericht  des  Generalstabes
ausgegeben:  An  der  Front  Czenstochau—Krakau  ist  keine  bedeutende
Aenderung  eingetreten.  Die  Oesterreicher  verlassen  eiligst  die  Bukowina
  und  die  Russen  haben  Czernowitz  wieder  besetzt.  In  der  Gegend
der  masurischen  Seen  und  am  Flusse  Angerapp  wiesen  die  Russen  deutsche
Angriffe  aus  befestigten  Stellungen  zurück.  (7!)  (Berl.  Tgbl.,  1.  Dez.)


            Die  deutsche  Regierung  zu  dem  Pariser  Justizmord.
                                                         (W.T.B.)  Berlin,  30.  November.

Das  Auswärtige  Amt  hat,  nachdem  es  von  dem  in  Paris  gegen
deutsche  Militärärzte  eingeleiteten  Strafverfahren  Kenntnis  erhalten
hatte,  die  zeugeneidliche  Vernehmung  des  Oberstabsarztes  Dr.  Pust  veranlaßt.
  Dieser  hat  unter  Eid  ausgesagt:

„Ich  war  vom  7.  bis  9.  September,  nachmittags  2  Uhr  15  Minuten,
  Chefarzt  des  Feldlazaretts  7  des  2.  Armeekorps  in  Lizy.  Als
ich  um  2  Uhr  15  Minuten  das  Lazarett  verließ,  befanden  sich  dortselbst