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die deutschen Waffen so erfolgreichen Kämpfen bei Lodz festgestellt: Die
Teile der deutschen Kräfte, welche in der Gegend östlich Lodz gegen
rechte Flanke und Rücken der Russen im Kampfe waren, wurden ihrergeites
wieder durch starke, von Osten und Süden her vorgehende russische
Kräfte im Rücken ernstlich bedroht. Die deutschen Truppen machten
angesichts des vor ihrer Front stehenden Feindes kehrt und schlugen sich
in dreitägigen erbitterten Kämpfen durch den von den Russen bereits
gebildeten Ring. Hierbei brachten sie noch 12 000 gefangene Russen und
25 eroberte Geschütze mit, ohne selbst auch nur ein Geschütz einzubüßen.
Auch fast alle eigenen Verwundeten wurden mit zurückgeführt. Die
Verluste waren nach Lage der Sache natürlich nicht leicht, aber durchaus
keine „ungeheuren“. — Gewiß eine der schönsten Waffentaten des Feldzuges!
Oberste Heeresleitung. (W. T.B.)
Die russischen Offizierverluste.
Basel, 1. Dezember.
Nach einer amtlichen Zusammenstellung des „Rußki Invalid“ betragen
die russischen Offiziersverluste bis 20. November 9702 tote, 19 511
verwundete und 3679 vermißte Offiziere.
Der französische Jahrgang 1915.
Fast alles der Infanterie einverleibt.
Bordeaux, 1. Dezember. Der Kriegsminister gibt bekannt, daß
nahezu der gesamte Bestand der Altersklasse 1915 der Infanterie einverleibt
wird. Der Kavallerie sind einzig die Tierarzneischüler zugeteilt
worden.
Lyon, 1. Dezember. Dem „Nouovelliste"“ zufolge sind die Rekrutierungsarbeiten
der Altersklasse 1915 am 30. November beendet gewesen.
Der Prozentsatz der tauglich befundenen Mannschaften entspricht
ungefähr dem Prozentatz der Jahresklasse 1914. Die Verteilung der
Rekruten auf die Garnisonen soll am 20. Dezember beendet sein.
(Post, 2. Dezember.)
Serbien im Todeskampf.
Wien, 1. Dezember. Vom südlichen Kriegsschauplatz. wird amtlich
gemeldet:
1. Dezember.
Auf dem südlichen Krietsschauplatz hat ein weiterer Abschnitt in
den Operationen seinen siegreichen Abschluß gefunden. Der Gegner,
welcher schließlich mit seinen gesamten Streitkräften östlich der Kolubara
und des Ljig durch mehrere Tage hartnäckigsten Widerstand leistete und
wiederholt versuchte, selbst zum Angriff überzugehen, ist auf der ganzen
Linie geworfen und im Rückzuge. Er hat neuerdings empfindliche Verluste
erlitten.
Auf dem Gefechtsfelde von Konatice allein fanden unsere Truppen
etwa 800 unbeerdigte Leichen. Desgleichen bedeuten die zahlreichen Gefangenen
und die materiellen Verluste eine namhafte Schwächung, denn
seit Beginn der letzten Angriffsbewegungen wurden 19 000 Gefangene