Full text : König Friedrich August III. von Sachsen.

wertvolle  Erscheinung  des  Arbeits-  und  Berufslebens  in  sich  aufzunehmen,
  in  Wahrheit  zu  einem  Triumphzuge,  nicht  nur  zu  einer
Aussaat,  sondern  zugleich  zu  einer  Ernte  ungeheuchelter  Volksliebe,
zu  einer  schönen  Erfüllung  des  königlichen  Wunsches:  daß  der  Treue
Schultern  des  Fürsten  schönster  Thron  sind!

Daß  diese  Reisen,  die  für  die  Besuchten  Stunden  erhebenden
Genusses  brachten,  für  den  König  Zeiten  hoher  Anforderungen  an
Geist  und  Körper  bedeuteten,  weiß  jeder,  der  sich  einmal  das  Programm
  einer  solchen  Königsreise  angesehen  hat.  Die  ersten  galten

 

   

Der  König  bei  Berger  &  Wirth  in  Leipzig.

den  Städten  Sachsens,  die  vor  andern  einen  Weltruf  genießen,
Leipzig  und  Chemnitz.  Zeder  gab  hier  sein  Bestes:  Wissenschaft
und  Kunst,  Kapital  und  Arbeit  wetteiferten,  die  Zeugnisse  ihres
Strebens  und  Könnens  ihrem  Königlichen  Herrn  vor  Augen  zu
führen.  Und  inmitten  dieser  Fülle  bunter  Bilder  mit  ihren  starken  Eindrücken
  und  ermüdenden  Anforderungen  bezeugte  der  König  stete  rege
Anteilnahme  und  unermüdliche  Freundlichkeit.  In  der  Industriestadt
Chemnitz  zeigte  es  sich  insbesondere,  welch  warmherziges  Verständnis
  der  König  vor  allem  auch  den  Bedürfnissen  unserer  durch  Fleiß
und  Tüchtigkeit  hervorragenden  Fabrikarbeiterschaft  entgegenbringt.
Wie  sehr  ihm  gerade  ihre  ungeheuchelte  Huldigung  wohlgetan  hat,
hat  er  mehr  als  einmal  freudig  bekannt.  Unter  den  Mittelstädten

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