„märkische Vasall“ Georg Hesekiel's. 16.
12. November 1876) erinnerte an seine Humoreske, in der er
einen Engländer, der Bismarck’s Nonchalance beleidigend und.
empörend fand, fragte, ob er denn diese Eigenschaft für eine
Besonderheit Bismarck’s, ilnm selbst für ein Unicum halte? Er
klärte den Fremden darüber auf, dass, wie die Corsen zu Napoleon’s
Zeiten in allem Ernst behaupteten, sie könnten allenfalls
noch ein paar Hundert solcher Männer stellen, so auch alle
diese Märker, die dem preussischen Staat seine Richtung gegeben
haben, besonders die Junker, überzeugt seien, sie würden
die Sache ganz so gut machen wie Bismarck. Zuletzt betritt
er den Boden der Poesie und zeigt dem Engländer in jener ihm
unerträglichen Nonchalance die Wurzel der „politischen Haupttugenden“
der Preussen, — der zähen, allenfalls bis zur Verachtung
gehenden Geduld in einem Augenblick der Nothlage
und des „holden Leichtsinns und fröhlichen, rücksichtslosen
Dreinschlagens“ in einer günstigen Stunde.
Aehnlich ruft er am 4. Februar 1873, als sich die Fortschrittspartei
und einige Vertreter der national-liberalen Partei
zur Feier seines 70. Geburtstages versammelt hatten, den jungen
Freunden zu: „Erfüllen Sie sich etwas mit dem wilden Muth
und Selbstvertrauen des Junkerthums!“
Man kannte in Ziegler's Umgebung seine Eigenheit im
Urtheil über Bismarck, salı sieihm aber als Dichter und Fabulist
und wegen einiger Kraftstücke auf der parlamentarischen Rednerbühne
nach. Jedoch fehlte es an jener Geburtstagstafel auch
nicht an einigen Reprimanden und Kirchmann gab, indeın er,
wie eine Berliner Zeitung sich ausdrückt, Ziegler’s Neigung zum
Pessimismus und eine gewisse mephistophelische Ader als Linderungsgrund
geltend machen wollte, zu einem freundschaftlichen
Witzturnier mit dem Gefeierten Anlass.
Betreten wir jedoch den Boden der Prosa! Hier kommt
uns der geistvolle und kritische Kenner des preussischen Staats,
Georg Heinrich von Berenhorst, der natürliche Sohn des alten
Dessauexs, Leopold, entgegen und erklärt uns, in seinen „Betrachtungen
über die Kriegskunst“ (1795—96) das Compagniegeschäft
von König und Junker, indem er das Muster von
Friedrich Wilhelm’s I. Preussen die „ökonomische Verfassung
eines ehemaligen Fehderitters auf seiner von Knappen und reisigen
Knechten vollgepfropften Burg“ nannte.
Dieser Stilter der preussischen Arınee war in der Genossen-