42 Die Gaumenlauter.
Ubung. — Kabel, Gabel gelber, Kälber keuchen, geigen!
glauben, klauben kleiden, gleiten! gönnen, können klimmen, glimmen
Grab, Krapp kriechen, Griechen Graus, kraus Kunst, Gunst!
ganten, Kanten] Kissen, gießen #vergolten, verkohlten ] galt, kalt #gellen,
Kellen Karbe, Garbegirren, kirren Kreis, Greis begrenzte, bekränzte
Koller, Gollergerben, kerben] gießen, Kissen] Bekleidung,
Begleitung! Guß, Kuß Karten, Garten] Kälte, gälte Giebel, Kübel
Geck, keck erkiesen, ergießen Grauen, krauen kohlt, Gold] Geifer,
Käufer!] Kran, Gran] Karren, Garn] Grenze, Kränze vergelten,
verkälten kühlte, Gülte ausgleiten, auskleiden Kern, gern] Gasse,
Kasse] Kraut, graut] anglimmen, anklimmen Kram, Gram!Gaumen,
kaum Küster, Gießer vergnügen, verkriechen verkleben, vergeben
garstig, Karst verkleinern, vergleichen gaffen, klaffen vergießen, verkühlen]
Gnade, Knabe kleistern, gleißen Kästen, Gästen kühlten,
gülden grämen, Krämer.
8 71. Im Falle das ß in der Mitte der Wörter vor einer
Formsilbe gelind anschlagend gesprochen werden soll"), muß man
es genau von dem scharfen k unterscheiden. Vor letzterm ist der
Vokal meist geschärft und deshalb das k verdoppelt, wo es dann
immer ck geschrieben wird. Ein gedehnter Vokal vor k ist selten.
Ubung. — Fragen, Fracken lecken, legen biegen, bücken
locken, logen Lager, Laken Pflöcken, pflegen fliegen, flicken Rocken,
Rogen nagen, Nacken Decken, Degen schmiegen, schmücken Flocken,
slogen sagen, sacken] Regen, Recken sticken, stiegen sogen, Socken
Schlacken, schlagen sägen, Säcken] Wicken, wiegen trogen, trocken
wacker, wagengegen, Gecken Krücken, Krügen Folge, VolkeZacken,
zagen] wegen, wecken Lücken, lügen borgen, Borken Hacken, Hagen
hegen, Hecken pflücken, pflügen lugen, Luken Jacken, jagen schrägen,
schrecken] Rücken, rügen plagen, placken Böcken, BögenZügen,
zücken Säckel, Segel balgen, Balken] stecken, Stegen bargen,
Barken Birken, bürgen.
§ 72. Kommt in Wörtern, die mit g oder k oder #
anfangen, die Augmentsilbe „ge“ vornan zu stehen. was
meistens im participium passivi der Fall ist, so wird ebenfalls
das g im Anlaut gelind anschlagend gesprochen. Da zwei
aufeinanderschlagende Gaumenlaute leicht unschön klingen können,
so muß das g durchaus sehr gelind anschlagend gesprochen
werden.
*) Nach i ist die hauchende Aussprache des g vorzuziehen.