Inhaltsverzeichnis : Gesetzsammlung für das Fürstenthum Reuss Jüngerer Linie. Neunzehnter Band. 1879-1882. (19)

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„Ueber  das  Gesammtergebniß  einer  bestandenen  Prüfung  ist  durch
Stimmenmehrheit  dahin  zu  entscheiden,  ob  die  Prüfung  „ausreichend“,  „gut“
oder  „vorzüglich“  bestanden  sei.“

9  3.
Die  §5  9  und  31  des  Regulativs  erhalten  folgenden  Zusat:

„Rechtskandidaten  und  Referendare,  welche  sich  eine  Verlehung  der
bezüglich  der  selbständigen  Anfertigung  einer  schriftlichen  Prüfungsarbeit  am
Schlusse  derselben  abzugebenden  Versicherung  schuldig  gemacht  haben,  werden
je  nach  dem  Grade  der  Verschuldung  auf  Zeit  oder  für  immer  von  der
Prüfung  ausgeschlossen  werden.  Dies  gilt  auch  in  den  Fällen,  wo  durch
Verschweigung  der  bei  der  Arbeit  benutzten  Quellen  eine  Täuschung  der
Examinatoren  beabsichtigt  worden  ist.

Die  Ausschließung  eines  Rechtskandidaten  von  der  ersten  Prüfung
verfügt  der  Präsident  des  Oberlandesgerichts.  Gegen  die  Verfügung  findet
Beschwerde  an  die  Gesammtheit  der  beim  Oberlandesgericht  betheiligten
Regierungen  nach  Maßgabe  des  §  4  des  Regulativs  statt.

Die  Ausschließung  eines  Referendars  von  der  zweiten  Prüfung
verfügt  die  Landesjustizverwaltung.“

*  4.
Dieser  Nachtrag  tritt  mit  dem  1.  Jannar  1883  in  Kraft.

Urkundlich  unter  Unserer  eigenhändigen  Unterschrift  und  Unserem  beigedruckten
Fürstlichen  Insiegel.

Schloß  Osterstein,  am  12.  Dezember  1882.

¶.  89)  Heinrich  XIV.
Dr.  E.  v.  Beulwitz.  Dr.  Vollert.  Engelhardt.