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strafung nicht stattfinden. Auch bei dem doppelten Ehebruche kann, wenn
dle Verzeihung des einen der beleidigten Ehegatten belgebracht wird, das
Strasverfahren nur auf Antrag des anderen eingeleitet oder fortgestellt
werden.
Die Zurücknahme des Antrags auf Bestrafung gilt, auch in Hinsicht
ihres Einflusses auf die Fortstellung des Scheidungsprocesses, für eine Verzeihung.
Die Verzeihung mit der im ersten Absatze erwähnten Wirkung
und die Zurücknahme ist bei diesem Verbrechen auch nach der Bekanntmachung
eine Straferkenninisses und selbst nach dem Antritte der Strafe
zulässig, dafern nicht inmirtelst die Ehe geschieden worden ist.
Nrt. 249.
Ein Ehegalte, welcher den anderen wider dessen Willen, und in der Vosliche edi
Absicht, die Ehe mit demselben nicht fortzuseten, eigenmachtig verlaͤßt, ist lassun
mit Gefängniß bis zu zwei Monaten zu bestrafen.
Nrt. 250
Die Sltrafe der böslichen Snsin kann bie auf sech Monate Ge- u
sangniß gesteigert werden, wenn ein Ehemann seine Ehefrau in einem mittellosen
und hülföbedurftigen Zustande zurückläßt.
rt. 251.
Die Bestrafung der böslichen Verlassung sezt einen Antrag von Sei= B#bng ss
ten des verlassenen Theils voraus. Eine bei dem Ehegerichte angebrachter u Untensuch ·
Klage auf Trennung der Ehe wegen bsclicher Verlassung gilt für einen
solchen Antrag. Der Amtrag kann auch nach der Bekanntmachung
eines Straferkenntnisses und selbst nach dem Antrilte der Strafe zurückgenommen
werden; die Zurücknahme desselben gilt jedoch zugleich als Verzicht
auf die wegen der böslichen Verlahung angestellte Ehescheidungsklage. Nach
Aletgee Sescheng kann der Antrag in keinem Falle mehr zurückgenommen
Art. 252.
Ein Ehegaktte, welcher während des Bestehens seiner Ehe (vergl. Art. Doppeeh.
247) sich mit einer anderen Person ehrlich verbindet, wird »
»wenndielshtmsbrnfallsvekhelichkist,mitscheitshqusovek
uchthaus von zwei bis zu vier Jahren,