und in „Landgemeinden“. Zur Kategorie der „Stadtgemeinden",
d. h. der der StO. unterstehenden Gemeinden,
gehören 1. alle diejenigen Gemeinden, welche
nach der letzten Volkszählung mindestens 15,000 Einwohner
(einschließlich der aktiven Militärpersonen)
zählen; 2. von den Gemeinden mit einer Bevölkerungsziffer
von 3000 bis 14,999 Einwohnern diejenigen,
auf welche die St O. auf Antrag des Gemeinderats
und nach Anhörung des Kreistags mit Genehmigung
der Staatsregierung ausdrücklich für anwendbar erklärt
worden ist. Alle übrigen Gemeinden — auch diejenigen,
die nach altem Herkommen die Bezeichnung
„Stadt“ führen — sind im Sinne des Gesetzes „Landgemeinden“
(St O. 3, LgO. 5). Die Organisation der
Stadt= und der Landgemeinden zeigt in den Grundzügen
weitgehende Uebereinstimmung, namentlich gliedern
sich die Verfassungsorgane in beiden Arten von Gemeinden
in Gemeindevertretung und Gemeindevorstand.
Die erstere wird in den Stadtgemeinden durch die
Stadtverordnetenversammlungmit Einschluß des Bürgermeisters
und der Beigeordneten (sog. „Stadtvertretung“);
in den Landgemeinden durch den „Gemeinderat“ mit
Einschluß des Bürgermeisters und der Beigeordneten
(„Gemeindevertretung“ im engeren Sinne) gebildet
(St O. 2, 92; Lg O. 3, 91). Die Funktion des Gemeindevorstands
steht dem Bürgermeister zu, jedoch wird derselbe
nur in den Landgemeinden von Gesetzes wegen
ausdrücklich als „Vorsteher der Gemeinde“ bezeichnet?)
(StO. 2, 121; LFg9. 3, 114).
Der Gemeinderat besteht je nach der Bevölkerungsziffer
der Gemeinde aus 9bis 18, die Stadtverordneten-*)
Die in die Regierungsvorlagen aufgenommene ausdrückliche Unterscheidung
zwischen Gemeindevertretung und Gemeindevorstand wurde im Laufe
der parlamentarischen Verhandlungen wieder beseitigt (Vgl. LV. II. 1908/11,
Drucks. Nr. 464 S. 19, u. Nr. 587 S. 1; LV. 1, Beil. Nr. 109 S. 6 ff., Nr. 134 S. 1 ff.
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