Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

80  Mitigation

atiön,  f.;  —n:  Mildrung.  -alĩp,  a.:  mitigans.
„ĩtren,  tr.:  lindern,  mildern  ꝛe.  —  Milihal:
—  Miskal.  —  Mitis,  m.:  Name  eines  Wiener
Fabrlkanten.  Dazu:  M.  Grün,  eine  Farbe
arsenig=  u.  essigsaures  Kupseroryd.  —  Miton:  s.
Onguent.  —  Air-a  (gr.),  f.;  zen  [8  24,  11:
Blude,  nam.  Kopfbinde  .;  Kopfbedeckung,  bes.:
Bischofsmütze;  auch  Name  v.  Schnecken;  ferner
M.  Hippöcratis,  ein  wundärztl.  Kopfverband  2c.  —
ilraill-äde  (fr.  äli-),  f.;  —n:  das  Kartätschen.
e,  f.;  —:  Kartätsche,  —-Schuß.  euse  (□öfN0,
f.;  —,  —:  Kugelspritze.  -fren,  intr.  (haben):
kartätschen;  tr.:  niederkartätschen.  —  Mitr-äl
(nlat.);  älis,  a.:  mitra-,  mützenförmig:  M.=Klappe,
  -Valvel,  välvula  m-is,  an  der  hintern  Herzkammer.
  äkus,  a.:  mit  einer  Mitra  versehn:
Abbas  (s.  d.)  m.  —  Aitt-ièren  (lat.),  tr.:  senden,
  entsenden  2c.  -imus:  „wir  senden“,  —  n.,
uv.;  uv.:  (in  England)  Verhaftsbefehl.

Miũr  (abess.):  Katze.  Drehm  Hab.  59.  —
Miürisch  (gr.),  a.:  am  Ende  schwächer  werdend
  (nam.  Metr.).  us,  m.  (8  24,  2]:  f.
Mekuros.

Mix-äthrik  (gr.),  f.;  0;  -äthrion,  n.,  —S;
0:  Misch-,  Wechsel-,  April-Wetter.  -ed  (engl.
mixt),  à.:  ge-,  vermischt:  M.  Cloth  Iklörhl,  meliertes
  Tuch;  M.  Lustre  (s.  d.  2);  M.  Pickles,  allerlei
mit  Essig,  Pfeffer  2c.  eingemachte  grüne  Früchte;
auch  als  Buchtitel.  rolbfe  (gr.),  f.;  —n:  Erzeugung
  v.  Mischfarben  durch  Mischung  v.  Lösungen,
  woraus  sich  durch  Wahlverwandtschaft  gleichzeitig
  die  sich  mischenden  Farben  niederschlagen.
colßtisch,  a.:  durch  Mireolyse  entstanden.  -pichle
l-el],  n.,  —s;  —#:  —  Mired  (s.  d.)  Pickles.  te
(frz.  mirt),  a.:  gemischt,  z.  B.:  ißü#jet  (süshel  m.,
Unterthan,  der  2  Staatsverbänden  angehört.
cion,  s.;  —n:  Mischung.  -tum,  n.,  —;;  -zà:
etwas  Gemischtes:  Ein  m.  compösitum,  etwas  durch
Mischung  Zusammengesetztes,  ein  Mischmasch,
Allerlei  2c.  (s.  Miscellauea).  -  kür,  f.;  —en:  Mischung,
  —  nam.:  eine  aus  versch.  Ingredienzien
gemischte  stüssige  Arznel;  ferner:  gemischte  Orgelstimme.
  —##u,  a.:  gemischt.

Anä,.  f.:  s.  Mine.  —  Mnẽm-e  (gr.),  f.;  0:
Mnuemosyne.  on,  n.,  6;ka,  ken:  Erinnrungszeichen,
  Andenken,  Denkmal.  nkütih,  önih,
f.;  -en:  Gedächtniskunst;  Lehrbuch  derselben.
Mer,  m.,  —s;  uv.:  Kenner,  Lehrer  der  M.  —
u.:  Mnemonentisch,  a.:  die  M.  betreffend,
darauf  bezügl.,  ihr  gemäß  2c.,  —  häufiger:  Mnemönisch:
  auch:  Muemenische  Mädchen.  V.  Ov.  1,
274  =  Musen  (Töchter  der  Mueme).  öôöfune
(———,  s.  Euphrosyne),  f.;  —§s,  —ns;  0:  „Gedächtnis“,
  —  weibl.  Name,  bes.:  1)  die  Mutter  der
Musen  (s.  d.).  —  2)  s.  Asterold.  -ospunde,  (.;
—A  Muse.  -ösynon,  n.,  —§;  na:  Muemeon.
otechnih,  a.:  Mnemonik.  Dazu:  Mer,  m.;
muemotechnisch,  a.

"Moällah-a  (ar.),  f.;  zat;  -al,  n.,  —:  —6:
eins  der  an  der  Kaaba  zu  Mecca  „aufgehangnen“
7  Preisgedichte,  auch:  Muallakat3).

Modalis

Mob  (engl.  möbb),  m.,  —s;  0:  Pöbel.  at3.
21,  107;  179  1c.,  vgI.:  Vom  Pöbel  mißhanrelt
(mobbed).  20,  230  r.;  Möbbish  (ischl.  a.:
pöbelhaft  2c.;  Moblblism  (Pöbel-Austr.,
Wortl.  Hertig  33,  237.  —  Moba  (slaw.),  k.;
—  :  eine  Vereinigung  v.  Fröhnern  zur  Ernte.
C#noben  1,  24;  2,  13  2c.  —  Mobb  2c.:  s.  Mob.
—  ARobed  (pers.),  m.,  —#6,  —en;  —8,  en:  parsischer
  Priester.  —  AMöb-el  (frz.,  auch  in  frz.
Schreibw.  menble),  n.,  —s6;  uv.,  —;  f.;  -n:
(s.  Se.,  vgl.  Mobilie):  ein  Stück  der  fahrenden
Habe,  nam.  bewegliches  Hausgeräth  in  den  Zimmern.
  Auch  übrtr.  auf  Personen,  sofern  sie  zum
Hause  mitgehören  (vgl.  Inventar):  Ein  altes
(Haus-)  M.  (eln,  tr.:  1)  st.  möblieren  (s.  d.).
—  2)  (scherzh.)  Einen  m.,  ihn  aus-,  durchklopfen,
—  verallgemeint:  mit  Heftigk.  u.  schonungslos
gegen  ihn  verfahren,  ihn  tüchtig  vornehmen  u.  verarbeiten
  2c.;  auch:  Einen  ab-,  verem.  (orsch.  3).
3)  Zsstzg.:  Etwas  ver=  m.  (vrsch.  2),  Etwas,  das
zu  bleibendem  Besitz  bestimmt  war,  zur  „fahrenden
  Habe“  machen,  d.  h.  es  losschlagen,  verkaufen.
—  Mob--il  (frz.):  1)  a.:  beweglich;  in  Bewegung;
  so  beschaffen,  daß  es  sich  in  Bewegung
setzen  od.  in  Bewegung  gesetzt  werden  kann,  nam.
v.  einem  Heer  2c.:  Preußen  macht  m.  od.  mobilisiert;
auch  v.  einzelnen  Pers.:  Der  Alte  ist  noch  immer  m.,
rüstig,  rührig,  auf  den  Beinen  2c.  —  2)  n.,  —);
e:  etwas  Bewegendes.  5.  Ph.  1,  170;  Wilbrandt
Kl.  45.  Tile:  1)  (lat.)  nentr.  zu  mobilis  (s.  d.),
auch  substant.:  Ein  Perpetuum  (-)  M.,  n.,  —  S,
uv.;  uv.  (perpelna  mobilia):  Etwas,  das  immer  in
Bewegung  ist;  Das  Primum  m.,  das  erste  (od.
Ur-)  Bewegende,  wovon  alle  andern  Bewegungen
ausgehn;  der  Ur-,  Hauptbeweggrund;  ferner
(Sternk.)  bei  den  Alten:  die  scheinbare  tägl.  Bewegung
  des  Himmels.  —  2)  (frz.  —)  Mobil.
Siliär,  n.,  —ey)s;  —e:  eine  Gesammtheit  v.  Mobilien
  od.  Möbeln,  die  fahrende  Habe,  das  Fahrnis
  2c.  -isie,  f.;  —:  Möbel  (s.  d.),  bes.  in  Mz.
ZSilier  (frz.  —ilfe),  a.:  auf  die  fahrende  Habe  bezüglich,
  dazu  gehörig  2c.:  Die  Crédits  (s.  d.)  ms#c.
Zilis  (lat.),  a.  1§  24,  3,  uv.;  neutr.  -ile,  Mz.
-lial:  beweglich;  veränderlich  2c.:  Substantiva
mobĩlia,  die  ein  männl.  —  u.  mit  Andrung  der
Endung  ein  weibl.  —  Wesen  bez.  eilisation,
f.;  —en:  Mobilisserung.  eilisiéren,  tr.:  mobil
(s.  d.)  machen,  s.  Ggstz  im.  m.  u.  delm.  Iilität,
f.;  0:  das  Mobilsein,  vgl.  Motilität.  —  Möbl-(frz.,
  Meubl-)  ement  (möhb’'lmäng),  n.,  —;  —:
Möblierung,  d.  h.  das  Möblieren  u.:  die  gesammten
  Möbel  eines  Zimmers  (vgl.  Amenblement).
eur  Cör),  m.,  —#;  —s,  —e:  Möblierer:  Zmmer-M.
  Koht  A.  2,  158.  kren,  tr.:  mit  Möbeln,
Hausgeräth  ausstatten  (vgl.  möbeln).

Mocha:  s.  Mocca.  —  Alöchli-a  (gr.),  f.;
#-en  18  24,  11:  Einrenkung  v.  Gliedern  mittels
Flaschenzügen  2c.

A#odäl  (ulat.),  a.:  durch  Verhältnisse  bedingt,
  davon  abhängig.  is:  1)  a.:  modal.  —
2)  m.  I§  24,  3,  uv.]):  (Gramm.)  ein  die  Art  u.