Full text : Central-Blatt für das Deutsche Reich. Erster Jahrgang. 1873. (1)

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Postverbindung  mit  Australien.
Nach  einer  Mitheilung  der  britischen  Postverwaltung  wird  die  Korrespondenz  nach  Neu-  Süd-Wales  in
der  Negel  über  New-York  und  San-Francisco  befördert;  doch  kann  dieselbe  auf  Verlangen  der
Absender  auch  über  Suez  geleitet  werden.
Verlin,  den  23.  Dezember  1873.
Kaiserliches  Eenerul  Postamt.

 

 

Korrespondenzverkehr  mit  Ceylon,  den  englischen  Besitzungen  in  Hinter-Indien  und  China,
Australien  2c.  via  Triest.

Ven  1.  Januar  1874  ab  können  Korrespondenzen  nach  Ceylon,  den  englischen  Besitzungen  und
Schutzstaaten  in  Hinter-Indien  und  China,  sowie  nach  West-Australien,  Neu-Süd-Wales,
Queensland  und  Neu-Seeland  bei  der  Absendung  auf  dem  Wege  über  Triest  bis  zum  Besitmmungsort
frankirt  oder  unfrankirt  befördert  werden.

Das,Porto  beträgt  für  frankirte  Briese  nach  Ceylon  2c.  9  Groschen  für  je  15  Grammen,  für  rekommandirte
  Brisfe  nach  Ceylon  r2c.  9  Groschen  für  je  15  Grammen  nebst  einer  Rekommandationsgebühr  von
6½⅛  Eroschen  für  Drucksachen  und  Baarenproben  nach  GEllom  *  2  Groschen  für  je  50  Grammen,  und  für
unfrankirte  Briefe  aus  Ceylon  rc.  10  Groschen  für  je  16  G

Die  Korrespondenz  nach  Victoria  unterliegt  den  gleichem  Portosaben;  die  gewöhnlichen  Briefe  müssen
indeß  bis  zum  Bestimmungsort  srankirt  werden.

Verlin,  den  23.  Dezember  1873.

Kaiserliches  General-Postamt.

5.  Konsulat·Wesen.

Seine  Majestät  der  Kaiser  und  LKöuig  hben  im  Namen  des  Deutschen  Reichs  an  Stelle  des  auf
seinen  Antrag  entlassenen  Konsuls  E.  W.  ain  Guayaquil  (Ecuador)  den  bisherigen  Konsulats-Verweser
  Julius  Bunge  zum  Konsul  des  NMs  Mih  daselbst  zu  ernennen  geruht.

aufmann  Eduard  Lignitz  zu  Danzig  ist  Namens  des  Deutschen  Reichs  das  Exequatur  als
söndgli  Ven  a  Konsul  daselbst  aattein  worden.  6

6G.  Marine  und  Schiffahrt.

Die  Lokalreglerung  auf  Malta  hat  die  Quarantaine  für  Proventenzen  von  Marseille  und  den  übrigen
französischen  Häfen  des  Mittelmeeres  (vergl.  Seite  385)  aufgehoben,  dagegen  für  die  von  Antwerpen
kommenden  Schiffe  eine  zehntägige  Quarantaine  angeordnet.

In  den  türkischen  Häfen  besteht  eine  Quarantaine  nur  noch  für  Provenienzen  von  Neapel.

In  ägyptischen  Häsen  werden  Ankünsfte  von  Triest  (vergl.  Seite  374)  einer  Quarantaine  nicht  mehr
unterworfen.