Volltext : Handbuch der bayerischen Distrikts-Verwaltungs-Behörden.

104  Ein=  und  Auswanderungen.

8)  Die  Herzogthümer  Anhalt-Dessau  und  Anhalt-Köthen.
9)  Herzogthum  Anhalt-Bernburg.  ·

10)  Fürstenthum  Schwarzburg-Sondershausen.

11)  Schwarzburg-Rudolstadt.

12)  Freie  Stodt  Lübec.

13)  „  „  Frankfurt.

14)  Fürstenthum  Reuß  älterer  Linie.

15)  2  Reuß  jüngerer  Linie.

16)  2  Lippe-Detmold.

17)  „  Schaumburg-Lippe.

18)  „  Waldeck.

19)  Landgrafenthum  Hessen-Homburg.

Die  nachgenannten  Bundesstaaten  haben  dagegen  nur  die  Mittheilung
  von  Todtenscheinen  daselbst  verstorbener  bayerischer  Staatsangehöriger
  zugesichert:

13  Herzogthum  Limburg.
2)  „  Sachsen-Altenburg.
3)  „  Braunschweig.

4)  Die  freie  Stadt  Bremen.

5)  Die  Herzogthümer  Holstein  und  Lauenburg.

So  weit  es  nur  immer  thunlich  ist,  sind  die  Geburts=  und
Todtenscheine  über  Geburts=  und  resp.  Todesfälle  von  Angehörigen  der
betheiligten  Staaten  durch  die  bayerischen  Polizeibehörden  unmittelbar
  der  betreffenden  Heimatsbehörde  des  Ausländers  kostenfrei
mitzutheilen,  dagegen  aber  auch  die  den  Distriktspolizeibehörden  zukommenden
  Mittheilungen  über  die  in  den  Gebieten  der  obigen  Staaten
eingetretenen  Geburts=  und  Todesfälle  bayerischer  Staatsangehöriger
sofort  dem  betreffenden  Pfarramte,  oder  erforderlichen  Falles  dem  zuständigen
  Gerichte  mitzutheilen.  (K.A.  Bl.  1861  S.  412.)
(Entschließung  des  k.  Staatsministeriums  des  Innern  vom  28.  April

1862,.  K.A.  Bl.  1862  S.  645.)

Die  kurhessischen  Behörden  sind  angewiesen,  die  Geburts=  und
Todesscheine  der  Ausländer  unmittelbar  an  die  Verwaltungsbehörde  des
Heimatsortes  des  Gebornen  oder  Gestorbnen  zu  senden.

Die  fürstlich  Lichtenstein'sche  Regierung  hat  sich  bereit  erklärt,  die
Geburts=  und  Todesscheine  bayerischer  Unterthanen  unentgeldlich  mitzutheilen,
  weshalb  die  bayerischen  Behörden  reciprok  gleiches  zu  beachten,
und  die  Geburts=  und  Todesscheine  lichtensteinischer  Staatsangehörigen
an  das  fürstliche  Regierungsamt  zu  Vaduz  einzusenden  haben.

(M.E.  vom  15.  Dez.  1858,  K.A.  Bl.  S.  2018.)

Nachdem  sich  die  großherzoglich  badische  Regierung  bereit  erklärt
hat,  von  jeder  im  Großherzogthum  stattfindenden  ehelichen  oder  außerehelichen
  Geburt  eines  Kindes  einer  Ausländerin  der  Heimatsbehörde
dieser  Letzteren  kosten  frei  einen  beglaubigten  Auszug  aus  dem  Civil=