Aagingen. 357
ein eigene® Gericht über feine Unterthanen zu Halten und fih 1587
mit Gmünd Darüber vertrug; württemberg. Wögte (jo 1579) oder
Sähultheißen (3. B. 1678) zu Iggingen werden öfter genannt. Diefe
Trennung blieb did zu Den Staatöveränderungen 1802/03.
Gmünd ließ in ältern Zeiten dur feinen Schultheiß und Gericht
au zu Iggingen richten, 3. B. 1495 war eine Sigung ziwis
fchen den Dörfern Iggingen und Hörligfofen auf des heiligen Reihe
Straße im Feld, um einen Zmiefpalt der zwei Orte über Unterhaltung
eines Stüds Weg zu entfcheiden, mwobet bemerkt fein mag, daß
die alte Hauptftraße über Sagingen und Herlifofen nach Aalen führte,
weil man im Thal vielfach auf Das Bette der Nemd angemwiejen
war. Die Gemeinde Iggingen verglich fih, unter Vermittlung der
zwei Herrichaften 1535 über den gemeinen Hirten, Anzahl der Gaifen
und Gänfe, Hanfe und Blach8-Dörren, Aufenthalt fremder Leute:
n. f. w. Gmünd baute 1650 ein Amthaus und bildete ein befonderes
Amt Iggingen (mit einem Amtövogt), dad 1728 mit Bargau
pereinigt wurde.
Kirhfak und Widemhof zu Iggingen und Herlifofen waren in.
rechbergiichen Beil, als Lehen vom Klofter Eiwangen, Afterlehen
yon Herrn Kraft von Hohenlohe. Johann v. Neihberg zu Bargau_
fchenkte nun Die beiden Kirchen 1347 dem Klofter Gottedzell zu einem.
Seelgeret und feine Brüder ftimmen zu, auch Albreht und Walther
Haug (f. Rofenftein) geben ihre Unfprühe auf 1357, und Kraft
von Hohenlohe 1351 und der Abt von Ellwangen 1357 verzichten.
auf ihre LXehensrechte. Die Beftätigung und Imeorporation gewährte
der Bifhof v. Augsburg 1372, doh fol ein ftändiger Vicar ge
nügend dotirt werden.
Zu Iggingen den Kapiteldjahrtag zu Halten, war fehon 1472
altes Herfommen; |. o. VII. 2.
Die Pfleger der St. Maurtinskicche verkaufen 1437 8 Morgen
Ader bei Zimmern an der Remd; die St. Veitd Caplanei erwarb
Süter zu Durlangen. Papft Glemend jelber beftätigte 1671 die
St. Zofefs Bruderfhaft, melde 1675/76 eine weitere Mefje für
ihre Mitglieder Dotirte.
Daß der Pfarrer zu Iggingen auch Die Kirche zu Herlikofen
verfehen mußte, ift bei Herlifofen bemerkt und wie diefe Verbindung
1676 und 1697 foweit gelöst wurde, daß der Pfarrer blod no
beit Nacht etwaige Sterbende zu verfeben hatte, meil da die Stadt
Gmünd verichloffen war. Dafür behielt der Pfarrer den Tleinen
Zehnten von Hufjenhofen und Zehntftroh von Herlitofen und Linda.
Zur Pfarret Iggingen gehörten die St. Margarethen-Kapelle beim
Gorgishof, Die St. Ulrihöfapelle bei Brainkofen und Die Kapelle
det Schönhardt. Auch Muthlangen (f. d8.) u. Linda (f. d.) find
Vilialten von Iggingen gewefen.