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Acht Tage lang dauerten erbitterte Kämpfe, dann entschlossen
sich die Gsterreicher zum Rückzug auf den Styr, wo bei Czartoryst
zwischen Rafalowka und Kolki deutsche und österreichische Kavalleriedivisionen
gegen wachsende Übermacht von Kosaken und Schützen
fochten, denen drei starke Korps folgten, die auf Kowel angesetzt
waren. Den 21. September waren Jwanows, des russischen Feldherrn,
Karten aufgedeckt. Auf dem rechten Flügel wollte er die
Derbündeten umfassen und im Sentrum durchbrechen. Dem entzogen
sich die Gsterreicher nur, indem sie auf Luzk zurückgingen und
Dubno preisgaben.
Sbenso erbittert und im ganzen unglücklich wurde bei Kremenez
und Alexiniez gefochten. Der Rückzug Huhallos drohte die in
Galizien fechtenden Armeen von Kowel abzuschneiden, die Bedrängnis
Bochm-Ermollis in einem Durchbruch zwischen Brodv
und Salocze zu gipfeln. Ssterreichische Reserven, die die Lage
hätten wieder herstellen können, waren nicht mehr vorhanden. Auch
Tuzk mußte preisgegeben werden. Die Derbindung zwischen Oinsk
und dem linken Flügel der vor Kowel fechtenden Truppen riß ab.
Am 25. September war der feindliche Angriff bis dicht an diese
Stadt herangekommen, nachdem die deutsch-österreichische Kavallerie
aus dem Stvrbogen zurückgeworfen worden war.
Da kam eine kaum noch erwartete Hilfe. Linsingen, der, wie
bekannt, das Kommando der aufgelösten Bug-Armec aufgegeben
hatte, führte zwei Divisionen den Russen in die Flanke und brachte
sie zu rückläufiger Bewegung. Mun konnte auch Erzherzog Joseph
Ferdinand wieder zur Offensive schreiten, Huhallo ging wieder über
Dubno vor, und die 2. Armee rüstete von neuem zum Angriff auf
Alexiniez. Die Entscheidung aber brachten die Deutschen. Vor ihrem
Flankenangriff ging der russische Umfassungsangriff zurück. Es
kam zu großen Nachhutkämpfen im Stprbogen und in der Umgegend
von TLuzk. Die letztere Stadt räumte Jwanom am 26., gab am 27.
die Stvrübergänge zwischen Kolki und Luzk auf und ging am 28. auf
den Korminbach und die Hutilowka zurück. Linsingen aber folgte
ihm auf dem Fuß, schlug ihn am i. Oktober bei dem Dorfe Czerniß
vollständig und vereinigte die deutschen Divisionen, die er führte,
und die Esterreicher unter dem Erzherzog Joseph Ferdinand und
Duhallo als Beeresgruppe Linsingen unter seinem Befehl.
Aber Jwanow ergab sich noch immer nicht in sein Schicksal.
Er rief neue Derstärkungen über Sarns heran, umfaßte noch einmal
Linsingens linke Flanke und drang im Strrbogen vor. Am
6. Oktober brach er aus den Brückenköpfen von Czartorysk, Holonne
und Rafalowka vor, und am 7. Oktober erfaßte dieser Gegenangriff
die Janze wolhpnische und galizische Front. Er war nicht nur
örtlich gemeint, sondern zugleich als Entlastungsangriff für Frankreich
gedacht, das damals — wie wir sehen werden — eine entscheidungsuchende
Schlacht schlug. Auch aus dem Brückenkopf von