Full text : Die Schlacht bei Forbach und die Wehrkraft des deutschen Volkes.

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gemeinbildung.  Der  Verfasser  lebte  viele  Jahre  in
verschiedenen  Universitätsstädten,  hat  in  der  Jugend
selbst  mehrere  Semester  studiert  und  steht  auch  heute
noch  in  beständiger  Verbindung  mit  der  studierenden
Jugend.  Die  dürftige  Kontrolle  beim  Kollegienbesuch
unterstützt  nur  allzusehr  die  Verwandlung  der  gepriesenen
  „akademischen  Freiheit“  ın  völlige  Ungebundenheit.
  \Vie  will  ein  soeben  dem  Schulzwange
entlaufener  Jüngling  das  plötzlich  gereichte  Übermaß
  von  Freiheit  ohne  Schaden  an  Leib  und  Scele
überwinden!  In  vielen  Fällen  trägt  er  auch  gehörige.
Blessuren  davon.  Die  Bummelei  und  der  Suff  crfordern
  den  Einpauker,  der  durch  die  einseitige  Strapazierung
  des  Gedächtnisses  uns  den  perfekten
Streber  schenkt,  bei  dem  die  Gesinnung  und  die  Becziehung
  Trumpf  sind.  Die  Regierung  verleiht  ıhm
Amt  und.  Würden  unter  Vergießung  von  Freudentränen,
  denn  er  bictet  die  kollegiale  Gewähr,  daß  er
sich  durch  Geist  nicht  absondert.  Michel  muß  ıhn
dann  standesgemäß  berappen  und  wird  dafür  gehörig
von  ihm  angcblasen.  Ein  wenig  besser  ist  es  seit
zehn  Jahren  auf  der  Hochschule  geworden,  aber
etwas  Vernünftiges  und  Vollwertiges  kann  niemals
aus  dem  jetzigen  Zustande  der  Dinge  hervorgehen.
So  lange  wir  die  Korporationen  dulden,  wird  jede  Recform
  des  höheren  Unterrichts  scheitern,  denn  sie
sind  wahre  Brutstätten  des  Verfalls.  Nicht  ein
Funken  Gemeingeist  oder  Streben  im  guten  Sinne
wird  in  ihnen  erzeugt.  Nur  eine  äußerliche  kommentmäßige
  Appretur  und  eine  große  Klatschsucht  unter
geringem  Aufwand  an  Geist  und  großem  an  Dünkel.
Die  Verbindungskneipen  sind  nebenbei  noch  die  Ge:
burts-  und  Pflegestätten  unserer  nervenzersetzenden,
geist-  und  witzlosen  Zote.  Doch  genug  davon!  Um