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c) Vergleich zweier Tinkturen, die sich nur durch ihr Alter unterscheiden.
A = stark aktive, mehrere Wochen alte Tinktur.
N = schwach aktive, wenige Tage alte Tinktur.
Hydroperoxydzusatz: Vergleich der Reaktionen mit Vollmilch ergibt.
Ohne A,0O, A>N
1 Tropfen 0,3 /,iges H,O, A>N
2 „ 0,3 Y,iges H,O, A = N*)
5 ” 0,3 iges H,O, A-N*)
2 » 3,0 %,iges H,O, A<N
5 » 3,0 ',iges H,O, A<N
peroxydzusatz, welcher hier nötig ist, um die optimalen Reaktionsbedingungen zu ergeben,
ist niedriger als bei der Tinktur aus käuflichem Pulver, bei dem das organische
Peroxyd gänzlich verschwunden scheint. Bei den in Tabelle II bezw. VIIa untersuchten
Tinkturen liegen die Verhältnisse analog.
Endlich war zu erwarten, daß der Einfluß des Hydroperoxyds auch zu beobachten
sein müsse bei anderen Peroxydase-Reaktionen, z. B. der von Storch untersuchten. Wie
die Versuche lehren, läßt sich auch hier eine mittlere Hydroperoxydkonzentration
ermitteln, bei der die Reaktion am stärksten eintritt, was auf eine Nebenreaktion
schließen läßt. Verdünnung der Milch hat eine gleiche Steigerung der Empfindlichkeit
gegen Hydroperoxyd zur Folge, wie sie bei der Guajakreaktion beobachtet wurde.
Tabelle VIII. Hydroperoxdempfindlichkeit der Storchschen Reaktion.
Die Empfindlichkeit wächst mit steigender Verdünnung der Peroxydaselösung
(Milch).
Verwandte Milchmenge: 5 ccm.
2 Tropfen einer 2 °,,igen wässerigen p-Phenylendiaminchlorhydratlösung').
Zur Erklärung der Zeichen vgl. Tab. IV.
Vollmilch:
5 (0,3%) < 1 (80%) > 2 (3,0%) > 5 (3,0 °/,).
Verdünnte Milch 1:2.
3 (0,3%) < 5 (0,8) >1(30%) > 2 (3,0%).
Verdünnte Milch 1:5.
1003) <2 (0,8%) > 4 (0,3) > 5 (0,3%) > 1 (3,0 Mh).
Qualitativ erscheinen die Ergebnisse insofern geändert, als wir es hier mit
einem beständigen Farbstoff zu tun haben. Vorgänge also, die seine Bildungsgeschwindigkeit
herabsetzen, werden hier weniger in die Erscheinung treten. Für die
quantitativen Unterschiede muß in Rücksicht gezogen werden, daß die Reaktion mit
größerer Geschwindigkeit und größerer Farbintensität verläuft, so daß Unterschiede
nur ziemlich beträchtlicher Art zur Beobachtung gelangen.
Die angeführten Versuche bestätigen also die eingangs gemachte Annahme.
Die nachfolgende schematisch-graphische Darstellung der Vorgänge in einem Koordi-')
Es ist zu beachten, daß bei dieser Reaktion die Menge des zugesetzten p-Phenylendiamins
die Reaktion etwas anders beeinflußt als die Menge der zugesetzten Guajaktinktur. Dies
ist wahrscheinlich bedingt durch die saure Reaktion des Chlorhydrates.